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    Verschwundene Bäume

    flashSeit Jahresbeginn werden in Brixen umfangreiche Baumschlägerungen vorgenommen, Anrainer sind besorgt. Welche weiteren Bäume werden demnächst gefällt, welche werden ersetzt? Stadträtin Paula Bacher klärt auf.

    von Erna Egger

    Baumschlägerungen in den Städten sorgen meist für große Aufregung. Keine Ausnahme bildet Brixen. Auch dort wurde eine Serie von Rodungen von Anrainern mit Argusaugen beobachtet. Besorgte Bürger haben schließlich die Grüne Bürgerliste in Kenntnis gesetzt, dass sowohl im Don-Giuseppe-Franco-Park als auch auf dem Areal, das in Zukunft den Hundeauslaufplatz beherbergen soll, eine große Anzahl von Bäumen gefällt wurden.

    Die Gemeinderäte Elisabeth Thaler, Elda Letrari und Markus Frei haben mittels einer Anfrage um Aufklärung gebeten.

    Stadträtin Paula Bacher liefert in ihrer Antwort nun ein detailliertes Bild zum Programm des Stadtrates in Bezug auf den Umgang mit dem städtischen Baumbestand.

    Demnach wurden im zukünftigen Hundeauslaufplatz 15 italienische Pyramidenpappeln gefällt, im Don-Giuseppe-Franco-Park hingegen vier Rosskastanien, zwei Birken und eine Fichte. „Die italienischen Pyramidenpappeln waren in sehr schlechtem Zustand. Die Bäume ?waren sehr groß und die Umtriebszeit war erreicht. Es bestand große Gefahr, dass die Kronen auseinanderbrechen.

    Es fielen immer wieder große Äste auf die Straße und somit war die Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben. Im Schwesternpark wurden die vier Rosskastanien vom externen Baumexperten Valentin Lobis kontrolliert und für die Schlägerung empfohlen, da die Sicherheit nicht mehr gewährleistet war. Die zwei Douglasien waren schon zum größten Teil abgestorben, ebenso die Fichte und die Birke“, führt die Stadträtin aus.

    Die Baumpflegemaßnahmen wurden heuer alle durchgeführt, die Baumfällungen sind ?hingegen noch nicht abgeschlossen.

    Alle noch geplanten Fällungen betreffen Bäume, die entweder krank sind, oder eine ?große Gefahr für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer darstellen, erklärt die Stadträtin. In den Rappanlagen müssen daher noch zwei Bergahorne gefällt werden, die in den letzten Jahren ziemlich rückläufig waren; die beiden Ahorne sind vom Hallimaschpilz befallen. In der Trattengasse, Höhe Carabinieri-Station, wird ein Spitzahorn entfernt, da er – immer laut Auskunft der Stadträtin – ein Risiko für die Verkehrssicherheit darstellt.

    „Die vier Zürgelbäume in der Mozartallee brechen mit ihren Wurzeln die gesamte Asphaltdecke des Gehsteiges auf und heben die Randsteine empor. Zudem beträgt die lichte Breite des Gehsteiges, dort wo die Bäume stocken, zum Teil nur mehr 55 Zentimeter. Das heißt, dass sie eine Barriere für Rollstuhlfahrer und Kinderwägen darstellen. Der Spitzahorn in der Plosestraße, Höhe Brixner Hof, hat hingegen nicht mehr die nötige Standsicherheit, da der Baum am Stamm und entlang des Wurzelanlaufes große Schäden aufweist?“, führt Bacher aus.

    Sie verspricht jedoch: „Die gefällten Bäume werden immer durch neue ersetzt.“

    Die Gemeinderäte der Grünen Bürgerliste nehmen diese Auskunft zufrieden zur Kenntnis: „Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass sich die Gemeindeverwaltung dazu verpflichtet hat, die gefällten Bäume durch neue zu ersetzen“, so Frei, Letrari und Thaler.

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    Kommentare (4)

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    • george

      Hoffentlich werden die gefällten Bäume durch eine reiche Vielfalt ordentlich wachsender Bäume ersetzt und nicht durch Setzlinge, die dann wieder eingehen, wie es voreinigen Jahren mit den Kloneichen in der Battististraße passiert ist, wo man dreimal nachsetzen musste. Die Pflege und der Erhalt des Baumbestand in Brixen war schon immer in den letzten Jahrzehnten eine Schwachstelle der Brixner Stadtregierung.

    • rambo

      Die ganze Brixner Gemeinde ist ein Schwachpunkt. So eine unsaubere Gemeinde findet man in ganz Südtirol nicht.

    • flixoflex

      Lieber Rambo, auf der westlichen Seite unseres Landes gibt es eine Gemeinde, in der Bäume und die Umwelt insgesamt keine Lobby haben. Kritik wird keine geduldet.Diese Gemeinde setzt auf Kubatur und Sport, alles andere ist Nebensache.

    • finele

      Nichts gegen den verehrten Don Franco, er war ein sehr kluger, humorvoller und vielseitig begabter Priester, und er wäre wohl der erste gewesen, der gegen eine Änderung des alten Flurnamens „Schwesternau“ ganz energisch protestiert hätte.
      Für uns ist und bleibt es die Schwesternau, auch wenn auf dem Straßenschild „vormals“ steht. Das war wohl auch so eine Nacht- und Nebelaktion, bei der die deutschen Gemeinderäte wieder einmal in die Knie gegangen sind.
      Und – wie gesagt – es hieß immer Schwesternau und nicht Schwesternpark.

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