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    Es geht los!

    hcbAm Sonntag steigt der Auftakt zur Best-of-seven-Viertelfinalserie in der Ebel-Liga. Ab sofort gibt es kein Penaltyschießen mehr, sondern es folgt beine Sudden-Death-Victory-Overtime.

    99ers seit 1.562 Tagen ohne Sieg in Salzburg
    Erstmalig gibt es heuer ein Play-off-Duell zwischen dem EC Red Bull Salzburg und den Moser Medical Graz99ers!

    Die Mozartstädter sind Stammgast im Play-off, bestreiten 2016/17 ihre bereits zwölfte Post-Season in Folge! Sechs Mal holten die Red Bulls am Ende auch den Meistertitel, zuletzt zwei Mal am Stück und entschieden somit auch die letzten sechs Play-off-Serien für sich.

    Ein Titel-Hattrick gelang bisher noch keinem Team in der Erste Bank Eishockey Liga. Die 99ers nehmen heuer zum neunten Mal ein Play-off in Österreichs höchster Spielklasse in Angriff, bisher haben die Murstädter noch nie die erste Runde überstanden. Für die Steirer ist es zudem die erste Play-off-Teilnahme seit der Saison 2012/13.

    Zum Viertelfinal-Auftakt kreuzen die beiden Vereine am Sonntag in der Mozartstadt die Schläger: Nach einem Sieg der Steirer im Salzburger Volksgarten muss man in den Geschichtsbüchern lange suchen: Am 16. November 2012 oder vor mittlerweile 1.562 Tagen siegten die Murstädter zuletzt in der Mozartstadt, seither behielten Matthias Trattnig und Company neun Mal in Folge zu Hause die Oberhand.

    Die Red Bulls präsentierten sich zuletzt auch in absoluter Torlaune, gewannen ihre letzten drei Spiele und schossen dabei 21 Tore. Salzburgs Headcoach Greg Poss weiß: „Jetzt beginnt die schönste Zeit der Saison, wenn es um alles geht. In den letzten Runden sind wir immer besser geworden, wir haben eine gute Tiefe in der Mannschaft, jede Reihe ist gefährlich.

    Das kann uns helfen, wenn wir lange Serien spielen sollten!“ Auch die Moser Medical Graz99ers blieben zuletzt zwei Mal siegreich. Die Qualifikation Round hatte für die Murstädter schon ein wenig Play-off-Charakter. „Salzburg ist der Titelverteidiger, die beste Mannschaft der letzten Jahre. Sie sind der Favorit.

    Es wird eine große Aufgabe, aber wenn man gegen sie gut defensiv in der neutralen Zone agiert, dann kann das ein kleiner Vorteil sein, denn die Red Bulls agieren sehr offensiv. Wir müssen bereit sein mit viel Disziplin zwischen den blauen Linie zu spielen und dann den Konter ausspielen – es wird hochklassig!“, weiß 99ers Headcoach Doug Mason, der seinen Vertrag bei den Moser Medical Graz99ers vor wenigen Tagen bis zur Saison 2018/19 vorzeitig verlängert hat.

    Die besten Scorer der Teams sind John Hughes (RBS) mit 32 Treffern und 33 Assists bzw. Oliver Setzinger (G99) mit 20 Toren und 41 Vorlagen. Hughes ist zudem der erfolgreichste Torschütze seines Teams bzw. der Erste Bank Eishockey Liga. Kyle Beach traf bisher am öftesten für die 99ers, er hält bei 30 Volltreffern.
    Bei einer Fanumfrage auf der Facebook-Seite der Erste Bank Eishockey Liga rechnen 76% der Befragten mit einem Weiterkommen der Red Bulls. Wer als Erster vier Siege auf seinem Konto hat ist eine Runde weiter bzw. steht im Halbfinale.

    Foxes bekämpfen in Linz mehrerer Negativserien!
    Zum bereits dritten Mal im Folge kommt es ab Sonntag zum Viertelfinalduell EHC LIWEST Black Wings Linz vs. HCB Südtirol Alperia.

    In den zwei bisherigen Serien konnten jeweils die Oberösterreicher den Auftakt für sich entscheiden und stiegen letztlich auch mit 4:3- bzw. 4:2-Siegen in das Halbfinale auf. Am Sonntag genau vor einem Jahr siegten die Black Wings zum Start der Best-of-seven-Serie in Bozen 5:3. Dieses Mal beginnt das Play-off-Duell, wie 2014/15, wieder in Linz.

    Beide Teams wurden zuletzt arg gebeutelt, feierten im Feber in sechs Partien erst einen Sieg! Die Österreicher mussten zuletzt vier Mal als Verlierer vom Eis, unter anderem vor einer Woche in Bozen. Zum Play-off-Auftakt kreuzen die beiden Mannschaften am Sonntag allerdings in Linz die Schläger. Der Heimvorteil könnte dabei zu einem entscheidenden Faktor werden: Insgesamt 18 Mal standen sich die zwei Vereine seit dem Liga-Eintritt des HCB Südtirol Alperia 2013/14 bisher in der Stahlstadt gegenüber, 14 Mal hieß der Sieger am Ende Linz – zuletzt vier Mal in Folge! Zudem hat der HCB mit einem „Auswärtsfluch“ zu kämpfen:

    Im Kalenderjahr 2017 verloren Alexander Egger und Company nämlich bisher alle neun Spiele in der Fremde, unter anderem im Jänner bereits zwei Mal in Linz!

    Fotos: Antonello Vanna

    Fotos: Antonello Vanna

    Der Faschingssonntag wird also zeigen, welches der beiden Teams zum Play-off-Start den Hebel besser umschalten kann. Wer als Erster vier Siege am Konto seht im Semifinale.

    Dieses erreichte Linz übrigens unter der Herrschaft von Rob Daum bisher immer, 2012 holte man unter dem Kanadier sogar den Meistertitel. Bei einer Umfrage auf der Facebook-Seite der Erste Bank Eishockey Liga sind jedenfalls 63% der Befragten von einem Aufstieg der Linzer überzeugt. „Bozen ist jenes Team, das die anderen Drei nicht gewählt haben. In den letzten beiden Jahren hatten wir harte Schlachten“, warnt aber Linz Manager Christian Perthaler.

    „Wir sind immer eine kampfstarke Truppe gewesen. Im Play-off startet wieder alles bei Null!“, zeigte sich Bozens Team-Manager Georg Knoll kämpferisch.

    Bei den Special Teams haben die Oberösterreicher klar die Nase vorne: Die Black Wings haben das beste Powerplay (Effizienz: 23,4%) und Penalty Killing (Effizienz: 86%), Bozen liegt im Power Play mit einer Effizienz von 18,8% auf Platz 6 und hat das schlechteste PK aller acht Play-off-Teilnehmer (Effizienz: 76,1%).

    Der Linzer Dan DaSilva mit 70 Punkten (31T/39A) bzw. der Bozner Brodie Reid mit 48 Punkten (26T/22A) sind die Punktebesten Spieler ihrer Teams. Reid schoss auch die meisten Treffer für die Foxes. Bei den Linzer ist der Österreicher Brian Lebler mit 32 Treffern Top-Torjäger.

    Vertragsverlängerungen in Klagenfurt und Znojmo vorm ersten Viertelfinalduell
    Zum zweiten Mal in der Geschichte der Erste Bank Eishockey Liga kommt es ab Sonntag zum Viertelfinalduell EC-KAC vs. HC Orli Znojmo, 2014/15 setzte sich Klagenfurt mit 4:1-Siegen durch. Damals gab es vier Auswärtssiege, wobei die Kärntner gleich zu Beginn in Tschechien das Break schafften. Heuer trifft man sich zum Playoff-Start zunächst in Kärnten. Beide sind rechtzeitig zur Post Season in Form:

    Die Rotjacken gewannen im Feber als einziges Team alle sechs Partien. Zuletzt haben David Madlener und Co. in der Defensive Beton angerührt, kassierten in den letzten drei Runden nur drei Treffer und trafen selbst gleich 14 Mal. „Wir haben mit Znojmo einen Gegner gewählt, mit dem wir uns in den letzten Jahren einige heiße Gefechte geliefert haben, aus denen wir jedoch häufig siegreich hervorgingen. Wir wollen uns auch im Play-off auf unsere Stärken konzentrieren und diese aufs Eis bringen.“, sagte KAC Sport Manager Dieter Kalt.

    Bisher standen sich die beiden Vereine in der Erste Bank Eishockey Liga 29 Mal gegenüber, 20 Spiele davon gewannen die Rotjacken. Diese Woche machte man beim EC-KAC auch bezüglich Vertragsverlängerungen Nagel mit Köpfen und bindet Goalie David Madlener, Verteidiger Christoph Duller und Stürmer Johannes Bischofberger bis Ende 2018/19.
    In Znojmo weiß man, was man an Colton Yellow Horn hat.

    Der Kanadier, letzte Saison zum MVP gekürt, erzielte für die Tschechen seit seiner Rückkehr aus Pilsen bereits 42 Punkte (19T/23A) aus 38 Spielen. Grund genug den Center vorzeitig mit einem neuen Vertrag für die kommende Spielzeit auszustatten: „Colton ist sein sehr wertvoller Spieler für uns, das zeigt er in jedem Spiel aufs Neue. Er fühlt sich auch sehr wohl hier bei uns und wird uns noch viel Freude bereiten. Wir sind sehr froh, dass er bei uns verlängert hat“, berichtete Sportmanager Rostislav Docekal.

    Sportlich ging es seit der Amtsübernahme von Roman Simicek als Trainer stetig bergauf. Mittlerweile haben die Tschechen ein Play-off-Abo, stehen auch im sechsten Jahr ihrer Liga-Zugehörigkeit unter den Top 8. Im Viertelfinale soll aber keinesfalls Endstation sein. Bisher scheiterte man vier Mal in der erste Ko-Runde, ehe man 2015/16 ins Finale marschierte. Nach Klagenfurt reist man jedenfalls mit guten Erinnerungen, dort gewannen die Tschechen den letzten Auftritt am 02. Dezember 2016 mit 4:2, überhaupt konnten Peter Pucher und Co. zwei der letzten drei Gastspiele in der Kärntner Landeshauptstadt für sich entscheiden.

    Zudem gewannen die „Roten Adler“ vier ihrer letzten fünf Partien. „Grunddurchgang und Play-off sind zwei paar Dingen. Es beginnt nun wieder alles bei Null und immer wieder überraschen Außenseiter. Wir wollen beweisen, dass wir Hockey spielen können.“, sagte Znojmos Headcoach Roman Simicek.

    Punktebester Spieler des EC-KAC ist Jamie Lundmark mit 51 Punkten (26T/25A). Bei den Tschechen war David Bartos bisher der fleißigste Punktesammler, er hält bei 18 Treffern und 27 Assists. Dahinter folgt bereits Colton Yellow Horn mit 42 Punkten. Bei einer Umfrage auf der Facebook-Seite der Erste Bank Eishockey Liga rechnen 56% aller Befragten mit einem Aufstieg des EC-KAC, es war das knappste der vier Ergebnis im Rahmen der Viertelfinal-Umfrage.

    Innsbruck reist schon wieder nach Wien
    Die UPC Vienna Capitals und der HC TWK Innsbruck „Die Haie“ sind bereit für das Play-off. Die Wiener waren die Nummer eins nach dem Grunddurchgang und das beste Team nach der Pick Round. Als Gegner für das Viertelfinale wählten die Caps den HC TWK Innsbruck „Die Haie“. Die Generalprobe gab es am Dienstag vor der Wahlnacht auf SKY, die Caps siegten zu Hause mit 3:1 und stellten damit im Saisonduell auf 5:1-Siege, kein Spiel ging in eine Overtime.

    Die Tiroler feierten ihren einzigen Sieg in Wien, beim 9:7-Schützenfest Mitte November 2016. Seit Bestehen des Live-Picks erreichte der Sieger der Zwischenrunde stets das Finale. Ein Play-off-Duell Wien vs. Innsbruck gab es übrigens auch schon einmal: 2007/08 traf man sich ebenfalls im Viertelfinale, damals sweepten die Caps die Haie 3:0. Aber Achtung: In den letzten beiden Jahren verloren die Bundeshauptstädter ihr erstes Viertelfinale gegen den EC VSV zu Hause bzw. in Ungarn.

    „Wir müssen defensiv gegen ein Team wie Innsbruck gutstehen. Es gilt darauf aufzupassen, wenig Strafen zu nehmen. Gleichzeitig müssen wir unsere Stärken ausspielen: Also eine solide Defensive, harter Körpereinsatz und die Scheibe schnell von hinten herausspielen, mit Tempo vor das Tor kommen und mit zwei, drei Pässen den Abschluss suchen“, kennt Caps-Stürmer Andreas Nödl das Rezept für das Duell mit den Offensivstarken Haien. Daheim feierten die Hauptstädter zuletzt vier Siege in Folge. Dabei rührten die Wiener in der Defensive Beton an und kassierten in 240 Minuten nur vier Treffer. Topscorer der Caps ist Riley Holzapfel mit 53 Punkten.

    Die meisten Treffer der Wiener erzielten Holzapfel und MacGregor Sharp, beide trafen jeweils 22 Mal. Der HC TWK Innsbruck bestreitet am Sonntag in Wien sein erstes Play-off-Spiel seit 01. März 2009. Insgesamt ist der HCI in der Erste Bank Eishockey Liga (seit 2003/04) zum fünften Mal im Play-off vertreten, bisher war für die Tiroler dabei immer bereits in der ersten Ko-Runde Endstation, stets ging auch Spiel eins verloren. Heuer trifft man, wie 2007/08, auf Wien. Zum Auftakt der Play-off-Serie müssen die Haie am Sonntag in die Bundeshauptstadt reisen.

    In Kagran konnten die Tiroler diese Saison schon einmal gewinnen und bei der Generalprobe am Dienstag das Match lange Zeit offen halten, nach 40 Minuten stand es noch 1:1-Unentschieden. „Wir sind sehr froh darüber wie wir zuletzt gespielt haben und für jeden Gegner bereit“, gibt sich HCI-Headcoach Rob Pallin zuversichtlich.

    Mit Fehervar AV19 ärgerte der US-Amerikaner 2014/15 bereits im Viertelfinale die Wiener ordentlich, man musste sich nach 2:0-Serien-Führung jedoch 2:4 geschlagen geben. In Wien kämpfen Tyler Spurgeon und Co. am Faschingssonntag auch gegen ihren Auswärtsfluch, die Haie verloren ihre letzten sechs Auswärtsspiele. Topscorer der Haie ist John Lammers.

    Es kommt zum Bruderduell JP Lamoureux (Wien) vs. Mario Lamoureux (HCI). Bei einer Fanumfrage auf der Facebook-Seite der Erste Bank Eishockey Liga sehen 68 Prozent der Befragten Jean-Philippe Lamoureux und seine Wiener Kollegen eine Runde weiter.

    Ab sofort kein Penaltyschießen mehr
    In den Play-offs gibt es ab sofort kein Penaltyschießen mehr! Sollte es in einer Partie nach 60 Minuten Unentschieden stehen, gibt es eine „Endlos-Overtime“, also ein „Sudden Death“ bis zum Entscheidungstreffer mit Verlängerungen zu je 20 Spielminuten mit Eisreinigung. Das bisher längste Match der Liga-Geschichte dauerte übrigens 111 Minuten und 39 Sekunden (Brutto: ca. 4:20 Stunden), ehe John Hughes am 13. März 2015 den EC Red Bull Salzburg im 4. Viertelfinalduell zum 2:1-Overtime-Sieg beim EC VSV schoss…

    Vier Siege bis ins Halbfinale
    Die Play-off-Serien der Erste Bank Eishockey Liga werden best of seven ausgespielt. Wer als erster vier Siege am Konto hat, ist eine Runde weiter.

    Erste Bank Eishockey Liga, 1. Play-off-Viertelfinale (best of seven):
    So, 26.02.2017: EC Red Bull Salzburg (2) – Moser Medical Graz99ers (7) – 17:00 Uhr, ServusTV live
    Referees: SMETANA, ZRNIC, Kaspar, Zgonc.
    So, 26.02.2017: UPC Vienna Capitals (1) – HC TWK Innsbruck „Die Haie“ (5) – 17:30 Uhr
    Referees: M. NIKOLIC, STOLC, Pardatscher, Seewald.
    So, 26.02.2017: EC-KAC (3) – HC Orli Znojmo (8) – 17:30 Uhr
    Referees: GRUBER, K. NIKOLIC, Rakovic, Schauer.
    So, 26.02.2017: EHC LIWEST Black Wings Linz (4) – HCB Südtirol Alperia (6) – 18:30 Uhr, SKY live
    Referees: LEMELIN, SIEGEL, Nothegger, Verworner.

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