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    Ciao Tricolore?

    Hitzige Debatte im Regionalrat: Will die Mehrheit klammheimlich die italienische Tricolore als Repräsentationssymbol abschaffen? 

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    Kommentare (1)

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    • wollpertinger

      Es geht hier nicht um Gesetze, sondern um Protokollvorschriften, die in Italien allerdings oft wichtiger sind als Gesetze. Wenn ein Bürgermeister als staatlicher Funktionär auftritt, z.B. bei einer Eheschließung, hat er – laut Protokoll – die Trikolore-Schleife anzulegen. Tut er es nicht, passiert auch nichts, die Eheschließung ist auf jeden Fall gültig. Die Amtskette hingegen weist den Bürgermeister als den vom Volk gewählten Ersten Bürger der Gemeinde aus. In diesem Zusammenhang ist es fast zu begrüßen, dass Innichens Bürgermeisterin an der provokanten Kranzniederlegung vor dem faschistischen Beinhaus nicht mit der Amtskette, sondern mit der Trikolore-Schleife erschienen ist. Sie war dort also zum Glück nicht als Vertreterin ihrer Gemeindebürger, die diesen Unsinn hoffentlich nicht begrüßen, sondern als Amtsträgerin der Republik Italien anwesend. Sicher ist sie unter Druck gesetzt worden, aber ich hätte ihr die Zivilcourage des Brixner Bürgermeisters Valerius Dejaco gewünscht, der sich seinerzeit geweigert hat, an den italienischen Siegesfeiern über uns am 4. November teilzunehmen, und der dafür sechs Monate vom Amt suspendiert worden war. Aber Zivilcourage ist heute leider selten.

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