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Mister Universo

Preise hat der dritte Zirkusfilm von Tizza Covi und Rainer Frimmel bereits bekommen, heute ist er in Rovereto zu sehen, im April kommt er nach Bozen. 

von Renate Murmelter

Die aus Bozen stammende Filmemacherin Tizza Covi und ihr Regiepartner Rainer Frimmel haben sich in die aussterbende Welt des Zirkus verliebt. In einem ungewöhnlichen Mix von Dokumentar- und Spielfilm erzählen sie Geschichten aus dieser Zirkuswelt.

2005 begleiteten sie in  „Babooska“ die Zirkusfamilie Gerardi bei ihrer Arbeit durch Italien, 2009 stellten sie die rothaarige Patrizia Gerardi in den Mittelpunkt einer fiktiven Handlung um ein vergessenes Kind und nannten den Film „La Pivellina“, und 2016 wurde der inzwischen zum Dompteur herangewachsene Tairo zum Protagonisten der aktuellen Zirkusgeschichte, „Mister Universo“.

Dazwischen gab es 2012 mit „Der Glanz des Tages“ meinen persönlichen Covi-Frimmel-Favoriten. Hier treffen der erfolgreiche Schauspieler Philipp Hochmair und der Schausteller Walter Saabel aufeinander und improvisieren entlang minimaler Regievorgaben über Realität und Darstellung, entdecken sich gegenseitig und erlauben es den Zuschauern, mitzukommen. Die Zirkusfilme von Covi und Frimmel sind „folkoristischer“, haben diesen erstaunten Blick von jemandem, der auf eine gänzlich fremde Welt schaut.

„Mister Universo“  ist ein Roadmovie, in dem es um die Flüchtligkeit des Glücks geht. Der junge Dompteur Tairo macht sich auf die Suche nach Arthur Robin, dem ehemaligen Mister Universo, der ihm vor Jahren mit eigenen Händen ein Glückshufeisen gebogen hat. Er ist inzwischen alt, Tairos Tiger und Löwen sind es auch, sie sterben ihm so langsam weg, seine Zirukusnummer droht zu kippen, und die Artistin Wendy muss wegen der Rückenschmerzen Teile des Programms streichen.

In Bozen wird „Mister Universo“ Anfang April im Rahmen des Bolzano Filmfestival Bozen zu sehen sein. Heute gibt es in Rovereto einen Abend mit Tizza Covi (18h) und dem Film (21 h).

Mister Universo, (A/I,  2016, 90 Min.), Regie: Tizza Covi und Rainer Frimmel. Bewertung: Sehenswert

Was es sonst noch gibt: „Der dritte Mann“ Original-35mm (MI, 19.30 Cinè, Bozen),  „Timm Thaler oder das verkaufte Lachen“, „Ronja die Räubertochter“ 1984 (ab MO)

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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