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    Pestizide & Gebetsfahnen

    vinschgauIm Kampf gegen die Pestizide ruft das Malser Promotorenkomitee nun auch die Schutzheiligen an. Tausende von Gebetsfahnen werden am Samstag einer Abordnung des Umweltinstituts München entgegenwehen.

    von Karin Gamper

    Sie wehen seit Freitag von Türmen, Dächern und Bäumen und haben vor allem einen Zweck: die Delegation des Umweltinstituts München willkommen zu heißen, die sich für den morgigen Sonntag angekündigt hat.

    Tausende von Gebetsfahnen (hoffentlich biologisch abbaubarer Art) haben die Initiatoren für ein pestizidfreies Mals für die „Freunde aus München“ bislang angebracht. Letztere haben Anfang März eine beispiellose Solidaritätskampagne für die „Malser Rebellen“ losgetreten, der sich bisher 21.000 Menschen angeschlossen haben (wir berichteten).

    Als „sichtbares Zeichen der Solidarität und Dankbarkeit“ flattern deshalb seit gestern rund um Mals zahlreiche Fahnengirlanden im Wind. Darauf stehen die Namen von Heiligen und Seligen, die die Initiatoren um den besonderen Schutz für Natur, für Umwelt und für Mals bitten.

    Die Namensvorschläge stammen von berufener Stelle: dem Malser Dekan Stefan Hainz, vom Abt von Marienberg, Markus Spanier, und von Don Paolo Renner. Unter den Namen finden sich beispielsweise die Heiligen Maria und Josef, Petrus und Paulus, Andreas und Notburga oder auch die Seligen Heinrich von Bozen und Josef Mayr-Nusser.

    Die Abordnung aus München wird am Sonntag um 11.30 Uhr eintreffen und anschließend im Dorfanger bei einem Mittagessen offiziell empfangen. Anschließend steht ein gemeinsamer Nachmittagsspaziergang auf dem Programm. Treffpunkt ist um 14.30 Uhr die „Steinerne Brücke“ zwischen Mals und Planeil, und zwar an der Stelle, wo der Malser Oberwaal eingekehrt wird. Gewandert wird über die Malser Haide nach Burgeis, Schleis und Mals.

    Die Teilnehmer – egal ob religiös oder nicht – werden vom Promotorenkomitee aufgefordert, am Sonntag ihre Namen auf leere Gebetsfahnen zu schreiben, so dass der Vinschger Wind die Bitten und Umwelt-Anliegen verbreiten kann.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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