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    „ … dann kriegen wir Probleme“

    trinkwasserFür Landesrat Arnold Schuler ist die Situation in Bezug auf das Trinkwasser ernst, aber nicht dramatisch.

    TAGESZEITUNG: Herr Landesrat, es zirkulieren Horrormeldungen über den Grundwasserspiegel, der stark gesunken sei wegen der langen Trockenperiode und wegen der Frostschutzberegnung. Teils ist von Absenkungen um zehn Meter die Rede. Was ist Sache?

    Arnold Schuler: Erstens kann man nicht grundsätzlich mit Meter-Angaben operieren, denn die Situationen sind unterschiedlich. In einem trockenen Jahr, wie wir es heuer haben, ist effektiv damit zu rechnen, dass der Grundwasserspiegel niedriger ist, als in einem normalen Jahr.

    Durch die Frostschutzberegnung wird die Situation noch schlimmer?

    So kann man es nicht sagen, denn nach der Wasserentnahme für die Frostschutzberegnung erholt sich der Grundwasserspiegel nach einigen Stunden wieder. Wie schnell das geht, das hängt – wenn man den unteren Vinschgau hernimmt – auch stark vom Wasserspiegel der Etsch ab. Und das hängt von den Bodenschichten ab.

    Die Situation in Sachen Grundwasser ist also nicht dramatisch?

    Es gibt unterschiedliche Situationen im Land, aber ich habe bis heute noch keine Rückmeldung, in der von einer dramatischen Situation die Rede wäre.

    Dennoch besteht die Gefahr einer Trinkwasserknappheit in Südtirol?

    Wir haben heuer noch ein zusätzliches Problem: Wir haben keinen Schnee in der Höhe …

    … was die Situation verschlimmert?

    Ja. Wir hatten lange keinen Regen. Und uns fehlt heuer der Schnee. Es ist jetzt zu hoffen, dass ein Genua-Tief kommt und die Situation sich erholt und beruhigt. Die Alten haben immer gesagt: Der Berg speichert Wasser für sieben Jahre. Hoffen wir, dass das stimmt.

    Es könnte also doch zu Problemen mit der Trinkwasserversorgung kommen?

    Auswirkungen hat die derzeitige Situation sicher! Die Trockenperiode und der fehlende Schnee tut weder der Landwirtschaft noch der Trinkwasserversorgung gut …

    Und wenn es weiter trocken bleiben sollte …

    Wenn es so weitergeht, dann werden wir ordentliche Probleme bekommen. Allerdings kann sich die Situation auch wieder schnell ändern, wenn es ergiebige Niederschläge gibt.

    Interview: Artur Oberhofer

     

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    Kommentare (4)

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    • meintag

      Wasser für die Frostschutzberegnung verwenden ist eine Sache aber Kronenberegnungen, welche vor Jahzehnten projektiert und gebaut wurden, weiterhin Ohne wenn und aber zu nutzen ist schon grob fahrlässig. Es hiess immer zuerst der Mensch und dann die Wirtschaft. Davon sind wir bezüglich Wassernnahme weit entfernt.

    • franz

      Der Bauer “Schuler“ aus dem Vinschgau der den Geminden
      ( auf “rai radio südtirol“ 21.04.2017 -12:30 ) mit finanziellen Kürzungen droht , falls sie sich nicht bereiterklären bei der Aufnahme von unkontrollierten illegalen Zuwanderer zu beteiligen.
      Schuler meint wohl zuerst Wasser für die Einwanderer.und dann….

    • franz

      35 Asylbewerber sollen während des Winters in der Laimburg untergebracht werden. Dies haben Landesrätin Stocker, LR Schuler und die Gutsverwaltung vereinbart.
      „Es besteht zudem die Aussicht, dass eine bestimmte Zahl engagierter und geeigneter Asylbewerber auch über diese Unterbringung hinaus in der Laimburg arbeiten kann“, erklärte Landwirtschaftslandesrat Arnold Schuler. http://www.tageszeitung.it/2016/11/30/fluechtlinge-in-der-laimburg/
      Gutmenschen wie der Bauer aus den Vinschgau LR-Arnold Schuler. der mit solchen Aktionen zu Lohndumping und Arbeitslosigkeit bei einheimischen Arbeitern führt welche in der Landwirtschaft sprich Laimburg beschäftigt waren, sowie der Hinterwäldler Berger aus St. Pankratz der heute in der Printausgabe der Südtiroler Tageszeitung in seinen Lesebrief heftigst Zimmerhofer bzw. die Opposition kritisiert, sollten sich auf ihren Hof auf ihren Kosten ein paar hundert “Wirtschaftsflüchtlinge “ aufnehmen und beschäftigen.
      Anstatt die Bürger aufzufordern auf deren Kosten ( Kosten des Steuerzahlers ( 35 € / Kopf und Tag ) die illegale unkontrollierte Zuwanderung zu fördern und zu fordern.

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