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    Magische Nacht

    Der FC Südtirol hat am Montagabend überraschend das Match im Tardini Stadion gegen Parma mit 1:0 gewinnen. Das goldene Tor erzielte Ettore Gliozzi. Der Klassenerhalt ist geschafft.

    Nach den Siegen gegen Lumezzane und Maceratese ist es das dritte positive Ergebnis in Folge für die Weißroten. Zwei Spieltage vor Meisterschaftsende schafft der FCS somit den Klassenerhalt in der Lega Pro.

    Im Enzo Tardini Stadion von Parma, in dem bis vor zwei Saisonen Serie A Mannschaften zu Gast waren, fand an diesem drittletzten Spieltag der laufenden Lega Pro Saison das “Monday Night” Spiel zwischen Parma und dem FCS statt.

    Der FC Südtirol kam nach zwei 1:0 Siegen in Folge, gegen Lumezzane und Maceratese, nach Parma.

    In den letzten fünf Partien erkämpften sich Cia & Co. drei Siege. Zwei davon stammen von den Auswärtsspielen in Ancona und Lumezzane.
    Dank der sechs Punkte in den letzten drei Partien rückte der Klassenerhalt für die Weißroten immer näher.

    Parma musste hingegen zuletzt zwei Dämpfer in Folge, zu Hause gegen Ancona und in der Ferne gegen Bassano, einstecken.
    Nach Pordenone (65) und Venezia (55) hat Parma mit 54 erzielten Toren in 35 Spielen den drittbesten Angriff der Liga.

    Der Fußballcoach der Weißroten entschied sich für einen Wechsel des Spielsystems, stellte hinten vier Verteidiger auf den Platz, mit Riccardi und Di Nunzio in der Mitte und Tait und Bassoli auf den Außenseiten. Im Mittelfeld rückte Broh zurück in die Startelf, das Angriffstrio bildeten indes Cia, Gliozzi und Tulli.

    Der Spielverlauf.

    Das Spitzenspiel im Tardini Stadion von Parma begann mit dem Anstoß der Hausherren. Der FCS, welcher mit dem komplett schwarzen Auswärtstrikot auflief, startete ohne Hemmungen ins Match gegen die zweite Kraft der Meisterschaft.

    gliozzi-svetta-nellarea-di-rigore-della-sambNach nur 4 Minuten gab es die erste große Gelegenheit für die Südtiroler. Gliozzi konnte zentral mit einem Tunnel an einem Gegner vorbeikommen und öffnete dann auf rechts auf Cia. Dieser sah den freien Furlan und verlängerte den Ball auf ihn. Der Mittelfeldspieler der Weißroten überlegte klug, bemerkte den zentralen Vorstoß von Tulli und spielte ihn an. Sein Schuss von der Strafraumgrenze aus wurde von Tormann Frattali mit den Fingerspitzen in die Ecke gelenkt.

    Den darauffolgenden Eckball setzte Cia in Richtung langen Pfosten ab, wo Furlan komplett von der gegnerischen Defensive allein gelassen wurde. Seine Hereingabe wurde in der Mitte des Strafraums von Tait mit dem Kopf über die Querlatte befördert.

    Die Weißroten standen in dieser ersten Phase exzellent auf dem Platz, zeigten einen sehr dynamischen Fußball und hatten in der 13. Minute schon ihre dritte Torchance der Partie. Dieses Mal war es Tulli, welcher auf dem linken Flügel mit einem tollen Dribbling seinem Gegner vorbei kam und dann Gliozzi in der Mitte des Sechzehners anspielte. Dieser versuchte es mit dem rechten Außenrist jagte das Leder jedoch beachtlich über den Kasten.

    In der 17. Minute versuchte es Furlan mit einem waghalsigen Weitschuss aus 30 Metern Entfernung der sein Ziel nicht weit verfehlte.

    Ettore Gliozzi

    Ettore Gliozzi

    Der FCS war der alleinige Herr auf dem Feld und beherrschte gegen den starken Traditionsverein aus Parma das komplette Spielgeschehen. Die Hausherren wurden bisher nie gefährlich, mit Marcone der bisher keine einzige Parade ausüben musste.
    Kurz vor Pausenpfiff, in der 39. Minute, hatte Parma seine erste Chance im Spiel. Scozzarellas Ecke landete auf der Höhe des langen Pfostens auf Nocciolini, der den Ball mit einem tollen Fallrückzieher übers Tor ballerte.

    Nach zwei Minuten Nachspielzeit schickte der Unparteiische beide Mannschaften zum 0:0 Pausenstand zurück in die Kabinen.
    Die zweite Spielzeit startete mit dem FCS in Ballbesitz. Parma konnte zwar schnell den Ballbesitz an sich reißen, schaffte es in diesen ersten Spielminuten jedoch nicht gefährlich zu werden.

    In der 12. Minute bescherte Bertoni seinen Mannschaftskammeraden einen großen Schrecken in dem er einen Eckball von Scozzarella mit dem Kopf fast ins eigene Tor lenkte.

    Fünf Minuten später wurde Parma nochmals brandgefährlich. Calaió spielte Nocciolini frei, der im Strafraum der Südtiroler zwar zum Schuss kam, den Ball aber in die Hände von Marcone knallte.

    Der FCS verwaltete mit Geschicklichkeit den Ballbesitz, riskierte hinten nichts mehr und schaffte es das Match in der 91. Minute mit dem Treffer von Gliozzi für sich zu entscheiden. Der Angreifer verwaltete einen tollen Ball im Strafraum und keilte ihn dann mit einem tollen Schuss ins Netz.

    Für den Stürmer der Weißroten war es das 13. Tor in der laufenden Meisterschaft. Der FC Südtirol hat somit den Klassenerhalt in der Lega Pro geschafft!

    PARMA – FC SÜDTIROL 0:1 (0:0)
    Parma (4-3-3): Frattali; Iacoponi, Di Cesare, Lucarelli, Scaglia; Giorgino (17. Simonetti), Scozzarella (87. Corapi), Munari; Nocciolini (72. Nunzella), Calaiò, Baraye
    Ersatzbank: Zommers, Fall, Mazzocchi, Sinigaglia, Ricci, Coly, Messina, Edera
    Trainer Roberto D’Aversa
    FC Südtirol (4-3-3): Marcone; Tait, Riccardi, Di Nunzio, Bassoli; Furlan (87. Rantier), Bertoni (58. Obodo), Broh; Cia, Gliozzi, Tulli (89. Lupoli)
    Ersatzbank Fortunato, Baldan, Brugger, Lomolino, Packer, Torregrossa, Spagnoli, Montaperto
    Trainer: Alberto Colombo
    Schiedsrichter: Riccardo Annaloro aus Collegno
    Anmerkungen: 10.660 Zuschauer
    Tore: 0:1 (91. Gliozzi)
    Gelbe Karten: Giorgino (P), Bertoni (FCS), Nocciolini (P), Gliozzi (FCS)

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (4)

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    • prof

      Ende gut alles gut,letztendlich war die Sperre von 2 Spieltagen für Trainer Colombo ein Glücksfall,weil Piazzi das Spielsystem umgestellt hat und gestern gegen Parma auch Colombo umgestellt hat.
      Als langjähriger FCS Zuschauer,(öfters auch als Kritiker) bin jedefalls froh,daß der FCS weiterhin in der Lega Pro mitspielt.

    • kleinlaut

      Jetzt seid ihr schon mit dem Klassenerhalt zufrieden! Wollte das Großmaul Baumgartner den Verein nicht in die Serie B bringen?

    • prof

      @kleinlaut
      Bevor das Drusus-Stadion nicht Serie B tauglich ist ,ist ein Aufstieg nutzlos,deßhalb bin ich jedenfalls zufrieden.

      • markp.

        Und ein Serie B taugliches Stadion ist dann eine Garantie, daß der FCS ständig oben mitspielt?
        Was ist, wenn der FCS sang- und klanglos wieder in niedere Gefilden verschwindet, wie es vielen Vereinen in Italien geht?
        Das eine (Stadionumbau) zu fordern, damit man das andere erreicht (Serie B) ist irgendwie nonsense.
        Wirtschaftlich gesehen ohne Steuergeld in ein Fass ohne Boden zu werfen, ist es das Beste, man saniert beim Drususstadion was nötig ist (sanitäre Anlagen, Platz) und ist mit der aktuellen Liga zufrieden. Alles andere ist Harakiri. Ausser es findet sich ein privater Investor, der dies tätigen will.

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