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    Der Slackline-Rekordversuch

    highline-aldein-nebelWeltrekordversuch am Kalterer See: Benjamin Kofler und weitere international bekannte Slackliner wollen am Wochenende einen Weltrekord auf der längsten Waterline aufstellen. 

    TAGESZEITUNG Online: Benjamin, am Wochenende wollen Sie mit einigen bekannten Slacklinern einen Weltrekord über die längste Waterline aufstellen. Nervös?

    Benjamin Kofler: Eigentlich nicht. Heute Nachmittag (Freitagnachmittag, Anm. d. R.) werden meine Kollegen anreisen und dann werden wir gemeinsam die Slackline über den See spannen, um am Samstag mit den ersten Tests beginnen zu können.

    Die Slackline soll einmal über den See gespannt werden, das sind knapp 850 Meter Länge. Wie stellen Sie das an?

    Wir haben auf beiden Seeseiten einen 50 Tonnen schweren Kranlastwagen aufgestellt, an dem wir die Slackline fixieren werden. Die Feuerwehren werden uns mit einem Boot helfen, das Seil von einer Seite auf die andere zu befördern, damit die Slackline gespannt werden kann.

    Benjamin Kofler

    Benjamin Kofler

    Die Slackline soll über den See gespannt werden, aber bei einer Länge von 850 Metern kann es vorkommen, dass die Slackline in der Mitte durchhängt…

    Genau das müssen wir vermeiden. Wir starten an den Seiten auf rund 30 bis 40 Metern Höhe, damit wir die Spannung am längsten halten können. Wir müssen die Spannung berechnen und mit einem Messgerät prüfen, ob die Spannung ausreicht um den See zu überqueren. Sollte dann der erste von uns einen Versuch unternehmen und ins Wasser absinken, müssen wir das Band eben noch weiter anziehen. Wir sind aber alle mit einem Klettergurt gesichert und wenn unsere Berechnungen stimmen, dürften wir bei einem Sturz kaum das Wasser berühren.

    Wie funktioniert der Contest genau? Gibt es einen Stichtag, an dem man den Weltrekord versuchen wird zu knacken?

    Nein, wir haben uns von Samstag bis Montagmittag Zeit für diesen Weltrekordversuch gegeben. Es kann sein, dass es niemand schafft,  es kann aber auch sein, dass wir es alle schaffen. Wir werden sehen, wie viele es schaffen, die Line zu bezwingen.

    Wie sieht es mit Ihren Chancen aus? Schaffen Sie die Line oder sind die Konkurrenten stärker?

    Meine Konkurrenten sind Vollprofis aus Deutschland und aus der Schweiz und daher sicher sehr gut vorbereitet. Sie Slacklinen Hauptberuflich und sind sicher fitte Burschen, aber ich werde es natürlich auch versuchen (lacht).

    Gibt es für den Sportler einen Unterschied zwischen einer Waterline und einer Highline, die zwischen Bergen oder Gebäuden gespannt wird?

    Ein Unterschied ist sicher die Länge, die bei einer Highline meist kürzer ist als jetzt bei diesem Versuch. Eine zusätzliche Herausforderung ist auch das Wasser, da dieses spiegelt und leichter Wind bereits die Wasseroberfläche bewegen kann und man damit leicht den Anhaltspunkt verliert.
    Was machen Sie persönlich am liebsten? Eine Waterline oder suchen Sie doch die schwindligen Höhen?
    Die schwindligen Höhen (lacht). Das ganze Drum-Herum ist einfach auch viel interessanter: Man muss erst passende Berggipfel finden, sich dann überlegen, wie man die Slackline spannt und kann dann erst selbst gehen.

    Wie haben Sie sich auf diesen Weltrekord vorbereitet?

    Ich habe in den letzten Wochen und Monaten viele Slacklines gemacht und habe versucht, so oft als möglich zu gehen. Damit habe ich mich versucht auch mental auf diese doch lange Strecke vorzubereiten. Das Schwierigste ist, dass man eine bis zwei Stunden konzentriert auf dieser Slackline bleiben muss.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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