Du befindest dich hier: Home » Politik » „Das ist mir zu wenig“

    „Das ist mir zu wenig“

    10euro renzlerSVP-ArbeitnehmerInnen Helmuth Renzler kritisiert die zu niedrige Freigrenze für Finanzvermögen von 20.000 Euro bei der Miete von Sozialwohnungen.

    SVP-ArbeitnehmerInnen Helmuth Renzler kritisiert die zu niedrige Freigrenze für Finanzvermögen von 20.000 Euro bei der Miete von Sozialwohnungen.

    Laut Informationen des Wohnbauinstitutes liegt die Freigrenze für Finanzvermögen im restlichen Italien bei 3.000 Euro. In Österreich sind es 5.000 Euro. In Südtirol soll sie laut Beschluss der Landesregierung in Zukunft 20.000 Euro betragen.

    „Das ist mir zu wenig. Es war immer ein großes Anliegen der ArbeitnehmerInnen in der SVP für die sozial Schwächeren die Voraussetzungen zu schaffen, dass sie Ihre finanzielle Situation aus eigener Kraft verbessern können. Das stärkt das Selbstwertgefühl und motiviert. Deshalb ist es völlig unakzeptabel, dass sich jemand unter großen Opfern etwas anspart und dann dafür mit der Erhöhung der monatlichen Miete bestraft wird. Auch wenn die Erhöhungen gering ausfallen, ist dies das falsche Signal“, erklärt der Landtagsabgeordnete Helmuth Renzler.

    Ein konkretes Beispiel: Eine Rentnerin hat ein Jahreseinkommen von 8.000 Euro und im Steuerjahr 600 Euro an Arztspesen aufzuweisen. Sie wohnt in einer 50 m² großen Altbauwohnung mit Balkon und Keller. Für diese Wohnung wird eine Konventionalfläche von 68,3 m² errechnet. Die Landesmiete beträgt für diese Wohnung monatlich 384 Euro. Die Rentnerin bezahlt derzeit den Mindestbetrag von 50 Euro Miete monatlich. Bei einem ersparten Finanzvermögen von 50.000 Euro würden 6.000 Euro als Zusatzeinkommen bewertet und die Miete würde sich auf 158 Euro monatlich erhöhen. Also müsste sie 108 Euro mehr für die Wohnung bezahlen. Auch wenn diese Rentnerin trotz Erhöhung der Miete auf 158 Euro immer noch um 226 Euro weniger bezahlt, als es die Landesmiete vorsieht, so ist das unwürdig und ungerecht. Es geht nicht an, den Niedrigverdienern auf diese Art und Weise noch einen Teil ihres geringen Einkommens zu nehmen.

    „Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Die Rentnerin hat ein Jahreseinkommen von 8.000 Euro jährlich, was einem monatlichen Einkommen von 666 Euro entspricht. Sie hat sich im Laufe ihres Lebens schrittweise einen kleinen Geldbetrag für Notsituationen angespart. Nun soll sie aber monatlich plötzlich 108 Euro mehr an Miete bezahlen und dadurch nur mehr 558 Euro zur Verfügung haben. In einem Wohlstandsland wie Südtirol es ist, darf es so etwas nicht geben. Das hat mit sozialer Gerechtigkeit nichts mehr zu tun. Ich fordere die Landesregierung auf, ihren Beschluss zu revidieren und die Finanzvermögensfreigrenze auf 50.000 Euro zu erhöhen. Sparen muss sich lohnen und ist nicht zu bestrafen“, unterstreicht der Vorsitzende der ArbeitnehmerInnen in der SVP Helmuth Renzler.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
    Clip to Evernote

    Kommentare (4)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • franz

      “In einem Wohlstandsland wie Südtirol es ist, darf es so etwas nicht geben. Das hat mit sozialer Gerechtigkeit nichts mehr zu tun“ […]
      Beim WOBI liegt vieles im Argen was mit sozialer Gerechtigkeit nichts mehr zu tun‘,
      Wenn z. B Immigranten ihre eine Bonus von 900 € ( Steuerrückerstattung ) erhalten obwohl sie keine Miete bezahlen.
      Dazu ein Artikel in der “Dolomitenausgabe“: vom Dienstag 23.02.2016
      0-Miete plus 900 Euro dazu: Untragbar
      Wohnbauinstitut: ASGB_ Chef Tschenett kritisiert Landesrat Tommasini-“Hat 2015 für diese Fälle Mindestmiete versprochen“
      WOBI Mieter und nur sie dürfen sich freuen .Denn heuer wird das Wohnbauinstitut von sich aus alle seine Mieter anschreiben die wegen ihren niedrigen Einkommens in den Genuss des staatlichen Steuergeschenks von maximal 900 € kommen.
      “Das ist positiv. Weniger positiv ist, dass auch Mieter die keinen Cent Miete zahlen dieses Geld geschenkt bekommen. Was wir aber vor allem kritisieren ist Tommasini bereits im Vorjahr verkündet hat , dass er eine Mindestmiete einführen wird.
      Jetzt ist ein Jahr vorbei und passiert ist nichts.++++
      Dass jemand der eh schon keine Miete zahle, noch 900 € geschenkt bekommt regt die Leute auf.“
      In Südtirol gibt es rund 900 Sozialmieter die keinen Cent bezahlen. “Müssten sie 25 € ( Mindestmiete ) zahlen kämen / Jahr 270.000 € zusammen.`“ damit könnten ein paar WOBI-Wohnungen saniert werden z. B
      An Verwendungszwecken würde es nicht fehlen“ meint ASGB- Chef Tschenett.
      Weitere Absurdität, dass Im Gegensatz Einheimischen Personen, von Personen mit Migrationshintergrund. bei der Steuererklärung bezüglich Einkommen und ISEE keine Unterlagen verlangt werden, obwohl vom Gesetz vorgeschrieben.
      Dpr 445/2000,
      http://www.ilpopulista.it/news/19-Settembre-2016/5083/il-sindaco-leghista-di-cascina-la-casa-prima-agli-italiani-e-la-promessa-elettorale-diventa-realta.html
      Abgesehen davon, dass sich Immigranten durch Falscherklärungen Vorteile bei der Punktevergabe bzw. Abzüge bezüglich WOBI-Wohnung oder eine Gemeinde Wohnung wie die Finanzwache ermittelt hat.
      “ rimborsi Irpef non dovuti: nel modello 730 dichiaravano crediti d’imposta inesistenti, oppure la presenza di altri familiari a carico residenti all’estero e privi di codice fiscale, o ancora detrazioni per figli non esistenti in affidamento preadottivo, anche disabil“ […]
      http://corrieredelveneto.corriere.it/veneto/notizie/cronaca/2016/20-settembre-2016/truffa-3-milioni-euro-730-denunciati-mille-immigrati-240914062970.shtml
      Schließlich will das WOBI laut ex Caritas Direktor Heiner Schweigkofler Alte Alleinstehende Menschen in kleinere Wohnungen umsiedeln, wohl um mehr Platz für Immigranten zu schaffen.

    • Wenn die Rentnerin 50.000 Euro auf der hohen Kante hat, dann dürfte sich die 158 Euro Miete wohl ausgehen…
      Ich habe keine 50.000 Euro auf der hohen Kante, aber von 158 Euro Miete wage ich nicht mal zu träumen, sonst kommt der Herzkasper zu Besuch!

    • ferri-club

      Ja bravo, die Rentnerin hat ein Leben lang 50.000 Euro gespart, wie auch immer, jetzt soll sie dafür nochmal Bluten, mindest Miete für alle.

    • criticus

      Wer kontrolliert die Ausländer? Es gibt einige, die ihre Wohnungen in Nordafrika oder irgendwo anders vermieten, hier gratis wohnen und noch 900 Euro kassieren. Bravo! Die vermehren sich dann wie Ratten. Und unsere Jugend, wie soll die eine Familie gründen, wenn ihnen dauernd Hindernisse in den Weg gelegt werden? Ex Caritas Direktor Heiner Schweigkofler hätte niemals ins WOBI gehört. Schläft ruhig weiter liebe ArbeitNehmer! Kommt uns ja nicht nächstes Jahr mit „Was wir erreicht haben“!

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Cookie Hinweis

    Nach oben scrollen