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Kompatschers Appell

Martha Stocker Arno KompatscherLH Kompatscher und LRin Stocker appellieren am 1. Mai an die Bereitschaft der Südtiroler, sich fortzubilden und die Chancen der Digitalisierung anzunehmen.

Im Jahr 2016 betrug die Arbeitslosigkeit in Südtirol durchschnittlich 3,7 Prozent. Dies ist der niedrigste Jahreswert seit 2011.

Insgesamt waren im Vorjahr 250.100 Personen erwerbstätig, also 5.500 mehr als 2015. „Damit haben wir in Südtirol wieder Vollbeschäftigung und das ist angesichts der schwierigen Situation auf dem Arbeitsmarkt zahlreicher europäischer Länder ein Privileg“, betont Landeshauptmann Arno Kompatscher. „Arbeit sichert das Einkommen, lässt an der Gesellschaft teilhaben und reduziert die Notwendigkeit von sozialer Unterstützung.“

Die Landesregierung hat in ihrem Koalitionsprogramm 2013-2018 die Arbeit erstmals seit langem wieder in den Mittelpunkt der Südtiroler Politik gerückt. „Es ist Aufgabe der Politik, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass bestehende Arbeitsplätze erhalten und neue geschaffen werden. Das tun wir – dies zeigen die aktuellen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt“, erklärt Kompatscher.

Zunehmende Beschäftigung und rückläufige Arbeitslosenzahlen sind aber nicht nur eine Frage der Rahmenbedingungen und der wirtschaftlichen Entwicklung, sondern auch eng mit den technischen Veränderungen verknüpft. Viele Branchen sind zunehmend von der digitalen Revolution beeinflusst. Die Beschäftigten benötigen eine immer bessere Qualifizierung, um komplexere, schwer automatisierbare Aufgaben zu übernehmen und um neue Technologien als Arbeitsmittel zu verwenden. „Um Vollbeschäftigung zu haben, ist es deshalb wichtig, dass jeder Einzelne sich fortlaufend weiterbildet und die eigenen digitalen Kompetenzen erweitert, auch wenn es mitunter mühsam ist“, sagt Landeshauptmann Arno Kompatscher.

Auch junge Leute auf Arbeitssuche brauchen digitale Kompetenzen
Den Aussagen des Landeshauptmanns stimmt auch Arbeits-Landesrätin Stocker zu und ergänzt, dass die Bereitschaft zu lernen gerade bei jungen Menschen besonders wichtig sei: „Wir haben derzeit eine Jugendarbeitslosenrate von 8,8 Prozent. Die Digitalisierung ist besonders für junge Menschen eine Chance, die mit den neuen Möglichkeiten in diesem Bereich bereits vertraut sind. Ich möchte jungen Menschen, die am Beginn ihres Arbeitslebens stehen oder vielleicht auf Arbeitssuche sind, unbedingt ans Herz legen, ihre digitalen Kompetenzen zu erweitern“, sagt die Landesrätin.

In den vergangenen Monaten habe es in Südtirol einen Beschäftigungszuwachs von drei Prozent gegeben, hebt Stocker hervor. Sie sei erfreut über diese positive Entwicklung: „Das macht Mut und zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Das EU-Ziel für 2020 gibt vor, dass die Beschäftigungsquote von derzeit 72,7 weiter auf 80 Prozent steigt.“

Neben der verstärkten Einbindung der Jugendlichen in den Arbeitsmarkt eröffnet eine stärkere Frauenbeschäftigung eine große Chance. Im Jahr 2016 hat die weibliche Erwerbsquote einen deutlichen Sprung von 3,6 Prozent nach vorn auf 66,4 Prozent gemacht, bei den Männern liegt sie bei 78,9 Prozent. Dieser nach wie vor noch deutliche Unterschied sei vor allem auf die ungleiche Verteilung der familiären Aufgaben zurückzuführen, so Stocker. Hier biete die Digitalisierung der Arbeitswelt auch eine Chance zur Förderung von flexiblen Arbeitsmodellen, die eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zulassen.

„Die 1.946 freien Stellenangebote, die im März bei der Landesabteilung Arbeit eingegangen sind, sollten allen Arbeitssuchenden Mut machen“, sagt Stocker. Wer auf Arbeitssuche ist, sei eingeladen, sich auf der erneuerten Jobbörse des Landes umzuschauen: www.jobs.bz.it.

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