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Der Post-Deal

LH Kompatscher mit Post-Chef Caio

LH Kompatscher mit Post-Chef Caio

LH Arno Kompatscher hat in Rom das Abkommen mit der Post unterzeichnet. Was sich für die Bevölkerung in Südtirol ändern wird.

Von einem autonomiepolitischen Erfolg und einer Qualitätsgarantie spricht Landeshauptmann Kompatscher nach der Unterzeichnung des Abkommens mit der Post.

Die Schaffung eines neuen Verteilungszentrum in Bozen, die Beibehaltung aller Postämter und samt Personal, die Postverteilung an sechs Wochentagen und neue Dienstleistungen: Das können sich die Südtiroler von der Vereinbarung mit der italienischen Post erwarten, die Landeshauptmann Arno Kompatscher am Mittwoch in Rom unterzeichnet hat.

Als autonomiepolitischen Erfolg wertet Landeshauptmann Arno Kompatscher das Abkommen, das am Mittwoch im Landesaußenamt in Rom unterzeichnet worden ist: „Wir ernten heute die Früchte jahrelanger Arbeit und ich rechne damit, dass jeder Südtiroler und jede Südtirolerin persönlich aus dem heute unterzeichneten Vertrag Nutzen ziehen wird.“

Das Abkommen zwischen Land Südtirol und dem größten italienischen Dienstleister, der Gesellschaft Posteitaliane, wurde von Südtirols Landeshauptmann und Post-Geschäftsführer Francesco Caio unterzeichnet. „Wir setzen heute unsere Unterschrift unter das Ergebnis langwieriger Verhandlungen, die stets konstruktiv und von einer guten Zusammenarbeit gekennzeichnet waren“, kommentierte der Landeshauptmann die heutige Unterzeichnung.

„Das Mailänder Abkommen von Ende 2009, das unter anderem Südtirols Beteiligung an der Abdeckung der Staatsschulden regelt, haben wir zur Finanzierung staatlicher Dienste in Südtirol genutzt und damit auch für deren Verbesserung“, so der Landeshauptmann

Für Post-Chef Caio reiht sich die Vereinbarung mit dem Land Südtirol in den von Posteitaliane eingeschlagenen Weg des Austausches mit den Regionen, Ländern und Gemeinden. „Unser Ziel ist es, den veränderten Bedürfnissen unserer Kunden bestmöglich gerecht zu werden und die Umstellung hin zu einer digitalen Wirtschaft und zu einer verstärkten Wettbewerbsfähigkeit zu begleiten“, sagte Caio. Solche Abkommen, so der Postchef, stärken den umfassenden und kapillaren Postdienst einerseits und kämen der Nachhaltigkeit des Unternehmens zugute, das sowohl eine soziale Rolle zu erfüllen habe, sich aber auch am Markt behaupten müsse.

bildschirmfoto-2017-04-05-um-11-33-26Aber was sind die Inhalte des Abkommens zwischen Land und Post? Das Land stellt auf der Grundlage des Mailänder Abkommens zur Entlastung des Staatshaushaltes und für die Übernahme des postalischen Universaldienstes 3,2 Millionen Euro zur Verfügung. Hinzu kommen weitere 6,8 Millionen Euro, mit denen zusätzliche Maßnahmen finanziert werden, darunter die Wiederinbetriebnahme eines selbständigen Verteilungszentrums in der Landeshauptstadt und die Modernisierung der Dienstleistungen.

Als wichtigstes Ergebnis wertet Landeshauptmann Kompatscher die Garantie und Zukunftsperspektiven, die das dreijährige Abkommen Südtirols 129 Postämtern mit 370 Beschäftigten und 503 Postboten bietet:

„Keines der derzeit landesweit rund 130 Postämter wird geschlossen. Zur Verbesserung des Postdienstes wird wesentlich auch das selbständige Verteilungszentrum beitragen, das in Bozen wiedererrichtet wird und wo voraussichtlich auch neue Stellen entstehen werden. Sicher ist, dass Südtirol einen zusätzlichen Postdirektor oder eine Postdirektorin für den Bereich der Postzustellung erhält. Was die Postzustellung angeht, so wird diese – zumindest was die Versandprodukte angeht – an sechs von sieben Tagen vorgenommen.“

Zudem sollen die Postboten mit moderner Technologie ausgestattet werden, um die Zustellung und Nachverfolgbarkeit von Postsendungen zu verbessern. Vorgesehen ist auch die Einrichtung zweier Paketverteilerzentren in Bozen und Meran. „Schließlich ist es auch unser Bestreben, Schritt für Schritt die Einhaltung von Zweisprachigkeitspflicht und Proporz zu erreichen“, ergänzt Landeshauptmann Kompatscher.

Damit dieses neue Organisationsmodell möglichst gut funktionieren kann, soll eine sechsköpfige Kommission, in der Post und Land vertreten sind, die Umsetzung begleiten. Die Kommission soll 30 Tagen nach der Unterzeichnung der Vereinbarung ernannt werden und sich mehrmals jährlich treffen, um die Umsetzung des Abkommens zu überwachen und auch neue Initiativen und Verbesserungen anzuregen. „Denn“, ist Landeshauptmann Arno Kompatscher überzeugt, „ein gut funktionierendes Postwesen ist ein wichtiger Standortfaktor für den ländlichen Raum.“

 

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