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    „Immer auf die Schwächsten“

    Tony Tschenett

    Tony Tschenett

    Der ASGB kritisiert den Übergang der Zuständigkeiten für die Anvertrauensabkommen beeinträchtigter Menschen von der Abteilung Arbeit an die Bezirksgemeinschaften.

    Der Vorsitzende des Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbundes (ASGB), Tony Tschenett, bezeichnet den Übergang der Zuständigkeiten für die Anvertrauensabkommen beeinträchtigter Menschen von der Abteilung Arbeit an die Bezirksgemeinschaften und die damit geplante Anpassung der Entlohnung an die, der geschützten Werkstätten als Skandal und eines solidarisch, sozialen Landes wie Südtirol unwürdig.

    „Wenn wir nicht mehr imstande sind, die schwächsten Glieder unserer Gesellschaft zu schützen und zu fördern, ihnen sogar das Einkommen kürzen, dann bewegen wir uns wortwörtlich auf gesellschaftliche Abgründe zu. Es gibt das Sprichwort: Die Stärke einer Gesellschaft zeigt sich in ihrem Umgang mit den Schwachen. Dieses Sprichwort sollten sich die Verantwortlichen dieser Maßnahme vor Augen führen. Als Vorsitzender des ASGB werde ich mich im Rahmen meiner Möglichkeiten mit aller Vehemenz gegen jegliche Kürzungen wehren.“, schreibt Tschenett in einer Aussendung.

    „Wer im Hinblick solcher Pläne schweigt, macht sich genauso schuldig wie jene, die den Plan zur Kürzung der Entlohnung von Menschen mit Beeinträchtigungen geschmiedet haben. Ich kann den Planern dieser Maßnahme nur nahelegen, die Kürzung der Entlohnung zu überdenken und sich in die Lage der zukünftig Betroffenen zu versetzen.“, schließt Tschenett.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (2)

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    • owl

      Gebe zu, dass mir die Details dieser (Neu-)Regelung nicht bekannt sind.
      Aber aus welchem Grund werden hier Einkommen gekürzt?

      Damit genug Geld übrig bleibt um anderenorts die meist eh schon fetten Gehälter nochmals überproportional aufzustocken?

      Allerdings vermisse ich die Solidarität auch innerhalb der Arbeitnehmerschaft. Es gibt z.B. genug höhere Beamte, die für eine 38-Stunden-Woche und für das was sie leisten, unverhältnismäßig viel verdienen. Die eigentliche Drecksarbeit leisten oft (von Ausnahmen abgesehen) Beamte unterer Besoldungsstufen.

      Hier müssen auch die Gewerkschaften anfangen umzudenken und Mäßigung bei „Spitzenbeamten“ zugunsten z.B. von beeinträchtigten Arbeitnehmern einfordern.

    • meintag

      Kenne Personen die bei ihrer Wieder Integration in die Arbeitswelt von den Angestellten(wohlgemerkt Öffentliche) drangsaliert werden obwohl ihre Entlohnung unter jeder Sau ausfällt.

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