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    Made in Südtirol 

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    Der lvh will gemeinsam mit dem Land den Einstieg für kleinere Betriebe in den Online-Handel erleichtern. Auch über Amazon.

    von Markus Rufin

    Der Online-Riese Amazon ist eines der weltweit wichtigsten Internet-Verkaufs-Portale der Welt. Nun will der Wirtschaftsverband der Handwerker und Dienstleister lvh kleinen Südtiroler Betrieben die Möglichkeit geben, ihre Produkte im Internet-Portal anzubieten.

    „Uns war besonders wichtig, dass die Kosten gering sind, die Betriebe nicht gebunden sind, die Ware eine kritische Kundenmasse erreicht und vor allem ein Mehrwert erreicht werden kann“, so der lvh.

    Diese Kriterien erfüllt Amazon mit dem Schaufenster „Made in Italy“. Auf dieser Seite können Betriebe aus allen Regionen Italiens ihre Produkte anbieten. Aber damit das Produkt verkauft werden kann, muss der Betrieb dafür geeignet sein.

    Der lvh erklärt: „Es muss garantiert sein, dass das Produkt in Italien hergestellt wurde, der Betrieb darf nicht mehr als 20 Mitarbeiter bewerkstelligen und  es müssen traditionelle Techniken angewandt werden.“

    Ein Betrieb der dafür in Frage kommt und auch Interesse bekundet hat, ist der Tiroler Goldschmied aus Dorf Tirol. „Wir sind am Projekt interessiert, weil der Verkauf über die neuen Medien immer wichtiger wird. Für uns ist es besonders wichtig, weil wir viele Kunden im Ausland haben und diese einfacher kontaktieren können“, sagt Hannes Gamper, Geschäftsführer des Burggräfler Betriebs.

    Der Vertrieb über Amazon soll dabei aber nur als weiterer Verkaufskanal dienen. Jeder Firma bleibt es selbst überlassen, ob er das Angebot nützt oder nicht.

    Beim lvh hofft man aber auf viele Nutzer, denn bei 40 registrierten Betrieben erhält Südtirol ein eigenes Schaufenster innerhalb des Shops.

    „Wir haben tatsächlich schon einige Anfragen erhalten. Es hängt dann auch davon ab, wie gut sich die Produkte verkaufen und wie viele angeboten werden. Wir sind diesbezüglich aber eher zuversichtlich“, führt der lvh weiter aus.

    Auch Hannes Gamper vom Tiroler Goldschmied erhofft sich dadurch eine Qualitätssteigerung: „Ich glaube, dass durch die regionale Werbung unsere Produkte attraktiver und qualitativ hochwertiger erscheinen.“
    Auch den zeitlichen Aufwand will der lvh mit einer Registrierung bei Amazon Made in Italy minimieren. Er verspricht den Betrieben volle Betreuung.

    Von diesem Service ist auch Hannes Gamper begeistert: „Ich bin um ehrlich zu sein überrascht, dass der lvh hier die Initiative ergreift und die Betriebe unterstützt. Sie machen das auch sehr kompetent.“

    In den kommenden Wochen wird dazu ein Informationsabend stattfinden, bei dem sich interessierte Betriebe nochmals genauer erkundigen können.

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    Kommentare (5)

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    • andreas

      Amazons Marktmacht ist definitiv zu groß.

      Es bringt natürlich Vorteile dort präsent zu sein, doch auch das Risiko, dass Produkte, welche gut laufen, von Amazon kopiert werden und das Orginal in der Rangliste erst in den hinteren Seiten aufscheint.

      Auch wenn manche Amazon als Segen ansehen, man kann ja jeden Krempel, welchen man nicht braucht, dort kaufen, sie ruinieren den lokalen Handel und diktieren willkürlich die Preise.
      Diese sind abhängig von Uhrzeit, Ort, Geschlecht, Alter, ob mit einem Apple oder anderen Gerät gesurft wird usw., alles Daten, welche Amazon hat.

    • stefang.

      Amazon hat schon einige kleine Handwerksbetriebe ruiniert, die tolle Ideen hatten!
      Am Anfang sind die Verkaufszahlen rapide nach oben gegangen,es wurde gut verkauft,alle überrascht vom Erfolg!
      Nach einiger Zeit die böse Überraschung, die Verkäufe gingen plötzlich zurück, keiner Verstand wieso!
      Plötzlich wurden die „fast“ identischen Waren auf Amazon verkauft, um einiges billiger,da diese in Billiglohnländer produziert wurden!
      Auch Rechtsanwälte konnten nichts mehr retten, da das KLEINGEDRUCKTE übersehen wurde, bzw.den Handwerksbetrieben das Geld für den Kampf vor Gericht ausging!
      Am längeren Hebel sitzen immer die großen, da Sie genau gesetzliche Lücken kennen um keine Steuern zu zahlen, Angestellte bzw. Leiharbeiter auszunutzen usw.!
      Unsere Produkte werden wir sicher nie auf Amazon präsentieren,bzw. verkaufen!

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