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    Der Tarif-Wahnsinn

    handy sms schreiben handy benutzerinIm Dschungel der vielen Angeboten verbergen sich Sparmöglichkeiten. Innerhalb der gleichen Tarif-Kategorie gibt es durchschnittlich 280% Preisunterschiede. 

    Die Anzahl der Angebote für Mobilfunk-Tarife ist unüberschaubar hoch.

    Die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) hat die zum Februar 2017 aktivierbaren Angebote genauer unter die Lupe genommen, um hier ein wenig Klarheit für die VerbraucherInnen zu schaffen.

    Eine bewusste Wahl des Angebots vermeidet ungerechtfertigte Kosten und unangenehme Überraschungen.

    Hüten Sie sich vor zusätzlichen Optionen!

    Beginnen wir zuallererst mit den Empfehlungen: es gibt Details bei den Angeboten, die man unbedingt berücksichtigen sollte. So enthalten einige Tarife zusätzliche Optionen, welche nach mehrmaliger Erneuerung kostenpflichtig werden, wenn man sie nicht deaktiviert. Daher sollten diese ungewünschte Optionen bei Vertragsunterzeichnung gleich deaktiviert werden.

    Wichtig ist auch die Frage nach den Folgekosten, wenn die im Tarifpaket enthaltenen Leistungen aufgebraucht wurden. Wurden z.B. das verfügbare Datenvolumen der Internetverbindung aufgebraucht, wird entweder die Geschwindigkeit gesenkt, oder aber die zusätzlichen Datenpakete werden richtig teuer: so kann 1 Gigabyte auch bis zu 516 Euro kosten. Ein Datendownload kann hier schnell mit viertstellingen Ziffern zu Buche schlagen.

    Weiters können die Verträge Mindestlaufzeiten vorsehen, und ein vorzeitiger Ausstieg könnte mit Pönalen belegt sein. Die entsprechenden Informationen sind jedoch manchmal nicht ohne weiteres verfügbar; dennoch sollte auch dies bei Vertragsabschluss unbedingt berücksichtigt werden.

    Große Preisunterschiede bei ähnlichen Leistungen

    Die Verbraucherzentrale Südtirol hat 31 Tarife der sieben größten Anbieter (TIM, Vodafone, Wind, Tre, Poste Mobile, Fastweb und CoopVoce) untersucht. Wer die die Preise selbst vergleichen möchte, sollte dabei die Informationsblätter verwenden, welche laut Gesetz auf der Webseite veröffentlicht werden müssen (in der Regel im Abschnitt „trasparenza tariffaria“).

    Einige Angebote erneuern sich alle 4 Wochen, während andere sich monatlich erneuern. Um die Angebote vergleichen zu können, wurden daher zuerst die Gesamtkosten für einen Zeitraum von zwei Jahren berechnet. Dieser Wert wurde dann durch 24 (Monate) dividiert, um auf einen vergleichbaren Wert von die monatlichen Kosten zu kommen.

    Die Tabellen zeigen große Preisunterschiede, die auch mehr als 800% ausmachen; dies entspricht einer möglichen Ersparnis von 29,20 Euro pro Monat (der teuerste und billigste Tarif umfassen dabei aber unterschiedliche Leistungen).

    Viele Angebote umfassen ähnliche Leistungen: mehr als ein Drittel der Angebote bietet den VerbraucherInnen zwischen 1 und 3 GB an Datenvolumen sowie zwischen 300 und 600 Minuten Gesprächsguthaben an. Dabei kosten mehr als 50% der verglichenen Angebote 10 und 15 Euro pro Monat; die Preisspanne reicht von 3,50 bis 32,60 € pro Monat.

    Daneben hat die VZS auch die Einsparungsmöglichkeiten innerhalb der Tarifkategorien genauer unter die Lupe genommen. Dabei ist es – wie stets – wichtig, die eigenen Anforderungen genau zu kennen. Wer sein Nutzerverhalten (Gesprächsminuten, Datenvolumen, …) kennt, kann die Anzahl der in Frage kommenden Angebote sofort reduzieren, und so wird die Wahl um einiges leichter.

    Da SMS immer mehr von Instant-Messaging-Apps verdrängt werden, haben wir die Angebote nur nach enthaltenen Gesprächsminuten und Datenvolumen unterteilt. Wir haben dabei 6 Kategorien erstellt: von 0 bis 500 Minuten, 500-1000 Minuten und mehr als 1000 Minuten, sowie Datenvolumen bis zu 2 GB, 3 bis 5 GB und mehr als 6 GB (siehe Tabellen).

    bildschirmfoto-2017-03-31-um-09-13-09Auch innerhalb derselben Kategorien sind die Preisunterschiede beträchtlich: durchschnittlich 18 Euro pro Monat, was einer Preisschere von 280% entspricht. Obschon diese Unterschiede auf die unterschiedlichen Geschwindigkeiten der Internetverbindungen oder auf andere, nicht- messbaren Elemente, zurückzuführen sein könnten, ist die Preisspanne doch ziemlich hoch.

    Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass im Laufe von 2017 diese Momentaufnahme der Angebote höchstwahrscheinlich wesentlichen Veränderungen unterliegen wird. Zum einen kommt es zur Fusion von Wind und Tre (H3G), zum Anderen tritt ein neuer Anbieter in den Markt: Free Mobile (Ilias). Außerdem wird TIM unter dem Namen Kena ebenfalls einen neuen Anbieter auf den Markt bringen. Die beiden Letzteren scheinen vor allem Low-Cost-Dienste anzubieten.

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    Kommentare (7)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • itler

      Noch viel billiger sind die Lockangebote die man nur annehmen kann wenn man nicht bereits Kunde des Anbieters ist.
      Bekannt von Wind und Tre (die anderen bieten sowas sicherlich auch – hab in den letzten Monaten aber nichts davon gehört).

      Prepaid mit eigenem Smartphone/Handy ist auch meist die bessere Wahl als ein Vertrag mit Smartphone.

    • andreas

      Was nützt mir Tre, welches sehr billig ist, doch die halbe Zeit nicht funktioniert?
      Lieber TIM, ist zwar 3x so teuer, macht aber genau das, was es soll, es funktioniert.

    • cliktrip

      @andreas (wenn tre keine abdeckung hat schaltet es automatisch ins roaming mit tim) jedoch nur telefonie, kein 3g

      auf http://www.silbernagl.biz sind alle bts (funktürme) grafisch eingezeichnet, am besten man suchst sich den provider laut abdeckung aus…

      und weiters gibt es noch einige andere virtuelle anbieter (mvno) die super angebote haben und sich in einem der 4 großen netze einloggen, siehe postemobile, ringo, kena etc.

    • cliktrip

      @andreas

      wenns dich interessiert schick mir ne mail an cliktrip@gmail.com, gib mir deinen wohnort an und ich such dir das meiner meinung nach beste angebot raus.

      • andreas

        Danke für das Angebot, war vor einer Woche bei Tre und habe gefragt ob ein größeres Dorf im Umkreis von BZ mit Internet abgedeckt ist, da sie 1GB am Tag und unbeschränkte Sprechzeit für ein paar Euro angeboten haben, sie wussten es nicht. 🙂
        Ich habe es trotzdem genommen, war nicht für mich. Ich hab TIM und bin zufrieden damit.

    • saustall_kritiker

      Einen Aspekt haben hier bisher alle ausgelassen. Ich z.B. habe auch eine österreichische Nummer (bekommt man dort völlig anonym ohne Ausweis oder Angabe einer Adresse und dergleichen, z.B. beim Diskounter Hofer).
      Da ich Wenigtelefonierer mit Handy bin (ich habe nämlich eine Festnetznummer bei Vodafone mit europa- und amerikaweiter Flatrate fürs Festnetz um 18 Euro monatlich inklusive Grundgebühr), telefoniere und simse ich, wenn ich in Italien bin, mit der österreichischen Nummer und wenn ich in Österreich oder anderswo in Europa bin, mit der italienischen Nummer von Tim.
      So kostet eine SMS bei Tim, wenn ich sie über Tim in Italien abschicke 13 Cent, wenn ich sie im europäischen Ausland abschicke nur 2 Cent. Wer z.B. am Brenner ist und Tim hat, tut gut daran, in diesem Fall über das österreichische Netz über Tim zu simsen und nicht im eigenen Netz, denn das kostest wesentlich weniger.
      Dies zeigt einerseits wie teuer die Telefontarife in Italien sind (außer meine Flatrate im Festnetz bei Vodafone), im Vergleich zum Europa-Roaming…
      Eine Einladung daher an die Leute von der Verbraucherzentrale: Bitte auch diesen Aspekt berücksichtigen, der wird nämlich ab Mitte Juni noch interessanter…. Vielleicht werden deshalb die italienischen Anbieter langsam nervös und versuchen billigere Angebote auf den Markt zu bringen.
      Ein großer Dank hier an die EU-Bürokraten, die in diesen Fällen hart bleiben….

    • rota

      warum zeigt die TZ nicht die Spezialtarife der Politiker ? 2-4 TAUSENDSTEL € / min , Normalos zahlen 12-16 € cent /min

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