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    „Typisch für ein Pyramidensystem“

    onecoinDie italienische Marktaufsicht dehnt das Verbot der Vermarktung der Kryptowährung OneCoin in Italien aus. 

    Die italienische Wettbewerbsbehörde hat das Verfahren in Bezug auf die Kryptowährung OneCoin auf die Firmen Onelife Network Ltd und Easy Life Srl ausgedehnt; im Anschluss daran hat sie für die Firma Onelife Network Ltd die vorsorgliche Aussetzung der Vermarktung der Kryptowährung in Italien verfügt. Easy Life hat hingegen mitgeteilt, die Geschäftspraktik unterbrochen zu haben.

    Aus den von der Behörde erfassten Informationen ginge nämlich hervor, dass auch diese beiden Firmen am Vertrieb des Verkaufs- und Verteilungsprogramms der Krpytowährung OneCoin und den damit verbundenen Weiterbildungspaketen beteiligt seien.

    Die AGCM hatte ein Verfahren gegen die Firma One Network Services Ltd und drei physische Personen in ihrer Eigenschaft als registars von Internet-Domains eingeleitet (onecoinsuedtirol.it, onecoinitaliaofficial.it und onecoinitalia.com), und einen vorsorglichen Stopp der Aktivitäten in Italien in Bezug auf die Kryptowährung verhängt.

    Der Großteil der Einkünfte, so die AGCM, käme nicht aus dem Verkauf des virtuellen Gelds OneCoin, sondern vielmehr aus den Quoten, die die VerbraucherInnen beim Eintritt ins System bezahlen; dieselben VerbraucherInnen müssten dann, um ihrerseits Gewinne erzielen zu können, weitere EinsteigerInnen finden.

    Diese Art des Vorgehens scheint typisch für ein Pyramidensystem zu sein. Bei der Sammlung der Elemente, die zur Ausweitung der Maßnahme geführt haben, wurde die AGCM von der Antitrust-Abteilung der italienischen Finanzwache unterstützt.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (3)

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    • vogel

      Diejenigen, die überredet wurden hier zu investieren, sollten sich nicht schämen und dringend Anzeige erstatten. Sie wurden betrogen.
      Sonst ist das investierte Geld ganz weg.

    • checker

      Alle Pyramidensysteme sind am Ende nicht vorteilhaft für den „Nutzer“. Es ist allerdings auffallend, dass im Bereich der Kryptowährungen die Verbote unglaublich schnell erlassen werden. Was steckt dahinter: Ganz klar will man um jeden Preis verhindern, dass die Geldschöpfung, die bis jetzt durch das klassische Bankensystem mit Lokalbanken und Zentralbanken betrieben wurde, Konkurrenz erfährt. Besonders im Bereich der Kryptowährungen fürchtet man dass die Geldschöpfung aus der Kontrolle der Privaten gerissen wird und dezentral und unabhängig wird. Gleichwohl muss gesagt werden, dass in der Tat die Anonymität der Kryptowährungen auch jede Menge zwielichtige Marktteilnehmer anzieht.
      Fakt ist: Wir stehen kurz vor der Abschaffung des Bargeldes und damit vor der totalen monetären Abhängigkeit des Bürgers vom jetzigen Bankensystem. Hier könnten neue Währungs- und Geldsysteme für mehr Freiheit sorgen.
      Aber der Bürger muss es wollen. Eine spannende Entwicklung, die leider am Grossteil der Bürger die man leider als totale Finanzanalphabeten bezeichnen muss, vorbeigeht.

      • andreas

        Jedenfalls ist das jetzige System immer noch übersichtlicher als ein Japaner oder Chinese der sich im Hinterhof eine Pseudowährung bastelt mit welcher die Unterwelt ihre Deals bezahlt.

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