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    Ruhe vor dem Sturm

    abtei-rosa-alpina-grossShowdown ist Prozess Rosa Alpina: Das Verwaltungsgericht entscheidet nun endgültig, ob in St. Kassian weitergebaut werden darf.

    von Silke Hinterwaldner

    Soll Hotelier Paul Pizzinini weiterbauen dürfen? Oder ist es Unrecht, dass er in St. Kassian in der Gemeinde Abtei jetzt eine Hofstelle mit Stadel errichten will?

    Über diese Fragen haben im letzten halben Jahr nicht nur Urbanistikexperten beraten, sondern vor allem auch Bauern und Gastwirte, Umweltschützer und einfache Bürger. Dabei hat jeder einen ganz eigenen Zugang zu dieser Geschichte: Manche finden es ungerecht, dass ein großer Hotelier seinen Reichtum weiter vermehren darf. Andere wiederum pochen darauf, dass die löchrigen Urbanistikgesetze endlich überarbeitet werden müssten. Und wieder andere freuen sich heute schon darauf, bald selbst mehr Kubatur verbauen zu dürfen.

    Für den morgigen Mittwoch ist ein Termin beim Verwaltungsgericht in Bozen anberaumt, der mehr Licht in diesen Dschungel an Argumenten bringen soll.

    Die Richter haben mittlerweile sämtliche Schriftsätze vorgelegt bekommen und werden morgen noch einmal eine Diskussion zulassen. Überraschungen wird es aber kaum geben, die Argumente von Befürwortern und Gegnern sind hinlänglich bekannt.

    Zur Erinnerung: Vor rund einem Jahr hat die Gemeinde Abtei der Hoteliersfamilie Pizzinini eine Konzession für den Bau eines Wohngebäudes und eines Stadels erteilt.

    Wenig später haben drei Nachbarn des Hotel Rosa Alpina in St. Kassian Rekurse gegen diese Baukonzession eingereicht – bei der Landesregierung und bei Gericht. Luca Crazzolara, Vito Agreiter und Christian Crazzolara sind überzeugt davon, dass nicht neu gebaut werden darf.

    Dieser Argumentation folgte im Herbst die Kommission für Natur, Landschaft und Raumordnung. Ganz anderer Meinung hingegen sind die Gemeindeverwalter. Sie haben bei Anwalt Manfred Schullian ein Gutachten in Auftrag gegeben, das die Position der Gemeinde stärken sollte. Schullian kommt darin denn auch zum Schluss, dass alles rechtens sei und der Bau weitergeführt werden dürfe.

    Mittlerweile stehen auf der Baustelle in St. Kassian seit Monaten die Maschinen still. Das ist insofern nicht so schlimm, weil ohnehin eine Winterpause anstand, aber jetzt soll bald eine Entscheidung fallen.

    Nach der letzten Verhandlung am Mittwoch wird sich der Richtersenat sicherlich noch Zeit lassen. Bis zu zwei Monate kann es dauern, bis ein endgültiges Urteil verkündet wird.

    Aber: Es ist damit zu rechnen, dass das Verwaltungsgericht eine Entscheidung nicht weiter vertagt, schließlich haben alle Parteien ihre Position zur Genüge diskutiert.

    LESEN SIE IN DER PRINT-AUSGABE:

    • Was die Anwälte Manfred Schullian und Hartmann Reichhalter sagen

     

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    Kommentare (5)

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    • george

      Dieser Herr dort in St. Kassian hat schon genug Zugeständnisse erhalten und verbaut. Strapazieren wir unsere Raumordnung bzw. unser Raumangebot doch nicht noch mehr und schon gar in diesem Falle, wo der Hotelier Pizzinini bisher über die Maßen bevorteilt worden ist.

    • besserwisser

      baut sicher. schullian ist der beste urbanist in ganz Südtirol, hat sicher den umdrehbaren beisrich gefunden der ihm recht gibt …

    • bernharthans

      Wos isch schlecht,wenn er an Hof aufstellt,find i guat,reionale Produkte braucht das Land,
      Wenn er nor seine Produkte selber verarbetet ist das ein plus.
      Grüne habts ihr keine grösseren sorgen??

    • tiroler

      Warum braucht es die Kommission für Natur, Landschaft und Raumordnung, wenn sie von den Gemeinden ständig ignoriert wird?
      In dieser Kommision sitzen absolute Experten, was für die Gemeinden fast nie zutrifft.

    • bernharthans

      Tiroler,i glab nicht, dass des <experten sein.des sein ols lei verhinderer.

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