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    „Die Peripherie stärken“

    v.l. Philipp Moser, Daniel Schönhuber, Leo Tiefenthaler, Robert Alexander Steger und Joachim Reinalter

    v.l. Philipp Moser, Daniel Schönhuber, Leo Tiefenthaler, Robert Alexander Steger und Joachim Reinalter

    Der Wirtschaftsring im Pustertal hat die derzeit wichtigsten Projekte besprochen. Die Details.

    Der Wirtschafts- und Arbeitsstandort Pustertal stand im Zentrum der kürzlich abgehaltenen Sitzung des Bezirksausschusses von Südtiroler Wirtschaftsring – Economia Alto Adige (swr-ea) im Pustertal, zu der Bezirkspräsident Joachim Reinalter den Koordinator der LAG Pustertal, Robert Alexander Steger, den Präsidenten der INFRANET, Philipp Moser, und den Präsidenten von swr-ea, Leo Tiefenthaler, begrüßen konnte.

    Robert Alexander Steger informierte, dass – nach einer längeren Anlaufphase – im April die erste Ausschreibung für das LEADER-Gebiet Pustertal erfolgen werde. Insgesamt 3,3 Millionen Euro stehen den 26 Gemeinden bis zum Jahr 2020 für die Realisierung von Projekten zur Entwicklung des Pustertals zur Verfügung.

    Die verschiedenen Maßnahmen, die unterstützt werden, betreffen unter anderem die Vermarktung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, Investitionen zur öffentlichen Verwendung von Freizeitinfrastruktur, Pilotprojekte zu Produktentwicklungen und Pläne für die Entwicklung von Gemeinden und Dörfern.

    Innerhalb des ersten Halbjahres 2018 sollen dann schrittweise alle weiteren Ausschreibungen geöffnet werden. „Unser Ziel ist es, ein Kompetenzzentrum für die Regionalentwicklung im Pustertal zu schaffen, das Ansprechpartner für sämtliche Projekte ist, die durch EU-Finanzierungen unterstützt werden können“, berichtete Steger.

    Erreichbarkeit sicherstellen

    Eine flächendeckende, schnelle Datenverbindung ist heute unumgänglich. Um diese zu ermöglichen, sollen nun sämtliche Ressourcen in diesem Bereich in der neu gegründeten Gesellschaft INFRANET gebündelt werden. INFRANET-Präsident Philipp Moser informierte, dass nun in einem ersten Schritt alle Gemeinden mit einem POP ausgestattet und an das Netz angebunden werden sollen. Anschließend werden schrittweise die Projekte zum Ausbau der letzten Meile und der Anbindung von Unternehmen und privaten Haushalten realisiert.

    „INFRANET wird dabei Ansprechpartner für die Gemeinden bei der Koordination der Arbeiten sein, die Finanzierung des Netzes übernehmen und die Verträge mit Providern abschließen“, informierte Moser. Dadurch sollen eine zeitnahe Realisierung des flächendeckenden Breitbandnetzes und abgestimmte Konditionen für die Endkunden in ganz Südtirol gewährleistet werden.

    „Eine schnelle Erreichbarkeit ist heute Voraussetzung, um als Wirtschaftsstandort attraktiv zu sein“, betonte Bezirkspräsident Joachim Reinalter und rief die anwesenden Wirtschaftsvertreter auf, bei den jeweiligen Gemeindeverantwortlichen zu intervenieren, um auf eine rasche Realisierung des Breitbandnetzes zu drängen.

    „Gleichzeitig muss jedoch auch die Erreichbarkeit auf unseren Straßen sichergestellt werden. Diesbezüglich bedarf es dringendst einer Lösung, denn das – fast tägliche – Verkehrschaos auf der Pustertaler Straße ist Pendlern, Gästen und Wirtschaftstreibenden nicht mehr zumutbar“, so Reinalter.

    Präsident Leo Tiefenthaler ging in seinen Ausführungen auf das neue Landesgesetz für Raum und Landschaft ein und rief die Wirtschaftstreibenden auf, gemeinsame Themen und Anliegen auch gemeinsam weiterzubringen, um die wirtschaftliche und landwirtschaftliche Entwicklung auch in Zukunft zu ermöglichen.

    Im letzten Teil der Sitzung wurde Daniel Schönhuber, hds-Ortsobmann von Bruneck, als nächster Bezirkspräsident nominiert. Er wird das Amt im Herbst antreten.

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