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    „Ein Desaster“

    12-obdachlose2Die Bozner Grünen kritisieren die Entscheidung, die sogenannten Winterquartiere in Bozen ersatzlos zu schließen.

    Die Bozner Grünen üben harsche Kritik am Regierungskommissariat und am Land. Die Entscheidung, die sogenannten Winterquartiere in Bozen ersatzlos zu schließen, entpuppe sich „als Desaster“.

    Das Kalkül, dass jene Personen, die auf die Straße gesetzt wurden, freiwillig und von alleine “verschwinden” würden, habe sich als Fehlschlag herausgestellt. „Diese Fehleinschätzung produziert nun aber genau das, was man eigentlich verhindern wollte: einen wirklichen Notstand. Diesmal ist er jedoch selbst produziert“, so die Grünen.

    In einer Aussendung heißt es außerdem:

    „Dutzende von Frauen, Männern und Kindern sind seit nunmehr 14 Tagen gezwungen, in den öffentlichen Parkanlagen, auf den Straßen der Stadt zu biwakieren, ohne ein Dach über dem Kopf, ohne Essen und ohne jegliche sanitäre Einrichtung. Auf diese Weise lösen sie ungewollt einen sanitären bzw. hygienischen Notstand in der Stadt aus, ihre Aufenthaltsplätze werden geräumt, wie dies in den letzten Tagen am Verdiplatz mehrmals geschehen ist.

    Dies ist eine unwürdige und unhaltbare Situation für unsere Stadt!

    Die Ankunft und der Aufenthalt von Minderjährigen ohne Begleitung, Frauen und Männern gehört in einer Grenzstadt wie Bozen zum Alltag. Es handelt sich keineswegs um einen unerwarteten Notfall, sondern um Situationen, die durch ein organisiertes und strukturiertes Aufnahmesystem wie jenes des Sprar gut aufzufangen ist.“

    Die Bozner Grünen fordern deshalb von den zuständigen Verantwortlichen und Ämtern des Landes, des Staates und der Gemeinde mit Nachdruck:

    • die sofortige Aufstellung von sanitären Einrichtungen – zur Not auch von chemischen WCs -, die 24 Stunden auf 24 zugänglich sind, um den hygienisch-sanitäre Notstand, der sich allmählich in der Stadt bildet, so rasch wie möglich einzudämmen
    • die sofortige Einrichtung eines niederschwelligen Aufnahmezentrums, um den unmittelbaren und primären Nöten der Menschen, die sich auf der Straße befinden, den Bedürfnissen von temporären Flüchtlinge und jener Personen, die auf eine Aufnahme in einschlägige Zentren warten, rasch zu begegnen
    • die Freiwilligen, die sich nunmehr seit Monaten um diese Menschen kümmern, aktiv in die Organisation der Aufnahme einzubinden, ihre Arbeit wertzuschätzen, sie zeitnah über wichtige Entscheidungen in Kenntnis zu setzen und einen Arbeitstisch mit allen AkteurInnen einzurichten
    • auf allen Ebenen eine Politik der Gewissheit, der politischen Sicherheit und der Rechtssicherheit zu verfolgen. Nur auf diese Weise wird es der einheimischen Bevölkerung ermöglicht, diesem vorhersehbaren und handelbaren Migrationsfluss entspannt und selbstsicher zu begegnen.
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    Kommentare (4)

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    • issy

      Wann versteht ihr superintelligenten Grünen endlich, dass Hilfsbereitschaft gegenüber illegal eingereiste Menschen per se ein Dilemma ist:
      Hilft man zu viel, führt das dazu, dass immer mehr aus anderen Provinzen kommen, wo nicht so geholfen wird was wiederum dazu führt, dass man nicht mehr allen angemessen helfen kann.
      Ich verstehe sowieso nicht, wieso ihr euch dermassen auch für Menschen einsetzt, die den echten politisch verfolgten Flüchtlingen Ressourcen wegnehmen, indem sie illegal einreisen, obwohl sie eben nicht vor Krieg oder politischen Verfolgung geflüchtet sind, sondern einfach ein besseres Leben haben wollen.

      Diese Undifferenziertheit ist das Letzte!

    • franz

      Das Desaster ist das Ergebnis von 5 Jahren links-grüner Regierung PD – Celta Civica unterstützt von SVP und Grüne .
      “Dies ist eine unwürdige und unhaltbare Situation für unsere Stadt![…]
      In der Tat-
      Anstatt mit Nachdruck die sofortige Aufstellung von sanitären Einrichtungen – zur Not auch von chemischen WCs – zu fordern.
      Sollte der Staat die Gemeinde die Gesetze anwenden die für Clandestini vorgesehen sind.
      Nämlich Personen deren Asylantrag definitiv abgewiesen wurde, in ihre Herkunftsland zurückzuschicken:
      “ La legge è uguale per tutti, anche nell’era dell’emergenza immigrazione. Chi non rispetta un decreto di espulsione commette un reato“ [….]
      “2016 – Da gennaio a oggi sono arrivate sulle nostre coste dal Mediterraneo 178.802 persone, di cui 24.929 minori non accompagnati. Stando alle statistiche, solo il 4% ha i requisiti per ottenere lo status di rifugiato: chi non ottiene altre forme di protezione, né umanitaria né sussidiaria, è considerato un migrante economico e viene inserito nella lista dei rimpatri. [….]
      http://www.riscattonazionale.it/2016/12/17/la-clandestinita-reato-italia-la-cassazione-attacca-tribunali-buonisti-rispettate-la-legge/
      Des weiteren wurden den Sheriffs ( Bürgermeister ) gemäß Dekret von Innenminister Miniti die Möglichkeit gegeben für das Ansehen der Stadt zu sorgen . ( z. B „Daspo urbano, “ )
      http://www.today.it/politica/sicurezza-daspo-urbano.html
      Bezüglich Halteverbot hat sich Bürgermeister Caramaschi auch weit aus dem Fenster gelehnt mit widerrechtlichen Verordnungen
      Wo bleiben die Verordnungen von Sheriff Caramasci -Bozen und Rösch -Meran- mit Schuhputzaktion wie von Sheriff – Bürgermeister Rösch ist niemand geholfen.
      http://www.tageszeitung.it/2017/02/19/alle-menschen-sind-gleich-2/

    • einereiner

      In Afrika ist es warm, bringt sie alle dorthin zurück.

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