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    „Versöhnlicher Abschluss“

    Dietmar Pfeifer

    Der FC Südtirol hat den Klassenerhalt geschafft. Geschäftsführer Dietmar Pfeifer erklärt, mit welcher Philosophie der FCS in die nächste Saison starten wird.

    TAGESZEITUNG Online: Herr Pfeifer, der FC Südtirol hat den Klassenerhalt in der Lega Pro geschafft. Wie sieht Ihre Bilanz aus?

    Dietmar Pfeifer: Die Saison hat insgesamt nicht dem entsprochen, was wir uns vorgestellt hatten. Platz 12 ist nicht der Tabellenplatz, den wir uns erwartet hatten. Wir hatten schon mit einem Top-10-Platz gehofft. Aber: So wie sich die Saison Anfang April entwickelt hat, müssen wir froh sein, dass wir die Playouts vermeiden konnten. Die Mannschaft hat in den letzten Wochen Charakter gezeigt und sehr gut gearbeitet. Dasselbe gilt für den Trainer.

    Sie sind also zufrieden?

    Sagen wir es so: Die vier Siege in Folge, darunter die Prestigeerfolge gegen Parma und Padova, waren ein versöhnlicher Abschluss.

    Hatten Sie im April ernsthaft Angst abzusteigen?

    Es war nicht so, dass wir in Panik geraten wären, im Gegenteil. Wir haben immer sachlich analysiert und versucht, zu verstehen, wo wir ansetzen müssen. Aber wir hatten wenige Punkte auf dem Konto und einen schwierigen Kalender, so dass man schon insgeheim damit rechnen oder befürchten musste, in den Playouts zu landen. In den Playouts kann alles passieren, da entscheidet die Tagesform oder eine Episode.

    War es richtig, Trainer William Viali zu entlassen und mit Alberto Colombo zu ersetzen?

    Die Resultate sagen: Ja, auf jeden Fall! Trainer Colombo ist es gelungen, die Mannschaft zu motivieren und so zu stabilisieren, dass sie fast keine Tore mehr kassiert hat. Unter Viali haben wir einfach zu viele Tore kassiert. Das neue System hat der Mannschaft auch mehr Selbstsicherheit gegeben.

    Bleibt Trainer Colombo beim FCS?

    Er hat sehr gute Arbeit geleistet, nachdem er die Mannschaft in einer schwierigen Phase übernommen hat. Er wäre sicher ein Trainer, der zu uns passen würde. Es müssen allerdings die Voraussetzungen passen: Es wird, beispielsweise, immer wichtiger, junge Spieler einzubauen, denn die Lega-Bestimmungen werden sich erneut ändern: In dieser Saison konnte man noch 16 Over-23-Spieler im Kader haben, nächstes Jahr werden es nur mehr 14 oder gar nur mehr 12 sein. Das heißt: Der neue Trainer muss bereit sein, mit jungen Spielern zu arbeiten und auch Spieler aus unserem Jugendsektor einzubauen. Und auch die finanzielle Basis muss passen.

    Wer wird neuer Sportdirektor?

    Diesbezüglich verweise ich Sie auf unsere Pressekonferenz am Donnerstag. Da werden Sie mehr erfahren. Klar ist: Wer immer der Sportdirektor sein wird, er muss mit der Auswahl des Trainers einverstanden sein. Schließlich müssen diese beiden Personen zusammenarbeiten, sie tragen die sportliche Verantwortung.

    Die Ziele für die nächste Saison?

    Darüber zu reden, ist noch zu früh. Jetzt müssen wir schauen, welches Budget wir zusammenbekommen, damit wir uns auf dem Spielermarkt bewegen können. Sobald die sportliche Verantwortlichen feststehen und die neue Mannschaft steht, können wir über die Ziele sprechen. Klar ist: Wir werden kein Wettrüsten mit den Top-Vereinen machen.

    Mit Giovanni Stroppa und Attilio Tesser haben zwei Ex-FCS-Trainer den Aufstieg in die Serie B geschafft …

    Das bedeutet, dass wir bei den Trainern nicht ganz falschgelegen haben.

    Wann wird der FCS im neuen Stadion spielen können?

    Frühestens 2020.

    Interview: Artur Oberhofer

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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