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„Wir schauen auf Südtirol“

Rund 800 Delegierte versammelten sich am Samstag zur 63. SVP-Landesversammlung. Ehrengast und Hauptredner ist der ehemalige Bundespräsident Heinz Fischer.

Einen besonderen Applaus zollte die SVP-Landesversammlung dem früheren SVP-Obmann und Alt-Senator Roland Riz, der gestern seinen 90. Geburtstag gefeiert hat. Zahlreiche Ehrengäste aus dem In- und Ausland erwiesen der Südtiroler Volkspartei durch ihre Anwesenheit die Ehre. Grußworte überbrachten die Tiroler Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf und der Trentiner Landesrat Michele Dallapiccola – ebenso Gerald Klug, ehemaliger österreichischer Verteidigungsminister und Mitglied des parlamentarischen Südtirol-Ausschusses.

Patrizia Zoller-Frischauf ging in Vertretung von Landeshauptmann Günther Platter auf die „enge und intensive Zusammenarbeit zwischen Tirol und Südtirol über die Staatsgrenzen hinweg – zum Wohle der Menschen“: Der Brenner werde weiterhin zusammenführen und nicht trennen. Michele Dallapiccola überbrachte die Grüße von Landeshauptmann Ugo Rossi; er ging auf die Zusammenarbeit zwischen dem Trentino und Südtirol ein. Gerald Klug sprach über die „Art des Miteinanders in der Politik“ – und die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und Südtirol.

Am Präsidiumstisch haben neben der Vorsitzenden Renate Gebhard auch Josef Tschöll, Robert Rottonara, Marion Januth, Stefan Premstaller, Traudl Götsch und Gerhard Duregger Platz genommen. Nachstehenden verstorbenen SVP-Funktionären und -Mandataren wurde im Besonderen gedacht: Herbert Fritz, Karl Mitterdorfer und Udo Perkmann sowie Otto Sulser, Michael Peer, Johann Graf, Adolf Lahner und Josef Huber. Erinnert wurde auch an Bischof Karl Golser und Adolf Auckenthaler, Generalsekretär des Landes. Das Totengedenken wurde, wie die restliche Landesversammlung, wieder von der „Edelweiß-Musig“ umrahmt.

Obmann Philipp Achammer

Obmann Philipp Achammer sprach sich bei der 63. SVP-Landesversammlung für „eine selbstbewusste, offene Autonomie aus – eine Autonomie, die nach vorne schaut.“ Eine Autonomie, die aber auch wisse, wodurch sie groß geworden ist.

„Wir haben ein Erbe und einen Auftrag zu tragen, wir sind die Partei der Autonomie“, betonte SVP-Obmann Philipp Achammer. „Es ist unsere untrügliche Überzeugung, das größtmögliche Ausmaß von Selbstständigkeit im Rahmen von Autonomie für Südtirol zu erzielen – immer wieder dafür einzutreten, zu verhandeln, zu ringen.“ Das haben Silvius Magnago und Luis Durnwalder exzellent vorgemacht – wer mit offenen Augen und Ohren durch unser Land gehe, wisse das: „Mit Landeshauptmann Arno Kompatscher führen wir es gekonnt und überzeugend weiter.“

„Die Südtirolerinnen und Südtiroler vertrauen uns – das hat das Verfassungsreferendum im vergangenen Dezember eindrucksvoll gezeigt. Weil sie wissen, dass wir nicht nur Ankündigungspolitik betreiben, sondern auch Ergebnisse liefern – und wir haben gerade in jüngster Zeit sehr viele Ergebnisse geliefert“, so Achammer.

Alt-Bundespräsident Heinz Fischer betonte in seiner Gastrede: „Die Beziehungen zwischen Österreich und Südtirol stehen auf einem festen Fundament.“ (siehe eigenen Beitrag)

Arno Kompatscher bei der Landesversammlung

Landeshauptmann Arno Kompatscher erinnerte bei der SVP-Landesversammlung in Meran: „Wir haben eines der höchsten Bruttoinlandsprodukte in Europa, wir haben Vollbeschäftigung – wir haben positive Aussichten in allen Wirtschaftssektoren, die Exportquote steigt…“. Getrost könne man sagen: „Es läuft!“. „Dies haben die Südtiroler erreicht – und die SVP hat dazu wesentlich beigetragen.“ Die Autonomie sei auf jeden Fall „ein Erfolgsmodell.“

„Wir können stolz darauf sein, was wir als Südtiroler Volkspartei aus diesem Land gemacht haben“, betonte Landeshauptmann Arno Kompatscher. „Wir haben aus Südtirol das gemacht, was es ist.“ Gemeinsam sei es gelungen, die Rahmenbedingungen für eine positive Entwicklung zu schaffen. „Wir haben immer gezeigt, dass wir gemeinsam stark sind.“ Dies auch jetzt, während „rund um uns herum die Welt immer mehr aus den Fugen gerät“: der EU-Austritt Großbritanniens, die Trump-Wahl, das Verhältnis zu Russland, die Krise im nahen bzw. mittleren Osten, die Wirtschafkrise, die auch Südtirol gestreift hat…

„Wir haben Grund zuversichtlich zu sein, unsere Autonomie funktioniert“, meinte Arno Kompatscher. „Im Süden schaut es nicht gut aus – und auch nicht überall im Norden. Wir sind aber gut aufgestellt: Unsere Sprache, unsere Kultur und unsere Tradition sind nicht nur geschützt; es ist auch möglich, diese weiterzuentwickeln.“ Auch in den Bereichen Wirtschaft und Soziales sei Entwicklung möglich. Der Landeshauptmann unterstrich: „Unsere Autonomie hat sich nie gegen etwas gerichtet – es war immer eine Autonomie für etwas!“

Im Autonomiekonvent habe die Südtiroler Volkspartei gezeigt, dass sie an der Autonomie weiterarbeiten will. „Autonomie ist nicht ein billiger Kompromiss“, betonte Arno Kompatscher, „sie ist ein Erfolgsmodell.“ „Die Verfassungsreform wäre eine Chance gewesen – was uns bleibt, ist der Respekt in Rom: Bezüglich Zukunftsfragen glauben sie dort uns – und sonst niemandem!“

Die Südtirolerinnen und Südiroler seien verwurzelt und traditionsbewusst, sie seien auch offen und vernetzt – in Europa, mit den Kommunen und den Regionen. „Wir haben viele Freunde in Europa!“

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