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    Radon in Schulen

    05-kind-kindergarten-kidKrebserregende Gase in Kindergärten und Schulen: In 197 Landes- und Schulgebäuden gibt es eine zu hohe Radon-Belastung.

    Die Landesumweltagentur Bozen hat seit 2003 Radonmessungen in Schulen, Kindergärten und Landesgebäuden durchgeführt.

    In 197 Fällen wurde die Überschreitung der Grenzwerte von 500 Bq/m³ (Jahresmittelwert) ermittelt.

    Anstelle mit den Sanierungsarbeiten zu beginnen, führt die Landesregierung erneut für eine Million Euro eine weitere Erhebung durch. Diese wird erst demnächst ausgeschrieben.

    Für viele Kinder und Schüler bedeutet dies, weiterhin krebserregenden Gasen ausgesetzt zu sein, so die Süd-Tiroler Freiheit.

    Die Süd-Tiroler Freiheit fordert indessen die Süd-Tiroler Landesregierung auf, die Erhebung zu beschleunigen und rasch Sanierungsmaßnahmen umzusetzen, zumal in eingen Fällen das Radon-Problem schon seit dem Jahr 2003 bekannt ist.

    Trotz mehrfacher Interventionen der Süd-Tiroler Freiheit handle die Landesregierung „nur zögerlich und halbherzig“ bei der Beseitigung des Radon-Problems in den öffentlichen Gebäuden. „Viele Eltern sind, aufgrund der hohen Radonwerte sehr besorgt und haben wenig Verständnis, dass die Sanierungsmaßnahmen so lange auf sich warten lassen“ so Werner Thaler, Leitungsmitglied der Bewegung Süd-Tiroler Freiheit.

    Die Antwort von LR Achammer

    Die Antwort von LR Achammer

    Aus der Antwort auf eine Landtagsanfrage der Süd-Tiroler Freiheit geht hervor, dass derzeit eine neue Erhebung der Radon-Werte in allen betroffenen Gebäuden (197) in ganz Süd-Tirol ausgeschrieben wird. Diese muss während der Heizperiode durchgefüht werden und innerhalb von 6 Monaten abeschlossen sein, also frühestens in einem Jahr. Erst dann liegt eine Liste mit den möglichen Sanierungsarbeiten pro Gebäude vor. Im einem nächsten Schritt wird erst die eigentliche Sanierung ausgeschrieben, was wiederum sehr viel Zeit in Anspruch nehmen wird, kritisiert die Süd-Tiroler Freiheit.

    Zur Info:

    Radon ist ein natürliches radioaktives Element. Die Belastung mit Radon bzw. dessen Zerfallsprodukte bringt allerdings Gefahren mit sich, da das Gas, welches meist aus dem Untergrund in Häuser eindringt, den Radioaktivitätsgehalt der Luft ansteigen lassen kann.

    Es ist nachgewiesen, dass der Stoff krebserregend ist. Nach derzeitigen Schätzungen sind weltweit drei bis 14 Prozent aller Lungenkrebsfälle auf Radon zurückzuführen.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (3)

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    • werner

      Wahrscheinlich halb so schlimm.
      1. Hauptsächlich in unterirdischen Räumen.
      2. Lüften hilft.

      • thefirestarter

        Umkleideräume im Kellergeschoss. Lüften im Winter bevor die Kinder in die Räume kommen (also so 7.45 Uhr) … Fehlanzeige.
        Über Nacht kann sich also eine Konzentration aufbauen…..

        … Halb so schlimm!?

    • Es hängt natürlich von der Konzentration ab, aber Lüften ist eine absolut wirksame Methode!
      Die CO2-Konzentration in so manchem Klassenzimmer ist sicher höher!
      Bereits nach eine Viertelstunde in einem geschlossenen Raum sind diese erhöht!

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