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    War es der Killer-Hund?

     

    2017-04-07-photo-00000002In der Nacht auf Freitag wurden in St. Felix Nonsberg erneut fünf Schafe gerissen. Vermutlich von einem Hund.

    von Artur Oberhofer

    Den Bewohnern der Fraktion Malgasott in der Gemeinde St. Felix am Nonsberg bot sich am Freitagmorgen ein makabres Bild: In einem Umkreis von über einem Kilometer lagen fünf gerissene Schafe. „Es war ein grausiger und ein trauriger Anblick“, sagt ein Landwirt.

    Was war geschehen?

    Noch am Vormittag führten Mitarbeiter des Landesamtes für Jagd und Fischerei und des Tierärztlichen Dienstes in St. Felix einen Lokalaugenschein durch.

    Luigi Spagnolli

    Luigi Spagnolli

    Amtsdirektor Gigi Spagnolli sagte am Nachmittag gegenüber der TAGESZEITUNG:

    „Wir können noch nicht sagen, ob die Schafe von einem Wolf oder von einem Hund gerissen worden sind.“

    An den Tierkadavern wurden Haare gesichert, die nun einer DNA-Analyse unterzogen werden. Auf diese Art und Weise soll festgestellt werden, ob ein Wolf oder ein Hund die Schafe gerissen hat.

    Dass ein Bär am Werk war, schließt Luigi Spagnolli aus. „Ein Bär war es ganz sicher nicht“, so der Amtsdirektor.

    Ohne dem Ergebnis der DNA-Analyse vorgreifen zu wollen, tendiert Amtsdirektor Spagnolli eher zu der Annahme, dass die Schafe von einem Hund gerissen wurden. „Die Schafe“, so Spagnolli, „wurden in der Nähe eines Hofes und nahe der Straße gerissen, ein Wolf macht so etwas normalerweise nicht.“ Für ihn sei es „eher unwahrscheinlich“, dass die Schafe von einem Wolf oder mehreren Wölfen gerissen wurden, sagte Spagnolli.

    Es könnte auch durchaus sein, dass die fünf Schafe von demselben Hund gerissen worden sind, der bereits Mitte März dieses Jahres in St. Felix zugeschlagen hatte. Am 15. März war in St. Felix, auf einer Wiese im Bereich des St.-Christoph-Kirchleins, ein schwer verletztes Schaf aufgefunden worden, das in der Folge vom Tierarzt eingeschläfert werden musste.

    Am Deutschnonsberg war man zunächst davon ausgegangen, dass das Schaf von einem Wolf gerissen wurde.

    Doch die vom Edmund-Mach-Institut in San Michele all’Adige durchgeführte DNA-Untersuchung ergab wenige Tage später, dass das Schaf von einem Hund gerissen wurde. „Es ist einerseits erfreulich, dass nun feststeht, dass es kein Wolf war“, sagte Amtsdirektor Luigi Spagnoli damals, „andererseits ist es besorgniserregend, dass Hunde wie Raubtiere unterwegs sind.“

    Die große Frage lautet jetzt: Geht am Deutschnonsberg ein Killer-Hund um?

    Die DNA-Analyse wird zeigen, ob immer derselbe Hund am Werk war.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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