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    Der Schlagabtausch

    Gert Lanz

    Gert Lanz

    Nach dem Vorstoß zum neuen PPP-Projekt: Zwischen LiBus-Chef Markus Silbernagl und lvh-Chef Gert Lanz fliegen jetzt die Fetzen.

    Laut Aussage von Libus-Chef Markus Silbernagl wurde der Vorschlag für das neue PPP-Projekt für den zukünftigen öffentlichen Nahverkehr mit dem ASGB, der Verbraucherzentrale Südtirol, dem Gemeindenverband und dem lvh abgesprochen.

    Der Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister lvh distanzierte sich am Dienstag klar von dieser Aussage und fordert nun konkrete Schritte.

    Der Unmut und Ärger sind groß: Am Montag haben Libus und SAD ein neues PPP-Projekt bei den zuständigen Landesämtern eingereicht, mit dem Südtirols öffentlicher Nahverkehr ab 2018 neu geregelt werden soll.

    „Eines ist klar: Der lvh und seine 600 Mietwagen- und Busunternehmen wurden weder über das Vorhaben informiert noch miteinbezogen“, unterstreicht lvh-Präsident Gert Lanz und widerlegt damit die auf TAGESZEITUNG Online veröffentlichte Aussage Silbernagls über den Einbezug des Verbandes über das geplante Projekt.

    „Als Interessensvertreter dieser Wirtschaftssparte lassen wir uns nicht zum Spielball von einigen wenigen Interessen machen. Im Grunde ist es respektlos, diese 600 Betriebe bei so einem Großprojekt außen vor zu lassen. Schlussendlich haben auch sie mit ihrer Professionalität und ihrem Einsatz dazu beigetragen, dass Südtirol zum heutigen Wohlstandsland geworden ist. Es war und ist unser Anliegen, vor allem aber auch unsere Aufgabe, bei möglichen Gestaltungsspielräumen eine aktive Rolle einzunehmen. Ich denke, diese aktive Rolle steht uns zu und wir haben mehrmals betont und auch gezeigt, dass wir diese gern übernehmen“, betont Lanz.

    Die lvh-Spitze fordert von Libus und SAD nun einen effektiven und konkreten Einbezug in das Projekt mit „derselben Professionalität, wie wir sie täglich unseren Kunden und Partnern entgegenbringen“ wie Verbandschef Lanz hervorhebt.

    Die Reaktion von SAD-Chef Ingemar Gatterer kam prompt.

    Er schreibt:

    „Mit Bezug auf das Mail von LVH-Präsident Gert Lanz teile ich wie folgt mit:

    vor der gestrigen Neueinreichung des PPP-Projektes, gab es eine Aussprache mit dem KSM, bzw. der Berufsgruppe der Mietwagenunternehmer im LVH, Altlandeshauptmann Dr. Luis Durnwalder und meiner Person.

    Für den LVH – Berufsgruppe Mietwagenunternehmer – war Obmann Plattner Martin anwesend (gleichzeitig auch Präsident des KSM) sowie KSM-Direktor Alfred Plank.

    bildschirmfoto-2017-04-11-um-17-11-04Dabei hab ich dem KSM die Vorteile eines gemeinsamen Weges im PPP erläutert und darauf hingewiesen, daß der derzeit bestehende Subunternehmer-Vertrag zwischen SAD und KSM bei Genehmigung des Projektes aufrecht bleibt und somit sichergestellt ist, daß die Mietwagenunternehmen des KSM weiterhin Leistungen für die SAD durchführen werden.

    Das KSM hat sich damit einverstanden erklärt – offene Details sollten noch besprochen werden. Es stimmt daher nicht, dass mit dem LVH bzw. der Sektion Mietwagenunternehmer vor Abgabe des Projektes nicht gesprochen wurde, diese nicht einbezogen und über den Inhalt nicht informiert wurden. Genau Gegenteiliges ist erfolgt!

    Zur Klärung weiterer Punkte wurde ein Treffen für Donnerstag, 13. April, um 9 Uhr am Sitz des LVH vereinbart.
    Mit freundlichen Grüßen

    DDr. Ingemar Gatterer, MBA
    CEO SAD AG“

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (1)

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    • owl

      Ein (Linien-)Busunternehmen scheint die perfekte Firma zu sein.

      Einerseits:
      Zahlen tut (fast) alles der Steuerzahler – einschließlich der Investitionskosten (z.B. für neue Busse).

      Andererseits:
      Die Gewinne stecken Private ein!

      Die perfekte Symbiose aus Kommunismus und Kapitalismus!
      Perfekt jedenfalls für die Busunternehmer…

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