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    Der Durchbruch

    Daniel Alfreider vor der Abgeordnetenkammer (Foto: Sonja Schiefer)

    Nach tagelangem Tauziehen wurde am Samstagnachmittag in der Abgeordnetenkammer in Rom die erneute Einführung der sogenannten „Voucher“ genehmigt.

    Daniel Alfreider ist zufrieden:  “Ein wichtiger erster Schritt ist nach langen Verhandlungen erreicht worden. Für unsere SVP-Fraktion war dies absolut prioritär. Wir werden in den nächsten Monaten weiterhin für zusätzliche Lockerungen arbeiten“

    Nach tagelangem Tauziehen wurde am Samstagnachmittag in der Abgeordnetenkammer in Rom die erneute Einführung der sogenannten „Voucher“ genehmigt.

    Es wird ein Teil des Vouchersystems wieder eingeführt, mit dem gelegentliche Arbeitsleistungen bezahlt werden können. Um einen Missbrauch der Voucher zu vermeiden, werden allerdings sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber neue Grenzen vorgesehen.

    „Wir haben in den letzten Tagen als SVP-Parlamentarier durch unsere Forderungen verdeutlicht, dass eine Lösung notwendig und dringend ist, dies vor allem wegen der vielen Erfahrungen, die wir in den letzten Jahren in Südtirol gesammelt haben.

    Der im Parlament eingereichte Vorschlag erlaubt es wieder, in einigen Bereichen auf ein einfacheres Zahlungssystem zurückzugreifen, eben die sogenannten Voucher“, erklärt der SVP–Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer, Daniel Alfreider.

    Bei der neuen Regelung werden – unter anderem in der Zwischenzeit – folgende Grenzen gesetzt:

    bis zu 5.000 Euro im Jahr pro Anwender
    – bis zu 5.000 Euro im Jahr pro Empfänger (maximal 2.500 vom gleichen Auftraggeber)
    – etwas aufgelockert sind die Höchstbeträge für Jugendliche unter 25 Jahren, für Rentner und Arbeitslose.

    „Die Regelung ist ein erster Schritt. Aufgrund des verbreiteten Missbrauchs der Voucher in vielen Bereichen und Regionen Italiens und aufgrund eines vorgesehenen Referendums wurde die Maßnahme vor einigen Monaten von der Regierung abgeschafft. Jetzt haben wir das Zahlungssystem „Voucher“ teilweise wieder eingeführt.

    „Wir wissen, dass die Voucher vor allem für viele Familien, Kleinbetriebe, Verbände, Gemeinden und Vereine, sowie viele Arbeitnehmer nützlich waren. Für uns war und ist eine Flexibilität und Vereinfachung für alle Gelegenheitsarbeiten ein großes Anliegen“, so Daniel Alfreider im Namen der SVP-Parlamentarier.

    Der Art. 54 des Gesetzesdekrets „Manovra correttiva“, in dem die neue Regelung zu den Vouchern enthalten ist, wurde am Samstag im Haushaltsausschuss definitiv genehmigt. Nächste Woche wird das Dekret im Plenum der Abgeordnetenkammer behandelt und anschließend muss es noch vom Senat genehmigt werden.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (4)

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    • franz

      “Nach tagelangem Tauziehen wurde am Samstagnachmittag in der “Abgeordnetenkammer“ in Rom die erneute Einführung der sogenannten „Voucher“ genehmigt.“ ?
      “Der Art. 54 des Gesetzesdekrets „Manovra correttiva“, in dem die neue Regelung zu den Vouchern enthalten ist, wurde am Samstag im Haushaltsausschuss definitiv genehmigt. Nächste Woche wird das Dekret im Plenum der Abgeordnetenkammer behandelt und anschließend muss es noch vom Senat genehmigt werden“
      Voucher, Pd diviso e no di Mdp e Si: la commissione approva i nuovi strumenti con il voto di Fi e Lega ( und SVP )
      Una maggioranza inedita fa passare l’emendamento che introduce il libretto delle famiglie e il lavoro occasionale per le imprese, mentre il centrosinistra perde pezzi. La ministra Finocchiaro: „Li abbiamo cancellati, chi dice il contrario mente“. Camusso: „La Cgil farà ricorso alla Corte Costituzionale“
      http://www.repubblica.it/economia/2017/05/27/news/voucher_finocchiaro_cancellati_non_torneranno_-166541402/

    • richard

      Und wer zahlt diesen Voucher Empfängern schlussendlich die Rente, wenn sie einmal alt sind und auch für diese Arbeit nichts mehr taugen?

    • franz

      Wie schon geschrieben, mit der Widereinführung der Voucher werden Junge Menschen damit weiterhin als Sklaven benutzt und ausgenutzt ohne INPS- Beiträge bzw. Krankenkasse Versicherung , durch Schwarzarbeit von den
      vor allem Unternehmer profitieren
      Wesentlicher Punk in diesen Dekret:
      Daniel Alfreider…“Etwas aufgelockert sind die Höchstbeträge für Jugendliche unter 25 Jahren, für Rentner und Arbeitslose“ […] damit ist Tür und Tor zum Prekariat , Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung offen.
      Eine Pension für jungen Voucher – Menschen rückt damit in weiter Ferne.
      Was für unseren SVP-Volksvertreter und Sesselkleber nur eine untergeordnete Rolle spielt, wichtig sind ihre Politiker Gehälter bzw. die Interessen von Unternehmern die mit diesen System der Schwarzarbeit sich viel Steuern sparen.
      Rentner sollten eine angemessene Rente bekommen die es ihnen ermöglicht mit ihre Rente bis ans Monatsende zu kommen und ein halbwegs menschenwürdiges Leben zu führen , nachdem sie ein Leben lang gearbeitet haben bzw. gezwungen sind nach Portugal oder Bulgarien auszuwandern wo sie keine Steuern bezahlen.
      Anstatt junge Menschen als Sklaven zu benutzen, sollte die Regierung Arbeit schaffen, indem man z. B die Steuern senkt.
      Lieber fördert die linke Regierung von PD/SVP mit 5 Milliarden € / Jahr die unkontrollierte illegale Zuwanderung, wohl mit den Ziel mit Sklaven die Lohnkosten zu senken..
      Wie bereits zum Thema “fluechtlinge-im-wald“ geschrieben.
      http://www.tageszeitung.it/2017/05/17/fluechtlinge-im-wald/

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