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    Land der Fichten

    Försterschule in Südtirol (Foto: Lpa/Maja Clara)

    Försterschule in Südtirol (Foto: Lpa/Maja Clara)

    Zum größten Teil besteht der Südtiroler Wald aus Fichten (61 Prozent), gefolgt von Lärchen (19 Prozent) und Weißkiefer (10 Prozent).

    „Nur ein gesunder, ökologisch stabiler Wald kann seine mehrfachen Funktionen gut erfüllen“, weist Forstwirtschaftslandesrat Arnold Schuler anlässlich es Internationalen Tages des Waldes, der am 21. März begangen wird, auf die Bedeutung des Schutzes des Waldes hin.

    Überalterung, mangelnde Verjüngung, zu hoher Wilddruck beeinträchtigen seine Wirkungen.

    Der Wald gestaltet die Landschaft und prägt das Landschaftsbild, er leistet neben seiner Schutzfunktion für den Boden und vor Lawinen auch einen erheblichen Beitrag zum Wasserschutz, führt Landesrat Schuler aus. Zudem ist der Wald wichtig für den Klimaschutz. Dazu kommt die Nutzfunktion, der wirtschaftliche Aspekt für die Waldbesitzer und die 2000 holzverarbeitenden Betriebe in Südtirol.

    „Von zunehmender Bedeutung“, betont Schuler, „ist der Wald in seiner Erholungsfunktion als Naherholungszone“. Wälder sind die letzten großflächigen und weitgehend naturnahen Ökosysteme in Westeuropa; viele Arten der heimischen Fauna und Flora leben nur im Wald.

    „Der Wald in Südtirol“, unterstreicht Landesforstdirektor Paul Profanter, „ist Garant für die nachhaltige Sicherung der Siedlungen und der Wertschöpfung in der Talsohle“.

    Zahlen zum Wald in Südtirol

    Der Wald bedeckt etwa die Hälfte der Südtiroler Landesfläche von 740.000 Hektar. Rund 58 Prozent davon – circa 195.000 Hektar – ist Bergwald mit direkter Schutzfunktion und schützt den Boden vor Erosion und die Siedlungen vor Lawinen, Steinschlag und Muren.

    81 Prozent der Wälder liegen oberhalb 800 Meter Meereshöhe; darin wachsen über 500 Millionen Bäume: auf jede Einwohnerin bzw. jeden Einwohner Südtirols entfallen demnach über 1000 Bäume.

    Zum größten Teil besteht der Südtiroler Wald aus Fichten (61 Prozent), gefolgt von Lärchen (19 Prozent) und Weißkiefer (10 Prozent); die Tannen liegen mit 3 Prozent noch unter der Zirbe (6 Prozent), der Rest sind Buchen, Schwarzkiefern und Laubhölzer mit jeweils 1 Prozent.

    Zu den Besitzverhältnissen:

    Über die Hälfte dieser Wälder (52 Prozent) gehören einzelnen Privatpersonen, 9 Prozent sind Mitbesitze. 28 Prozent sind im Besitz öffentlicher Körperschaften und 7 Prozent von Interessentschaften. 2 Prozent sind Landesforst und ebenfalls 2 Prozent im Eigentum der Kirche.

    Im Landesforstgarten Latemar rund um den Karersee erreichen die Bäume zum Teil Höhen bis zu 50 Metern; aus ihnen werden weltbekannte Musikinstrumente hergestellt. Die ältesten Lärchen – etwa im Ultental – sind über 2000 Jahre alt.

    1971 hat die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) als Reaktion auf die globale Waldvernichtung den 21. März (Frühlingsanfang) als Internationalen Tag des Waldes empfohlen.

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