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    Senfters Visionen

    Foto: Drei Zinnen AG/Christian Tschurtschenthaler

    Foto: Drei Zinnen AG/Christian Tschurtschenthaler

    Zwei Jahre nach dem Bau der umstrittenen Verbindung Helm-Rotwand schreibt die Drei Zinnen AG bereits schwarze Zahlen. Jetzt stehen zwei weitere Großprojekte auf dem Programm.

    Am Firmensitz im neuen Servicezentrum Punka in Vierschach hielt die Drei Zinnen AG am Wochenende Rückschau auf das Geschäftsjahr 2016. Präsident Franz Senfter hatte die 420 Aktionäre geladen.

    Dass die Bilanz schon zwei Jahre nach Realisierung der Skischaukel Helm-Rotwand schwarze Zahlen schreibt, kam selbst für Optimisten überraschend. Ein mehr als erfreuliches Ergebnis, dem die Zahlen des vergangenen Rekordsommers noch das Sahnehäubchen aufsetzen, heißt es von der Gesellschaft.

    Doch der Reihe nach:

    Die Bilanz der Drei Zinnen AG weist einen Reingewinn nach Steuern von über einer halben Million Euro auf. Dies hatten selbst die Businesspläne der Gesellschaft nicht prognostiziert, erklärte Geschäftsführer Mark Winkler, als 2014 der Bau der Skiverbindung zwischen Helm und Rotwand realisiert wurde. Seither konnten die Umsätze um 50 Prozent gesteigert werden.

    Neben dem sehr guten Winterergebnis schlägt auch das Sommergeschäft positiv zu Buche. Vergleicht man die letzten drei Sommersaisonen, so haben die Erlöse um satte 56 Prozent zugenommen. Zum besonderen Publikumsmagnet entwickelte sich der neue Naturerlebnispark „Olperls Bergwelt“ am Helm.

    Den schneelosen Winter 2016/17 konnte die Gesellschaft mit einem Plus von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr abschließen, wobei Schneemangel und das fehlende Ostergeschäft zu den negativen Begleiterscheinungen zählten.

    „Nicht auszudenken was passiert wäre, wenn wir nicht zu den Top-Beschneiungsdestinationen der Alpen zählen würden“, gab Winkler in seinem Geschäftsbericht zu bedenken: „Die optimale Pistenbeschneiung ist ein Garant für alle im Tourismus Tätigen. Gerade heuer, wo die gesamten Alternativurlauber wie Langläufer, Winterwanderer und Skitourengeher ausblieben, hatten die Alpinskifahrer eine Katastrophe verhindert.“

    Franz Senfter Foto: Drei Zinnen AG/Christian Tschurtschenthaler

    Franz Senfter
    Foto: Drei Zinnen AG/Christian Tschurtschenthaler

    An der im November beschlossenen Kapitalaufstockung von 11,1 Millionen Euro haben sich 85 Prozent der Aktionäre beteiligt. Geschäftsführer Mark Winkler ist zuversichtlich, dass in der soeben angebrochenen Phase B der Kapitalaufstockung die Kapitalzeichnung von 100 Prozent erreicht wird.

    Was die Zukunftspläne der Gesellschaft angeht, so soll der eingeschlagene Entwicklungsprozess in den kommenden Jahren fortgesetzt werden. Erst vergangene Woche hatte sich der Gemeinderat von Sexten mit großer Mehrheit für die Genehmigung der Machbarkeitsstudie zu den geplanten ergänzenden Eingriffen für die Entwicklung der Skizone Sexten-Helm-Rotwandwiesen mit Umweltbericht ausgesprochen, die unter anderem die skitechnische Verbindung mit Sillian vorsieht.

    Auf dem Fünfjahresplan steht ebenso der Zusammenschluss mit den Aufstiegsanlagen der Skiarea Val Comelico im benachbarten Padola in der Provinz Belluno.

    Präsident Franz Senfter kündigte abschließend den Start in die Sommersaison an, die am 25. Mai mit der Öffnung der Bergbahnen zum Haunold und auf den Helm beginnt. Die Aufstiegsanlagen bleiben bis Mitte Oktober in Betrieb.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (2)

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    • george

      Was bei diesen Zahlen alles an Beiträgen aus unserem Steuersäckel dabei ist, ohne den die AG sicher immer noch rote Zahlen schreiben würde, das sagt Senfter nicht. Er müsste eigentlich einen lauten Dank an die einfache arbeitende einheimische Bevölkerung aussprechen, woraus der größte Betrag der Steuern an das Land und die Region bezahlt wird. Bis zu 70% und mehr der Investitionen stammen mittlerweile aus öffentlichen Beiträgen, die wir mit unseren Steuern berappen.

      • yannis

        Und Steuerzahler bemerken immer noch nicht dass sie die „Gehilfen der Großkopfteten“ selbst gewählt haben, man kann denen auch zutrauen dass sie es auch weiterhin tun werden.

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