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    „Mehr Steuergerechtigkeit“

    unionZum Tag der Arbeit fordert die BürgerUnion mehr Steuergerechtigkeit für Südtirols Arbeitnehmer und kleine Selbständige. Pro Kopf sind fast 11.000 Euro an Steuern im Jahr zu zahlen.

    „Südtirol zuerst – das muss in der Steuerpolitik und hinsichtlich der Verteilung der Steuermittel die Devise sein“, so Andreas Pöder, Josefa Brugger, Stefan Taber und Verena Garber von der Leitung der BürgerUnion. Sie fordern zum 1. Mai mehr Steuergerechtigkeit für Südtirols Arbeitnehmer und kleine Selbständige.

    „Die Steuerlast in Südtirol muss gerechter aufgeteilt werden. Die Arbeitnehmer und die kleinen Selbständigen tragen gemessen am Einkommen die höchste Steuerlast in der Gesellschaft“, so der Landtagsabgeordnete Andreas Pöder.

    Rund 9.000 Euro Steuern an Staat, Land und Gemeinden zahlt jede Südtirolerin und jeder Südtiroler pro Kopf im Jahr, ob Baby oder Greis. Rechnet man das auf die Steuerpflichtigen ohne die Minderjährigen bzw. zu Lasten lebenden Personen um, dann zahlt jeder Steuerpflichtige im Durchschnitt fast 11.000 Euro Steuern pro Kopf im Jahr.

    Über viereinhalb Milliarden Euro haben Südtirols Arbeitnehmer, Unternehmer und Selbständige, Rentner und Landwirte im Jahr 2015 dabei allein an Staat und Land an Steuern bezahlt, rund 4,1 Milliarden bleiben dabei dem Südtiroler Landeshaushalt, so die BürgerUnion. Mit eingerechnet seien hier die direkten Staatssteuern (wie Einkommensteuer), sowie die indirekten Steuern (z.B. Mehrwersteuer) und Akzisen (z.B. Benzinsondersteuern) und alle Landesabgaben (IRAP, Irpef-Zuschlag, Autosteuer etc.).

    Den absoluten Löwenanteil an direkten Steuern bezahlen dabei die Arbeitnehmer, die allein an Einkommensteuer rund 1,2 Milliarden Euro im Jahr bezahlen. Von den Unternehmen kommen im Jahr zwischen Einkommensteuer, Irap und Körpferschaftssteuer Ires fast 900 Millionen Euro. Rentner bezahlen rund 600 Millionen Euro Einkommensteuer.

    Von den landwirtschaftlichen Betrieben kommen rund 50 Millionen Euro Steuerabgaben im Jahr an Einkommensteuer und bislang Irap. Bei den Arbeitnehmern/Lohnabhängigen sind alle einkommensteuerpflichtig und über 60 Prozent bezahlen den Irpef-Zuschlag des Landes.

    Die BürgerUnion schreibt:

    „Bei den Selbständigen/Unternehmern (ohne Landwirtschaft) muss man berücksichtigen, dass manche mehrere Betriebe haben. Im Großen und Ganzen sind somit die meisten Einkommensteuerpflichtig, bei der Wertschöpfungssteuer Irap sieht man, dass drei Viertel der aktiven Betriebe die Irap im Lande bezahlen müssen.

    Bei den Landwirten: Gemessen an der Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe (laut Bauernbund rund 20.000) zahlen rund 40 Prozent also weniger als die Hälfte die Einkommensteuer, nur elf Prozent den Irpef-Zuschlag. Und gerade mal die Hälfte der landwirtschaftlichen Betriebe zahlten bisher die für Betriebe geltende Landessteuer Irap. Ires zahlen nur Körperschaften/Gesellschaften.

    Aber interessant: Die Steuerzahlungen der Landwirtschaft was Einkommensteuer, Irpef-Zuschlag und Irap angeht, belaufen sich auf 57 Millionen Euro, aus dem Landeshaushalt 2017 erhält die Land- und Forstwirtschaft 82 Millionen Euro. Natürlich zahlen Landwirte auch Mehrwertsteuer, aber Pauschalsummen, die hier in dieser Aufstellung nicht berücksichtigt sind.“

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    Kommentare (7)

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    • jennifer

      Das „ICH zuerst“ Schildchen fehlt noch.
      Wusste gar nicht dass die BürgerUnion solche Trump fans sind.
      Was den USA die „Amerika first“ parole bringt werden wir sehen.

    • watschi

      ja was denn jetzt zuerst? alles zugleich geht nicht

    • einereiner

      Bravo Pöder, du bist schon einen großen Schritt weiter als dein früherer Kollege Egger. Du weißt nämlich, dass die pauschalierten Bauern Mehrwertsteuer zahlen, so wie sonst KEIN Betrieb! Jetzt musst du nur noch rausfinden wieviel!
      Ich geb dir schon mal vorab einen kleinen Tip: es liegt in der gleichen Größenordnung wie die Einkommensteuer vergleichbarer Angestellter.
      Nächstes Thema: bei Urlaub auf dem Bauernhof wird den Bauern ein Gewinn von 25% des Umsatzes unterstellt und darauf müssen sie die normalen (wie jeder Angestellte) Steuern zahlen. Vergleich das mal mit den Hotels! Meinst du, du findest auch nur ein Hotel in Südtirol, das 25% Gewinn ausweist? Glaub ich nicht, eher liegen sie bei 5%. Und zahlen somit im Vergleich zu Urlaub auf dem Bauernhof nur ein Fünftel der Steuern!

    • einereiner

      @watschi
      bist du der vierte von links im Bild?

    • blb

      Personen, die Milionen ( Steuergelder ) kassieren, sprechen von Gerechtigkeit….

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