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    Nachtschicht mit Pöder

    Andreas Pöder und sein Mitarbeiter Stefan Taber mit den Abänderungsanträgen

    Andreas Pöder und Mitarbeiter mit Abänderungsanträgen aus dem Sanitätsausschuss

    Mit einem 4.907 Seiten umfassenden Minderheitenbericht zur Sanitätsreform legt Andreas Pöder ein weiteres Mal den Landtag lahm. Die Mitarbeiter im Hohen Haus steigen auf die Barrikaden. 

    Von Matthias Kofler und Anton Rainer

    Das Ziel ist bekannt, die Methoden sind es ebenso: Um der von SVP-Landesrätin Martha Stocker lange vorbereiteten Sanitätsreform noch im letzten Moment Steine in den Weg zu legen, nutzt der Oppositionelle Andreas Pöder jede der ihm laut Geschäftsordnung des Landtags zustehenden Möglichkeiten. Was die Papierstapel an tausenden Abänderungsanträgen in den Nachtsitzungen der Gesetzgebungskommission schafften, treibt einige Wochen später ein mehrere tausend Seiten dicker Minderheitenbericht im Landtagsplenum auf die Spitze.

    Im Gegensatz zu seinen Ausschusskollegen Walter Blaas und Riccardo Dello Sbarba, die ihre Minderheitenberichte mit jeweils sechs bzw. zwei Seiten entsprechend den Wünschen der Mehrheit äußerst knapp hielten, reichte Pöder am Mittwoch ein 4.907 Seiten langes Monster-Dokument ein. Dieses muss von den Mitarbeitern des Landtages nicht nur übersetzt werden, der BürgerUnions-Abgeordnete dürfte im Plenum auch darauf bestehen, seinen Bericht vollinhaltlich vorzulesen: Ein Zeitaufwand, der potentiell mehrere Tage in Anspruch nehmen würde.

    „Alles, was in diesem Bericht drinsteht, sind meine eigenen Texte“, schmunzelt Andreas Pöder, „ich habe nichts zusammenkopiert“.

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    Kommentare (5)

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    • erich

      Kein Wunder, dass immer mehr der Demokratie in den Aesch treten wenn sie darin besteht, dass sich gewählte Volksvertreter nur mit sich selbst beschäftigen. Der Stellenwert der Politiker ist hinter jeder Berufsgruppe, jeder hat nur das eigen ICH als Ziel, die Produktivität ist ein Fremdwort.

    • ich

      Es ist zum Haare ausreissen .So macht man Demokratie kaputt. Wie kann man den nur stoppen? Ein Narzist erster Güte

    • sepp25

      jetzt verstehe ich wiso es im Landtag ständig mehr Mitarbeiter braucht. Diese Seiten müssen alle übersetzt werden, obwohl die meisten nur wenig mit der Sache zu tun haben werden. Alles nur weil einer meint sich in Szene setzten zu müssen, aus Angst in eineinhalb Jahren keinen Job mehr zu haben.

      • andreas

        Besser so als bespiegelte Frauenzimmer oder Kreuzeabhängen wie andere Oppositionspolitikerinnen zu fordern.
        Die SVP führt die Opposition vor, welche Möglichkeiten bleiben Ihnen?

    • werner

      Pöders Manöver könnte mit einer besseren Gesundheitsreform leicht umgangen werden.

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