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Die Kündigung

Das Rathaus in Bruneck

Das Rathaus in Bruneck

Schon wieder ein Wechsel an der Spitze des Stadtmarketing Bruneck. Am Freitag hat Michael Oberrauch seine Kündigung eingereicht. Dabei war der Direktor nicht viel länger als ein Jahr im Amt. Über die Hintergründe kann nur spekuliert werden.

von Silke Hinterwaldner

Nur schweren Herzens hat Christian Tschurtschenthaler seinen Job als Bürgermeister von Bruneck vor bald vier Jahren an den Nagel gehängt. Dabei konnte er nie verhehlen, dass der Sprung in den Landtag für ihn kein echter Aufstieg war.

Auch deshalb hat man in Bruneck einige Hebel in Bewegung gesetzt, um Christian Tschurtschenthaler als Präsident des Stadtmarketing halten zu können. Weil diese Aufgabe mit einem Mandat im Landtag unvereinbar war, wurde das Stadtmarketing in eine neue Rechtsform gegossen. Das war vor rund einem Jahr.

Beinahe zeitgleich hatte im Herbst 2015 die ehemalige Direktorin des Stadtmarketing ihre Kündigung eingereicht. Für viele überraschend wechselte Mirjam Lanz zur Flughafengesellschaft nach Bozen. Nur hinter vorgehaltener Hand wurde damals spekuliert, dass ein Zerwürfnis mit Präsident Tschurtschenthaler der Grund für die Kündigung sein sollte.

Jetzt, nur Monate später, steht das Stadtmarketing Bruneck wieder vor einem Scherbenhaufen. Am Freitag hat Michael Oberrauch, erst seit Dezember 2015 neuer Direktor des Stadtmarketing, ebenfalls seine Kündigung eingereicht. Erst selbst gibt sich diplomatisch zurückhaltend und führt „berufliche und private Gründe“, für diesen Schritt an. Aber ein Medienprofi wie Oberrauch weiß freilich, dass sich die Öffentlichkeit in Bruneck mit einer solch knappen Antwort nicht zufrieden geben wird.

Also, was steckt wirklich hinter der plötzlichen Kündigung des neuen Direktors? „Das möchte ich eigentlich nicht öffentlich diskutieren“, sagt Oberrauch. Er führt dann aber dennoch aus, dass es immer wieder „unterschiedliche Ansichten gibt“. Oberrauch: „Aber von einem Zerwürfnis zwischen dem Präsidenten und dem Direktor kann nicht die Rede sein. Im Gegenteil. Wir haben und immer gut verstanden und werden das auch weiterhin tun.“

Die vielen unterschiedlichen Interessen, die in einem Gremium wie dem Vorstand des Stadtmarketing aufeinanderprallen, mögen sicherlich bei der Entscheidung eine wichtige Rolle gespielt haben.

LESEN SIE IN DER PRINT-AUSGABE:

  • Was Christian Tschurtschenthaler zum Abgang des Direktors sagt.
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