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Hitze-Alarm im Klassenzimmer

Die ungewöhnlich hohen Temperaturen dieser Tage machen auch den Schülern zu schaffen. Ein extrem hoher Wert wird aus Meran gemeldet. Dort wurden im Sprachengymnasium bereits am Vormittag über 34 °C gemessen – und das nicht zum ersten Mal.

 von Karin Gamper

Der „Hilferuf“ aus Meran erreichte die Redaktion gestern zur Mittagszeit. Die 3C des Sprachengymnasiums in der Otto-Huber-Straße vermeldete einen vorläufigen Hitzerekord im Klassenzimmer: über 34 °C, und das um 10.30 Uhr am Vormittag.

In dem Schreiben wird die Situation wie folgt geschildert:

„Haben Sie schon einmal ausprobiert, bei tropischen Temperaturen in einem geschlossenen Raum über sechs Stunden lang zu sitzen und sich dabei auch noch zu konzentrieren? Für uns, 24 Schülerinnen der Klasse 3C, ist dies kein Experiment, sondern unser täglicher Schulalltag. Bereits um 10:30 Uhr zeigt das Thermometer im Klassenraum in der Otto-Huber-Straße in Meran 34 Grad an. Auf dieses Hitzeproblem des Sprachengymnasiums wurde in einem Leserbrief vor Jahren bereits aufmerksam gemacht. Die defekten Heizkörper führten auch im vergangenen Winter erneut wieder zu sibirischer Kälte; dieses Problem wurde nach vielen Beschwerden gelöst. Wie nun die tropischen 34 Grad behoben werden, bleibt uns ein Rätsel. Die gesundheitlichen Auswirkungen (Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit) und Konzentrationseinbußen lassen den Schultag zum Alptraum werden. Eine Situation, die so nicht bis zum 16. Juni zu ertragen ist.“

Über die hohen Temperaturen hat die TAGESZEITUNG bereits einmal im Jahr 2011 berichtet. Damals war das verglaste moderne Schulgebäude soeben erst fertig gestellt worden. Bereits 2011 wurden in den ostseitig gelegenen Klassenzimmern Raumtemperaturen von bis zu 36 °C gemeldet, was zu Protesten von Eltern, Schülern und Lehrern führte. Dann gelang es offenbar, die Hitzeentwicklung durch geeignete Beschattungs- und Belüftungsmaßnahmen in den Griff zu bekommen.

Welche Schritte diesmal unternommen werden, um die Raumtemperatur bis nach den Abschlussprüfungen auf einem erträglichen Niveau zu halten, ist unbekannt. Weder Schuldirektor Martin Holzner noch Vize-Direktor Josef Hirber waren gestern für eine Stellungnahme erreichbar.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (5)

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  • markp.

    Der Direktor und der Vize werden in einem gut klimatisierten Büro sich gerade Gedanken darüber machen 🙂 Das kann dauern, weil es dort sehr angenehm ist.

  • andreas

    Eigentlich sollte man die Büros der Architekten dorthin verlegen.

  • ft

    Da haben Sie recht. Denn die Fenster lassen sich nur mit einem, wahrscheinlich
    auch noch teuren System,nur einen Spalt öffnen.Eine Lüftung ist wohl unmöglich.
    Es wird wohl ein weiters Beispiel der Heiligen Kuh Südtirols, das Klimahaus, sein.

  • jimcroce

    a) bei solchen Hitzen sollte man keine Thermometer aufstellen. Das stiftet nur unnötig Aufregung.
    b) Klebt die Fenster mit den Geldscheinen zu, die der Steuerzahler durch das hochintelligente Vergabesystem für Bauaufträge gespart hat

  • goggile

    wer haftet ? niemand. Wer haftet fuer die unuebersichtlichen katastrophalen meboausfahrten lana usw.? wieviel grips hàtte es gebraucht um gleich ein riesenrondell auf der brueck anzulegen? schuld ist niemand und kassiert haben sicher viele, viel!

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