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„Ein barbarischer Begriff“

Michael Gaidoschik (Foto: unibz)

Michael Gaidoschik hält am Dienstag seine Antrittsvorlesung. Gaidoschik ist seit Oktober 2016 Professor für Didaktik der Mathematik.

Die Freie Universität Bozen freut sich, Sie zur Antrittsvorlesung von Michael Gaidoschik, Professor an der Fakultät für Bildungswissenschaften, am Dienstag, 30. Mai 2017, um 17.30 Uhr,
am Campus Brixen (Seminarraum 1.04) einzuladen.

Die Antrittsvorlesung trägt den Titel Dyskalkulie: Barbarischer Begriff und Herausforderung für fachdidaktische Entwicklungsforschung.

Massive Lernschwierigkeiten in Mathematik erhalten seit einigen Jahren verstärkt Aufmerksamkeit von Seiten der Wissenschaften, der Schulverwaltung und der Medienöffentlichkeit. Dabei gibt es deutlich unterschiedliche Zugänge, für die in der Regel auch unterschiedliche Begriffe kennzeichnend sind. Der eine Zugang – jener der (Neuro-)Psychologie und der Medizin, teils auch der Schulverwaltung – spricht von Dyskalkulie.

„Dieses Wort ist für andere – Vertreter der Fachdidaktik, wie ich einer bin – ein barbarischer Begriff“, erklärt prof. Gaidoschik. „Warum, werde ich in meiner Antrittsvorlesung erläutern. Vor allem aber will ich deutlich machen, dass fachdidaktische Forschung heute schon viel darüber weiß, wie betroffenen Kindern (vermittelt über kundige PädagogInnen) geholfen werden kann“.
Zuletzt wird Prof. Gaidoschik skizzieren, was er in den nächsten Jahren in diesem Bereich, in Kooperation mit Südtiroler LehrerInnen und Kindergartenfachkräften, an Entwicklungsforschung vorhat.

Seit Oktober 2016 ist Michael Gaidoschik Professor für Didaktik der Mathematik an der Freien Universität Bozen. Von 2014 bis 2016 war er Professor für Didaktik der Mathematik in der Grundschule an der der Universität Klagenfurt und von 2005 bis 2014 Dozent für Didaktik der Mathematik an der Pädagogischen Hochschule Wien und der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien-Krems.

1995-2014 war Gaidoschik Gründungsleiter des Instituts zur Förderung mathematischen Denkens in Wien; dabei er hat an der Entwicklung und Erprobung von Konzepten und Materialien für die fachspezifische Förderung von Kindern und Jugendlichen mit mathematischen Lernschwierigkeiten gearbeitet. Gaidoschik ist Autor von Handbüchern für den Mathematikunterricht an Grundschulen und für die Förderung von Kindern mit Lernschwierigkeiten in Mathematik.

Seine Forschungsarbeit fokussiert auf die Grundlagen- und Entwicklungsforschung zu Kernthemen des Arithmetikunterrichts in der Grundschule: Entwicklung von Lösungsstrategien zu den additiven Grundaufgaben, Ablösung vom zählenden Rechnen, Entwicklung und Förderung von tragfähigen Grundvorstellungen und Rechenfähigkeiten im Bereich von Multiplikation und Division, Entwicklung von Verständnis für das dezimale Stellenwertsystem.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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