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    Die Top-Verdiener

    imageIm Südtiroler Sanitätsbetrieb haben im Vorjahr 58 Personen mehr als 200.000 Euro verdient. Gegenüber 2015 sind die Einkommen stark angestiegen.

    von Heinrich Schwarz

    Neuer Rekord im Südtiroler Sanitätsbetrieb: 58 Führungskräfte – davon nur vier Frauen – haben im Jahr 2016 über 200.000 Euro brutto verdient. 2015 erreichten nur 39 Personen die 200.000-Euro-Marke.

    Die Gehälter sind zum Großteil deutlich gestiegen. Vier Primare liegen sogar über der gesetzlichen Obergrenze von 240.000 Euro.

    Der Sanitätsbetrieb-Pressechef Lukas Raffl erklärt auf Nachfrage: „Der Anstieg kann die unterschiedlichsten Gründe haben. Häufig ist die Ursache buchhalterischer Natur, da zwischen dem Kassaprinzip und dem Kompetenzprinzip unterschieden werden muss. Die Überschreitung von 240.000 Euro ist effektiv nicht möglich. Bei den betroffenen Personen handelt es sich vermutlich um Nachzahlungen.“

    Generaldirektor Thomas Schael kam in seinem ersten vollen Einsatzjahr auf ein Bruttoeinkommen von 225.941 Euro. Der eventuelle Aufschlag bei Erreichung bestimmter Ziele kommt laut dem Presseamt erst zu einem späteren Zeitpunkt hinzu. Die Bewertung sei ein längerer Prozess. Allerdings ist auch der Generaldirektor mit 240.000 Euro gedeckelt.

    Der neue Sanitätsdirektor Thomas Lanthaler verdiente 213.425 Euro. Er war im Vorjahr allerdings noch Primar für Anästhesie und Wiederbelebung in Innichen sowie ärztlicher Direktor und Sanitätskoordinator. Die seit diesem Jahr als Pflegedirektorin tätige Marianne Siller erhielt zuletzt als Beamtin 52.364 Euro brutto. Enrico Wegher tritt sein neues Amt als Verwaltungsdirektor mit Verspätung an. Der Bozner Bezirksdirektor Umberto Tait leitet es derzeit geschäftsführend.

    Die Gehälter für die Pflegedirektion und die Verwaltungsdirektion sind erst im Rahmen der Stellenausschreibung im Vorjahr um 40.000 Euro aufgestockt worden. Siller und Wegher würden damit über 180.000 Euro pro Jahr erhalten.

    Durch die kürzlich verabschiedete Gesundheitsreform wurden die Gehälter der Führungsspitze aber noch einmal genauer definiert bzw. erhöht: Sanitätsdirektor, Pflegedirektor und Verwaltungsdirektor dürfen laut dem neuen Gesetz nicht mehr als 90 Prozent der Grundentlohnung des Generaldirektors erhalten. Das wären 195.000 Euro. Erreichen die Chefitäten bestimmte Ziele, kommen noch einmal maximal 15 Prozent hinzu. Die effektiven Auswirkungen wird man in einem Jahr sehen.

    LESEN SIE IN DER SAMSTAG-AUSGABE DER TAGESZEITUNG:
    Die Liste der über 50 Primare mit mehr als 200.000 Euro Bruttoeinkommen

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    Kommentare (3)

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    • politikverdrossener

      Wer hott der tuat

    • andreas69

      Auf der Dauer kann das nicht gut gehen, wenn Direktoren 10 x mehr verdienen als normale Angestellte der Mittelklasse. Irgendwann wird sich diese Politik rächen. Mit „Schönmalerei“ kann sich niemand ein Schnitzel kaufen. Die Schere zwischen Reich und Arm wird immer größer. Den Menschen wird eingeredet , dass „Soziale Gerechtigkeit“ ein Slogan von vorgestern sei. Die Gewerkschaften sind allesamt angepasste Vereine, zerstritten, uneinig unter sich und kraftlos. Es fehlt in diesem Land in der Bevölkerung an sozialdemokratischer Gesinnung. Die SVP schaut nur auf sich und gibt sich als „Übermutti“. Das ist zwar für wenige fein, die Mehrheit hat aber nichts davon. Lassen wir uns nicht von irgend welchen Statistiken täuschen (Beschäftigungszahlen, Einkommenszahlen)!! Am Ende zählt was ich mir mit dem Gehalt kaufen kann. In einem Land wie Südtirol, wo eine Miete für 35 mq Wohnung 800 Euro kostet, sind solche Statistiken lächerlich. Am Ende werden wir eingespannt wie Esel, arbeiten wie die Hunde, und das bis 67. Dann noch 2 Jahre warten auf die Abfertigung. Und schließlich, sollten wir noch laufen können ein paar Jahre lächerliche Pension. Leute wacht auf!

    • huggy

      Da stellt sich mir die Frage für welche „Leistung“ bekommen Generaldirektor und Co.soviel Gehalt ?
      Gilt dort nicht das Prinzip : Geld für erbrachte Leistung ?

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