Du befindest dich hier: Home » Südtirol » Mister 121.000 Euro

    Mister 121.000 Euro

    Marco Pappalardo

    Marco Pappalardo

    Marco Pappalardo hat seine neue Stelle als Direktor der „Agentur für Presse und Information“ angetreten. Seine Aufgaben – und wie sein Einkommen fixiert wurde.

    von Heinrich Schwarz

    Er soll dafür sorgen, dass das Image der Südtirol-Autonomie nach außen gestärkt wird: Marco Pappalardo, studierter Betriebswirt und bis vor kurzem Tagen Kommunikationschef des Wirtschaftsdienstleisters IDM Südtirol.

    Landeshauptmann Arno Kompatscher erklärte im März: „Unsere Autonomie ist vor allem in Italien verstärkt Angriffen aus verschiedensten Richtungen ausgesetzt. Es braucht zunehmende Anstrengungen, um für Sympathie zu werben und von der Effizienz des Südtiroler Modells zu überzeugen. Das ist sowohl aus politischen als auch aus wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gründen notwendig.“ Man werde jetzt eine „Autonomie-Offensive“ starten.

    Seit dem 2. Mai ist der 48-jährige Pappalardo als Direktor der neuen „Agentur für Presse und Information“ im Amt. Seine Berufung war nicht unumstritten. Denn im bisherigen Landespresseamt arbeiteten ausschließlich Berufsjournalisten, die im Sinne ihrer Berufsethik strikt zwischen objektiver Informationsarbeit und Werbung trennen müssen.

    Arno Kompatscher versicherte jedoch, dass es keine Vermischung zwischen der journalistischen und der nicht journalistischen Arbeit der Kommunikation geben werde. Mit der Chefredaktion und der presserechtlichen Verantwortung wurden denn auch zwei Journalisten betraut.

    LH Arno Kompatscher

    LH Arno Kompatscher

    Kompatscher betonte in einer Landtagsdebatte auch, dass Marco Pappalardo das Land nicht mehr kosten werde als ein Journalist. Dieser Aussage zufolge müssten Journalisten Top-Verdiener sein. Denn Pappalardo wird zu einem der bestbezahlten Mitarbeiter in der Landesverwaltung. Auf einer Sondersitzung der Landesregierung Ende April wurde sein Gehalt fixiert.

    Die Details:

    Marco Pappalardo wird von außen zum Direktor der neuen Presseagentur berufen. „Für die Ernennung ist es notwendig, dass Herr Pappalardo, Leiter der Kommunikationsabteilung der IDM (…) von dieser in Form einer Abordnung in die Landesverwaltung wechselt“, heißt es im Beschluss.

    Weiters: „Mit der Abordnung behält Herr Pappalardo seinen Arbeitsvertrag mit der Herkunftskörperschaft bei, und die Landesverwaltung refundiert die entsprechenden Kosten. Diese belaufen sich auf ca. 121.000 Euro brutto jährlich zusätzlich ca. 49.000 Euro Sozialbeiträge zu Lasten der Verwaltung, also auf insgesamt 170.000 Euro im Jahr.“

    Marco Pappalardo behält also sein Bruttoeinkommen von 121.000 Euro.

    Die entsprechende Ausgabe, so steht es im Beschluss, entspricht jener eines Abteilungsdirektors in der Landesverwaltung – „eingestuft in der achten Funktionsebene, obere Besoldungsstufe mit acht Vorrückungen, mit einem Koeffizienten für die Berechnung der Funktionszulage von 2,2, 300 bezahlten Überstunden und einer Ergebniszulage im Ausmaß von 20 Prozent der jährlichen Funktionszulage.“

    Pappalardos Stelle bei der IDM hat Thomas Aichner übernommen. Er war bisher Direktor der Marketinggesellschaft Meran und IDM-Präsident. Zum Präsident der IDM ist der bisherige Verwaltungsrat Hansi Pichler aufgestiegen. Und der frei gewordene Platz im Verwaltungsrat wird auf Vorschlag des Handels- und Dienstleistungsverbandes besetzt.

    Bei der MGM ist jetzt Thomas Knoll geschäftsführender Präsident als Ersatz für Thomas Aichner.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
    Clip to Evernote

    Kommentare (5)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • carlotta

      *kopfschüttel* dann wundern sie sich, dass die Leute angefressen sind. Sympathie für Autonomie werben. das wäre Aufgabe des Landehauptmannes und seines- bereits bestehenden – Stabes und nit extra no jemand anstellen , auch mit Team.. ja wo leben wir denn? immer mehr Probleme, die einfache Leute drkralens nit bis ans Monatsende und dann kommt ein ImageAutonomieSympathieIrgendjemand um 170.000 Euro plus plus plus
      Frechheit! ich habe bis heute null und nix gemerkt , was kompatscher für die Normalos getan hat.. NIX!!!

      • reinhold

        Über Kleinigkeiten wie diese 171.000 Euro im Jahr regen sich die Leute auf.
        Dabei hat die SVP und Kompatscher viele Skandale und Fehler zu verantworten, die uns Millionen und Milliarden kosten.
        Wir Südtiroler und Steuerzahler sollten uns darüber aufregen

        – unwirksame Abkommen mit dem Staat (2011-2014 über 3200 Millionen)
        – jährliche Abgaben an den Staat (800 Millionen pro Jahr bis 2018)
        – jährliche Abgaben an den Staat (476 Millionen pro Jahr ab 2018)
        – der SEL Skandal (Millionengrab)
        – der Flughafen (Millionengrab)
        – der SafetyPark (Millionengrab)
        – das Milliardengrab BBT (MILLIARDENgrab)
        – die Wasserstoffanlage und –Busse (Millionengrab)
        – die Müllverbrennungsanlage (Millionengrab)
        – der Thermen Hotel Skandal (Millionengrab)
        – die Air Alps Beteiligung & Subventionen (Millionengrab)
        – Stiftung Vital (Millionengrab und Vetternwirtschaft)
        – die vielen Protzbauten überall (Millionengrab)
        – der Technologiepark (Millionengrab)
        – der Stein-an-Stein Skandal (Millionengrab)
        – die unnützen Landesgesellschaften (BLS, TIS, usw.) (Millionengräber)
        – die defacto Schenkung von Wohnungen ans Militär (Millionengrab)
        – Steuergeldverschwendung Kulturhauptstadt 2019 (Millionengrab)
        – Schadensersatzzahlungen der Therme Meran (Millionengrab)
        – E.ma.con Pleite (Millionengrab)
        – sinkende Renten und Verlust von Rentengeldern (300 Millionen im Jahr)
        – die Konzessionsvergabe der Ahrstufen
        – der SE Hydropower Skandal
        – der Unwählbarkeit von Kandidaten Skandal
        – die Verbandelung mit allen Verbänden und Vereinen
        – der Wanzen-Affären Skandal
        – der Turbo-Staatsbürgerschaft-für-SVP-treue-Ausländer Skandal
        – der Toponomastik Skandal
        – der Mussolini Relief und Siegesdenkmal Skandal
        – die vielen Bürgermeister-Skandale
        – der Treuhandgesellschaften Skandal
        – der Sonderfonds Skandal
        – die ungerechtfertigten Privilegien und Dienstwagen
        – die unverschämten Politikergehälter und -Pensionen
        – die weitverbreitete Vetternwirtschaft
        – die Behinderung der Direkten Demokratie
        – der Kuhhandel bei der Parteienfinanzierung
        – der WOBI Skandal
        – der Kaufleute-Aktiv Skandal
        – der Ausverkauf der Heimat
        – der allgegenwärtige Postenschacher
        – der verbilligte Immobilien für Durnwalder Skandal
        – der Egartner Skandal
        – der skandalöse SMG Vertrag zugunsten Christoph Engl
        – der Wahlkampf von mit Steuergeldern finanzierten Verbänden und Vereinen
        – der Zarenbrunn-Deal (Russen Kuhhandel des EX LH)
        – unerlaubte Wahlwerbung am Wahltag
        – Politikerrenten Skandal (ausgedacht und abgestimmt von der SVP) und Rekurse
        – Unverschämte Vorschußzahlungen auf Pensionen (und Versuch damit die SVP Parteikasse zu sanieren)
        – Arbeitslosengeld für Pensionsmillionäre und Systemprofiteure (Laimer, Rainer, Munter,…)
        – 5 Millionen Euro Schulden der Partei
        – Finanzierung von Wahlwerbung für Marie Ida Måwe aus der SVP Parteikasse
        – gebrochenes Wahlversprechen Mindestpension
        – ESF Gelder Skandal
        – Rekurse der Ex-Mandatare und immer noch SVP Mitglieder
        – gebrochenes Versprechen GIS
        – gebrochenes Wahlversprechen kleine Krankenhäuser
        – Wählertäuschung Doppelte Staatsbürgerschaft
        – Versagen bei Sicherheit und Einwanderung
        – Wahllüge „Vollautonomie“
        – Brennercom Skandal
        – Stiftung Vital Skandal
        – Forellen-Skandal (Millionengrab)
        – weitere Steuergeldverschwendung Flughafen (auch nach Referendum)
        – Schließung Geburtenabteilungen (gebrochenes Wahlversprechen)
        – Manipulationen beim Autonomiekonvent
        – SAD Skandal (Millionengrab)
        – Zustimmung zur Verfassungsreform
        – uvm.

    • watschi

      wie kann man in zeiten wie diesen derart hohe gehälter für eigentlich nutzlose arbeit anbieten? aus eigener tasche wohl nicht, oder?

    • noando

      „Image Südtirol … Unsere Autonomie ist vor allem in Italien verstärkt Angriffen aus verschiedensten Richtungen ausgesetzt. … Man werde jetzt eine „Autonomie-Offensive“ starten.“

      Müssen wir uns tatsächlich rechtfertigen? Warum? Wegen TV-Shows, Plakataktionen, ita-populistischen Politikern? Ob sinnvoll und erfolgreich ist fraglich …

    • goggile

      sollte kompatscher wiedergewàhlt werden dann ist den suedtirolern wàhlern nicht mehr zu helfen. Pius Leitner wàre ein super kanditat fuer landeshauptmannposten

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Cookie Hinweis

    Nach oben scrollen