Du befindest dich hier: Home » Gesellschaft » Drogiertes Land

    Drogiertes Land

    Drogenfund (Symbolbild)

    Drogenfund (Symbolbild)

    Im vergangenen Jahr mussten 304 Personen in Südtirol einen Krankenhausaufenthalt aufgrund des Drogenkonsums in Anspruch nehmen. Im Jahr 2014 lag die Zahl bei 250.

    Walther Blaas ist überzeugt: Südtirol habe ein massives Drogenproblem und umso wichtiger ist die Bekämpfung des Phänomens.

    Im vergangenen Jahr verzeichnete der Gesundheitsbetrieb eine „rasant ansteigende“ Anzahl von Patienten, die aufgrund des Drogenkonsums behandelt werden mussten. Der Freiheitliche Landesparteiobmann Walter Blaas erkundigte sich zur Situation im Land.

    „Im vergangenen Jahr mussten 304 Personen einen Krankenhausaufenthalt aufgrund des Drogenkonsums in Anspruch nehmen. Im Jahr 2014 lag die Zahl noch bei 250 Personen. Insgesamt 166 Personen mussten im abgelaufenen Jahr 2016 in der Ersten-Hilfe aufgrund der Drogeneinnahme behandelt werden“, hält der Freiheitliche Landesparteiobmann in einer Aussendung einleitend fest und verweist auf die Antwort auf seine Anfrage.

    „67 Personen mussten im Jahr 2016 mehr als einen Krankenhausaufenthalt absolvieren aufgrund des Drogenkonsums. In 47 Fällen wurde mehr als eine Diagnose im Zusammenhang mit der Einnahme von illegalen Substanzen erstellt“, entnimmt Blaas aus den vorliegenden Unterlagen.

    „Neben Cannabis und Kokain wird in Südtirol ein regelrechter Drogencocktail aus Morphin, Barbiturate und weiteren nicht näher genannten Substanzen eingenommen“, erörtert der Freiheitliche Landtagsabgeordnete.

    „Der Drogensumpf erzeugt neben den gesundheitlichen Schäden vor allem hohe Kosten und Folgekosten“, erklärt Blaas. „Die Krankenhausaufenthalte schlugen im Jahr 2014 mit etwa 1,2 Millionen Euro zu Buche, während sie im Jahr 2016 bereits auf etwa 1,5 Millionen Euro angewachsen sind. Zudem entfallen 20.597,65 Euro auf die genossenen Dienste der Ersten-Hilfe“, hält der Freiheitliche Landtagsabgeordnete fest.

    „Fast täglich wird über Drogendelikte berichtet und auch die Sicherheitskräfte konnten etliche Drogendealer ausheben. Bei den Drogendealern handelt es sich meist um Ausländer, Illegale oder Asylwerber. Besonders die Nafri-Szene scheint beim Verbreiten und dem Handel von Drogen besonders umtriebig zu sein. Eine harte Bestrafung all jener, die Drogen verkaufen und weiterverbreiten, ist mehr als angemessen“, hält Walter Blaas abschließend fest und warnt vor einer weiteren Zuspitzung des Drogenproblems in Südtirol.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
    Clip to Evernote

    Kommentare (6)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • sog

      Die Spitzfindigkeit von unseren Politkern ist herrlich…

      Walter Blaas schreit aus vollem Halse dass Südtirol ein Drogenproblem hat und sich die Situation immer mehr zuspitzt.

      Sicherlich ein Anstieg von 21 % ist sicherlich „oberflächlich“ gesehen ein gewaltiger Sprung nach oben. Aber kontrolliert man qualitativ die Daten, dann muss man schon behaupten, dass eigentlich Südtirol fast kein Problem mit Drogen hat. Denn wenn wir berechnen dass Südtirol in der Summe fast 550.000 Einwohner hat und laut der Erhebung ganze 304 Personen pro 100.000 Einwohner einen Krankenhausaufenthalt hatten, dann ist das für mich keine große Nummer denn es betrifft ca. 0,003% der Bevölkerung.

      Die vorher zitierten Krankenhausspesen von ca. 1,5 Mio € im Jahre 2016 ist sicherlich oberflächlich gesehen eine horrende Summe. Doch vergleichen wir diese Situation mit dem Alkohol…

      Laut Datenerhebungsstelle der Provinz (http://www.provinz.bz.it/eb/gesundheitsbericht/alkohol-drogenmissbrauch.asp) sind im Jahre 2015 insgesamt 6.677 oder 1.214 Personen pro 100.000 Einwohner wegen Alkoholmissbrauch in die Erste Hilfe eingeliefert worden, das sind ca. 0,012% von der Bevölkerung Südtirols. Das bedeutet, dass die Alkoholiker um 400% mehr Krankenhausspesen generiert haben als der Drogenabhängige. Immer die gleiche Statistik von der Provinz behauptet weiter dass insgesamt ca. 39,7% der Bevölkerung zwischen 15-59 Jahren Alkohol konsumieren. Dies wären ca. 166.740 Personen die Alkohol konsumieren.

      Und wir wissen alle das auch bereits kleine Quantitäten von Alkohol unseren Körper schädigen.

      Deshalb hier jetzt meine Fragen an den Herrn Walter Blaas.

      Haben Sie sich vielleicht bei der Thematik vergriffen?

      Wollten Sie eher sagen Südtirol hat ein Alkoholproblem, dass sofort angegangen werden soll?

      Haben Sie sich mal informiert wie viele Steuergelder durch den Konsum von Alkohol verschwendet werden?

      Ich bin der Meinung dass Personen die eine Abhängigkeit haben, geholfen werden muss. Aber jetzt zu behaupten dass Südtirol ein Drogenland ist und hier alle nur mehr HIGH sind, ist lächerlich.

      Herr Blaas, es wäre sehr angebracht, bevor sie Angst verbreiten, kurz mal die Situation richtig zu betrachten und die Zahlen richtig zu interpretieren und nicht nur oberflächlich.

      Südtirol hat kein Drogenproblem. Südtirol hat ein Problem mit Personen die sich zur Ihren Gunsten die Zahlen zurechtlegen und dann Angst verbreiten um Wählerstimmen zu sammeln.

    • sog

      Die Spitzfindigkeit von unseren Politkern ist herrlich…

      Walter Blaas schreit aus vollem Halse dass Südtirol ein Drogenproblem hat und sich die Situation immer mehr zuspitzt.

      Sicherlich ein Anstieg von 21 % ist sicherlich „oberflächlich“ gesehen ein gewaltiger Sprung nach oben. Aber kontrolliert man qualitativ die Daten, dann muss man schon behaupten, dass eigentlich Südtirol fast kein Problem mit Drogen hat. Denn wenn wir berechnen dass Südtirol in der Summe fast 550.000 Einwohner hat und laut der Erhebung ganze 304 Personen pro 100.000 Einwohner einen Krankenhausaufenthalt hatten, dann ist das für mich keine große Nummer denn es betrifft ca. 0,30% der Bevölkerung.

      Die vorher zitierten Krankenhausspesen von ca. 1,5 Mio € im Jahre 2016 ist sicherlich oberflächlich gesehen eine horrende Summe. Doch vergleichen wir diese Situation mit dem Alkohol…

      Laut Datenerhebungsstelle der Provinz (http://www.provinz.bz.it/eb/gesundheitsbericht/alkohol-drogenmissbrauch.asp) sind im Jahre 2015 insgesamt 6.677 oder 1.214 Personen pro 100.000 Einwohner wegen Alkoholmissbrauch in die Erste Hilfe eingeliefert worden, das sind ca. 1,2% von der Bevölkerung Südtirols. Das bedeutet, dass die Alkoholiker um 400% mehr Krankenhausspesen generiert haben als der Drogenabhängige. Immer die gleiche Statistik von der Provinz behauptet weiter, dass insgesamt ca. 39,7% der Bevölkerung zwischen 15-59 Jahren Alkohol konsumieren. Dies wären ca. 166.740 Personen die Alkohol konsumieren.

      Und wir wissen alle das auch bereits kleine Quantitäten von Alkohol unseren Körper schädigen.

      Deshalb hier jetzt meine Fragen an den Herrn Walter Blaas.

      Haben Sie sich vielleicht bei der Thematik vergriffen?

      Wollten Sie eher sagen Südtirol hat ein Alkoholproblem, dass sofort angegangen werden soll?

      Haben Sie sich mal informiert wie viele Steuergelder durch den Konsum von Alkohol verschwendet werden?

      Ich bin der Meinung dass Personen die eine Abhängigkeit haben, geholfen werden muss. Aber jetzt zu behaupten dass Südtirol ein Drogenland ist und hier alle nur mehr HIGH sind, ist lächerlich.

      Herr Blaas, es wäre sehr angebracht, bevor sie Angst verbreiten, kurz mal die Situation richtig zu betrachten und die Zahlen richtig zu interpretieren und nicht nur oberflächlich.

      Südtirol hat kein Drogenproblem. Südtirol hat ein Problem mit Personen die sich zur Ihren Gunsten die Zahlen zurechtlegen und dann Angst verbreiten um Wählerstimmen zu sammeln.

    • noando

      Das größte Drogenproblem in Südtirol war, ist und wird bleiben: der Alkoholismus!

    • franz

      Alkohol ist sicher auch ein Problem was aber nicht heißt , dass Drogen nicht weniger schädlich sind bzw. in Südtirol mittlerweilen zum größeren Problem geworden ist
      Auch weil zum Unterschied von Alkohol mit Maß , Drogen bereits bei geringen Mengen bedeutend gefährlicher ist, abhängig macht zu psychischen und physischen Schäden wie z. B bei Männern zu Unfruchtbarkeit führt.
      Abgesehen davon, dass im Gegensatz zu Drogen wie Cannabis -Marijuana und anderen Drogen, ein Glas Wein oder ein Bier zum Essen gesund ist und somit Sinn macht, was man bei Drogen nicht sagen kann.
      ( diesbezüglich ausgenommen sind natürlich Fahrzeuglenker, Jugendliche und Schwangere )

      • noando

        So ist es Herr „franz“. Alkohol ist ein Problem, genau wie Drogen ein Problem sind. Ich wollte auf keinen Fall die Drogen verharmlosen! Für mich spannt sich aber der Begriff „Drogen“ von legalen über illegale Substanzen. Konsum in Maßen schadet selten, wie ihr Glas Wein zum Essen. Süchte aber sind gefährlich und sind am besten über die Aufklärung vermeidbar.

        Ich finde solche verallgemeinerte Mitteilungen von Politikern nicht richtig bzw. unterstützen in keinster Weise die Aufklärung. Drogen sind nicht gleich Drogen. Und nicht jede Droge (da muss ich ihnen widersprechen), hat nur negative Auswirkungen, und können sehr wohl Sinn machen.

        Aber zum Artikel: Herr Blaas rechnet uns vor, was Drogen welche Kosten verursachen. Richtig – Drogen sind illegal und somit sollten diese Kosten vermeidbar sein. Frage (ergänzend zu @sog Rechnung): Welche Kosten verursachen falsche Ernährung oder das weglassen von sportlicher Ertüchtigung? Besteht hier laut Blaas ebenso Handlungsbedarf um Kosten zu sparen?

        Er gibt außerdem an, dass die Nafri-Szene (ist der Begriff jetzt salonfähig?) damit ihr Geld verdient. Richtig – Ich glaube aber nicht, dass wenn die Nafri-Szene erstickt wird, dass keine weiteren „Verkäufer“ unser Land aufsuchen werden. Ohne Nachfrage hätten wir ja kein Angebot, oder? Und das organisierte Verbrechen kann sicherlich auf einheimische Hilfskräfte zurück greifen.

        Nochmals: Aufklärung ist das Um&Auf – Herr Blaas klärt hier nicht auf, er polarisiert! Deshalb mein Brückenschlag zur legalen Droge Alkohol.

    • franz

      @sog
      @noando
      Anscheinend gehört ihr zu der Gruppe Menschen die Drogen cool finden.
      Dazu folgenden Beitrag, aber wahrscheinlich sag ich Euch eh nichts Neues.
      Was mich dabei stört, dass ich als Steuerzahler die Therapie in Einrichtungen wie in Bad Bachgart bei Dr Zingerle usw. für junge Menschen bezahlen muss oder für die Unterbring Betreuung für Junkies die mit 40 im Altenheim landen und sich die Windeln wechseln lassen müssen.
      Oder mit einer total eingeräucherten Birne jemand mit dem Auto ( Motarrad ) von Gehsteig fegen.
      Oder Im Drogenrausch jemand unter anderem immer öfters auch Polizisten mit dem Messer oder sonstigen Gegenständen attackieren und versuchen sie umzubringen.
      Dafür gibt es dann mildernde Umstände, “wenn es sich um illegale Immigranten handelt“.
      http://www.vice.com/de/read/welche-ist-die-coolste–droge

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Cookie Hinweis

    Nach oben scrollen