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    Der Kalterer Drogenstadl

    Disco

    Das Kalterer Tanzlokal Weinstadl ist vom Quästor für 15 Tage geschlossen worden. War das Lokal ein regelrechter Drogenstadl?

    Quästor Giuseppe Racca hat die Schließung des Kalterer Tanzlokals Weinstadl für die Dauer von 15 Tagen verfügt.

    Der Grund: Von dem Lokal gehe eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit aus. Mehrmals seien im Lokal Personen mit Drogen angetroffen werden, so heißt es in einer Aussendung der Polizei.

    Bereits im Jahr 2011 war im Weinstadl während einer Techno-Party eine Razzia durchgeführt worden, in deren Verlauf die Ordnungskräfte Drogen sicherstellten, derer sich die Partybesucher entledigt hatte.

    Der Betreiber habe daraufhin beschlossen, keine solchen Party mehr zu veranstalten. Doch seit dem Jahr 2016 würden erneut Partys organisiert. Mittel November vergangenen Jahres sei im Weinstadl eine sogenannte Goa Party abgehalten worden.

    Auf dem Parkplatz vor dem Weinstadl filzte die Polizei ein Person mit 2 Extasy-Tabletten, 0,25 Gramm Kokain und weiteren kleinen Mengen an synthetischen Drogen.

    13 weitere Personen wurden ebenfalls mit kleineren Mengen an Haschisch, Marihuana, Speed und Koks angetroffen.

    Am 22. Jänner dieses Jahres wurden auf einer Toilette im Weinstadl 0,95 Gramm Marihuana und 0,65 Gramm Speed sichergestellt. Bei 15 Jugendlichen stellten die Polizeikräfte kleinere Mengen an Drogen fest.

    Bis dahin hatten die Behörden also „nur“ kleinere Drogenmengen beschlagnahmen können.

    Aber offenbar war der Weinstadl ein regelrechter Drogenumschlagplatz.

    Denn in der Nacht auf den 19. Februar dieses Jahres, während einer sogenannten Hardcore-Party im Weinstadl, stellten die Fahnder im Lokal größere Rauschgiftmengen sicher.

    Im Lokal, und zwar an verschiedenen Punkten versteckt, entdeckten die Polizeikräfte 50 Gramm Kokain, 30 Gramm Heroin, 5 Gramm Haschisch, 15 Gramm Marihuana. Vier Jugendlichen wurden mit kleineren Drogenmengen gefilzt.

    Die Ermittler gehen davon aus, dass Dealer das Rauschgift an verschiedenen Punkten im Lokal versteckt haben und die Drogen während der Party verkaufen wollten.

    Aufgrund des Ergebnisses dieser letzten Razzia hat der Quästor die Reißleine gezogen.

     

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