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    „Ihr seid Schreibtischtäter“

    kein geldDie Abschaffung der Voucher sei ein großer Schaden für alle, erklärt Dietmar Zwerger von der BürgerUnion. Er übt Kritik an den Gewerkschaften.

    Als großen Schaden sowohl für die Wirtschaft als auch für die Arbeitnehmer wertet die BürgerUnion die Abschaffung der Voucher durch die Regierung in Rom.

    „Die Schreibtischtäter in den Gewerkschaften haben wieder zugeschlagen. Sie haben in einem Schlag der Wirtschaft großen Schaden zugefügt, tausende Arbeitsplätze, wenn auch nur zeitlich begrenzte, ausgelöscht und für mehr Armut gesorgt. Gleichzeitig wird die Schwarzarbeit wieder zunehmen. Schlimner geht es eigentlich nicht mehr,“ schreibt der Wirtschaftssprecher der BürgerUnion, Dietmar Zwerger in einer Aussendung der Partei.

    Tausende Betriebe hätten mit den Vouchern über kürzere oder auch längere Zeiträume Arbeitsplätze geschaffen. All diese Arbeitsplätze seien nun laut BürgerUnion verloren.

    Dietmar Zwerger

    Dietmar Zwerger

    Es ist ein Irrglauben, der nur den Gehirnen realitätsfremder Bürokraten entspringen kann, dass all diese Voucher-Anstellungen nun in Arbeitsverträge umgewandelt werden.

    Viel mehr werden sich die Betriebe anderweitig arrangieren, wie zum Beispiel durch überbetriebliche Zusammenarbeiten, Anstellung von Subunternehmern, Auslagerung von Arbeitsleistungen oder Leiharbeit. Was jedoch den nun wieder Arbeitslosen nichts helfen wird, außer sie werden schwarz beschäftigt, was jedoch den Worst Case darstellt,“ warnt Zwerger.

    All dies scheine den Gewerkschaften laut BürgerUnion jedoch egal zu sein, denn es gehe ihnen einzig und allein um Sozialneid und Machtrausch.

    „In ihrem Wahn, der Wirtschaft größtmöglichen Schaden zuzufügen, opfern die Gewerkschaften die Schwächsten, sprich Arbeitslose, Mütter und Rentner, die sich dank Voucher gutes Geld verdienen konnten. Schade, dass die blasse Regierung in Rom aus Angst vor einem Referendum den Gewerkschaften gefolgt ist und sich nun über steigende Armut wundern darf. Vor allem jedoch ist es schade, dass durch die Blockade der Gewerkschaften dem Fleiß der Südtiroler erneut römische Brügel zwischen die Beine gelegt wird,“ schließt Zwerger die Aussendung der BürgerUnion.

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    Kommentare (6)

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    • meinemeinung

      Herr Zwerger sie haben negative Beispiele gebracht ,wenn auch einige zum Teil richtig sind so fehlen die Positive Seite der Voucher mit der Abschaffung .
      Die Unternehmen haben einfach übertrieben ,ausgenützt wo geht auf biegen und brechen und mehr schwarz gearbeitet als mit diesem Voucher System wurde noch nie.
      Voucher wurden missbraucht , die Unternehmer ,Bauern und Hoteliere sollten sich an die eigene Brust schlagen und sich besinne für was Voucher eingeführt wurden aber es wurde anders ausgenützt und jetzt die Retourkutsche . Ehrlich währt am längsten !!

    • franz

      Dietmar Zwerger
      “Die Schreibtischtäter in den Gewerkschaften haben wieder zugeschlagen. Sie haben in einem Schlag der Wirtschaft großen Schaden zugefügt, tausende Arbeitsplätze, wenn auch nur zeitlich begrenzte, ausgelöscht und für mehr Armut gesorgt. Gleichzeitig wird die Schwarzarbeit wieder zunehmen“ [….]
      „Es ist ein Irrglaube, der nur den Gehirnen von Unternehmern entspringen kann, dass mit es ohne Voucher mehr Schwarzarbeit gibt, es war gerade das Voucher System welches die Schwarzarbeit gefördert hat ( 1 Stunde Voucher 7 Stunden schwarz. Krankenversicherung ohne INPS Beiträge ) und natürlich für den Unternehmer ein Vorteil keine Steuern.
      Folge junge Menschen werden zu Sklaven.
      Und wie INPS Präsident Boeri meinte, junge Menschen mit diesen System arbeiten müssen bis sie 75 Jahre alt sind, bis sie dann eine lächerliche Rente bekommen
      Mit diesen Voucher System bzw. den. JOBS ACT mit den der art 18 abgeschafft wurde der Regierung Renzi wurden keine Arbeitsplätze geschaffen und schon gar nicht sichere Arbeitsplätze.
      Ganz im Gegenteil.
      Renzi – Arbeitsnehmer sollten sich mit Versicherungen absichern. capito ! damit sich die Versicherungen bereichern können und eines Tages ähnlich wie bei Banca Etruria und anderen Banken ( wie auch in Südtirol ) zum Teil bzw. sämtliches Kapital in Luft auflöst ? und der Kleinsparer das Nachschauen hat, bzw. mit Nichts da steht. Abgesehen von den Kleinsparern die ihr ganzen Geld verloren haben und wohl nicht wieder bekommen , darf der Steuerzahler schlussendlich für die von Bankmanagern leichtfertig vergebenen Kredite bzw. deren Verluste haften.
      Anstatt die Kleinsparer zu retten, rettet man die Verantwortlichen Manger dieser Banken.
      “Arbeitslose, Mütter und Rentner, die sich dank Voucher gutes Geld verdienen konnten“[…]
      Für die Arbeitslosen sollte der Staat dafür sorgen , dass sie eine Arbeit mit einen angemessenen Gehalt bekommen anstatt mit 2 / Stunde schwarz mit Voucher zu arbeiten. Und nicht Jährlich 100.000 gut qualifizierte junge Menschen abwandern müssen weil dieser Staat anstatt für Wirtschaftsaufschwung zu sorgen ( z. B durch Steuern senken ) 4 Milliarden € / Jahr für Flüchtlinge ( 95 % Clandestini ) ausgibt
      Rentner sollten eine Rentze bekommen mit der sie leben können und nicht gezwungen sind mit Voucher für ein paar € etwas dazu zu verdienen um nicht gegen Monatsmitte das Essen aus der Mülltonne holen zu müssen, währen Clandestini in 4 Sternehotels mit allem drum und dran logieren + IPHONE Zigaretten von der Caritas
      und gratis Skikurs vom Wohlfahrtssozialihilfesystem – Südtirol.

    • ronvale

      Kompliment Herr Zwerger

      Ich bewundere die kreative Art und Weise, wie die Interessensgruppe welche Sie vertreten ein gut gemeintes Mittel zur Belebung des Arbeitsmarkts ins Absurde, Betrug und Ausbeutung verwandeln konnte.

      http://www.huffingtonpost.it/enrico-rossi/la-piaga-del-lavoro-nero-e-il-trucco-dei-voucher-ora-tocca-al-parlamento-e-al-pd_b_9763872.html

    • george

      Werte Wirtschafter, schafft doch etwas besseres, wo weniger geschwindelt und betrogen werden kann, anstatt über die Abschaffung zu schimpfen und zu schreien. Ihr habt es euch durch die unehrliche und überzogene Handhabung vieler eurer Kollegen-innen und durch das Gewährenlassens dieser schwindeligen Art von Verwendung dieses an sich ja guten Zahlungsmittels ja selber vertan. „Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht“.

      • roadrunner

        Die Leittragenden sind auch in diesem Fall die Arbeitnehmer. Die „unehrlichen“ Arbeitgeber lassen sich schon was Neues einfallen oder greifen schlimmstenfalls wieder auf die Schwarzarbeit zurück. Vielen Arbeitgeber, so wie auch mir wurde durch die Abschaffung ein großes Problem aufgetan. Naja…dann werde ich mich wohl wieder in unsicheren Gewässern bewegen müssen. Jedenfalls vielen Dank unseren inkompetenten Gewerkschaften.

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