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    500 Euro Grundsicherung

    Eltern mutterDie Südtiroler Plattform für Alleinerziehende fordert eine allgemeine Kindergrundsicherung in Höhe von rund 500 Euro monatlich, unabhängig vom Einkommen der Eltern und bis zum Ende der ersten Ausbildung.

    Am Samstag fand im Premstallerhof in Bozen die Jahresvollversammlung der Südtiroler Plattform für Alleinerziehende statt.

    In Anwesenheit zahlreicher Mitglieder, VertreterInnen anderer Vereine sowie der Direktorin  der Familienagentur Gudrun Schmid wurden die umfänglichen Tätigkeiten der Südtiroler Plattform für Alleinerziehende ausführlich dargestellt. Besonders die persönlichen Beratungen des Vorstandes und der hauptamtlichen Mitarbeiterin Christiane Lohmann sowie die vom Vizepräsident, Wolfgang Rigott, durchgeführten Mediationen haben stark zugenommen.

    Ida Lanbacher

    Ida Lanbacher

    „Die Herausforderungen, denen sich Alleinerziehende mit ihren Kindern täglich stellen müssen, liegen vor allem in der finanziellen Absicherung und in der sozialen Unterstützung“, zeigt die Präsidentin des Vereins, Ida Lanbacher, auf. Nicht von ungefähr wurde das diesjährige Impulsreferat, gehalten von Diplom Ingenieur Peter Kühl, zum Thema „Geld“ ausgewählt.

    Die Südtiroler Plattform für Alleinerziehende wird sich deshalb 2017 wiederum für eine allgemeine Kindergrundsicherung in Höhe von 450-500 €  monatlich, unabhängig vom Einkommen der Eltern, bis zum Ende der ersten Ausbildung, einsetzen. Damit könnten alle anderen Beiträge für die Familie und deren Ansuchen entfallen. Für die Alleinerziehenden würde damit die leidliche Diskriminierung aufhören.

    Ein weiteres Anliegen des Vereins betrifft das Harmonisierungsdekret, welches dringender Abänderungen bedarf. Es kann nicht sein, dass junge Südtiroler Familien, wenn sie in finanzielle Notlagen geraten, immer auf die Ursprungsfamilie zurückgeworfen werden, sofern die Eltern in irgendeiner Form Besitz aufweisen.

    Weiterhin vertritt der Verein alle Alleinerziehenden (getrennt lebende und getrennt erziehende Väter und Mütter, verwitwete Eltern, ledige Mütter und Patchworkfamilien) und nicht Familien, die sich als falsche Alleinerziehende ausgeben und damit großen Schaden anrichten.

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    Kommentare (3)

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    • franz

      “Es kann nicht sein, dass junge Südtiroler Familien, wenn sie in finanzielle Notlagen geraten, immer auf die Ursprungsfamilie zurückgeworfen werden, sofern die Eltern in irgendeiner Form Besitz aufweisen“ [….]
      In der Tat ist das eine Diskriminierung.
      Oder wenn junge Südtiroler Familien durchs Netz fallen nur weil sie im hintersten Passeiertal ein kleine Ferienwohnung besitzen , wie es auf rai -radio südtirol am 02.04.2017 -12:00 hieß.
      Während von jemand der im Ausland eine Villa am Meer besitzt diesbezüglich keine Unterlagen verlangt wird.
      Das betrifft auch die Gesuche beim WOBI.
      Obwohl es vom Gesetz vorgesehen wäre zu mindestens im übrigen Italien.
      Dpr 445/2000,
      http://www.ilpopulista.it/news/19-Settembre-2016/5083/il-sindaco-leghista-di-cascina-la-casa-prima-agli-italiani-e-la-promessa-elettorale-diventa-realta.html
      Unsere SVP-Politiker haben die eigenartige Eigenschaft das Autonomiestatut anzuwenden wie es zu ihren Willkommenskultur – Zuwanderungspolitik passt. bzw. wenn es um die Politikergehälter geht.

    • tottele

      Ich bin auch Alleinerziehende ,aber 500€ das ist ein Schuss in die Luft ! Ich verstehe wer davon am meisten profitieren würde ,aber Sie selber wollen es entweder nicht sagen oder Sie verstehen es wirklich noch nicht . Sie müssen nur schauen wieviele Kinder sich eine normale Südtiroler Familie leisten kann !!

    • josef.t

      Ein Gießkannen System, ist sicher nicht der richtige Weg, das Einkommen zu
      Grunde legen, ein gerechterer…….
      Bei Immobilien sowie Ersparnissen, sollen die Erträge berücksichtig werden.
      Wer Hilfe braucht, soll sie in einem reichen Land wie Südtirol auch bekommen,
      aber Steuergelder noch dazu geben, wo schon genug da ist, wohl eher sinnlos ?

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