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    „Zynisch und gedankenlos“

    bildschirmfoto-2017-03-25-um-09-35-39Vor dem ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz haben sich am Freitag 14 Frauen und Männer nackt ausgezogen und ein Schaf geschlachtet.

    Skandalöser Vorfall in Polen! Vor dem geschichtsträchtigen ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz haben sich am Freitag 14 Frauen und Männer nackt ausgezogen und aneinandergekettet. Zuvor sollen die Personen ein Schaf geschlachtet haben.

    Wie die Augsburger Allgemeine schreibt, soll ein örtlicher Fernsehsender die Menschen bei ihrer Tat per Drohne gefilmt haben.

    Die Polizei nahm die insgesamt 14 Personen fest. Sie sollen alle zwischen 20 und 27 Jahre alt sein und werden nun von den Beamten verhört. Auch die Staatsanwaltschaft ermittelt dazu.

    Der Direktor des Museums rätselt über die Motive der Menschengruppe. Auch die Staatsangehörigkeit der Personen ist noch unklar.

    Ein polnischer Rabbiner sagte gegenüber TAG24, die Gedenkstätte sei kein geeigneter Ort für „politische Statements“. „Nazi-Deutschland hat in Auschwitz versucht, das jüdische Volk auszulöschen.“ Deshalb würde die Aktion der Festgenommen auch das Andenken sämtlicher Opfer verletzen.

     

    Am Tor des früheren KZ mit der menschenverachtenden Aufschrift „Arbeit macht frei“ enthüllte die Gruppe ein weißes Spruchband mit dem Wort „Love“.

    Das internationale Auschwitz-Komitee, das die Überlebenden des Holocaust vertritt, reagierte empört. „Jede Protestaktion gerade unter diesem Tor ist zynisch und gedankenlos“, sagte Komitee-Vizepräsident Christoph Heubner.

    „Solch einen Vorfall hat es in Auschwitz noch nicht gegeben“, sagte Museumsdirektor Piotr Cywinski. „Ich weiß nichts über ihre Motive.“ Museumssprecher Bartosz Bartyzel sagte laut der Nachrichtenagentur Apa, er sei „schockiert“.

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