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    Das flüchtige Pärchen

    Blaulicht PolizeiDer Mord an dem 47-jährigen Familienvater Reini Stuefer aus Thaur in Tirol wirft noch viele Fragen auf. Nach einem Pärchen wird gefahndet.

    Der Mord an einem 47-jährigen Familienvater und Bankangestellten Reini Stuefer aus Thaur in Tirol wirft noch viele Fragen auf.

    Der mutmaßliche Täter, ein 41-jähriger Italiener, konnte am Sonntag von der französischen Polizei in Marseille aufgrund eines internationalen Haftbefehls festgenommen werden.

    „Er wurde in Marseille im Zuge von Grenzkontrollen entdeckt, als er ein Schiff nach Tunesien besteigen wollte“, sagt Chefermittler Walter Pupp vom Tiroler Landeskriminalamt.

    So viel steht derzeit fest:

    Das spätere Todesopfer hatte im Internet ein Auto, ein 300 PS starkes Replikat eines Rallye-Wagens im Wert von rund 30.000 Euro zum Verkauf angeboten. Der nun verhaftete Italiener meldete sich auf die Online-Annonce und die beiden Männer vereinbarten ein Treffen im Heimatort des Tirolers.

    Reini Stuefer war Bankangestellter.

    Aufgrund der gerichtsmedizinischen Obduktion vermuten die Ermittler, dass der 47-Jährige am Dienstag erdrosselt worden ist, berichtet das Portal nachrichten.at.

    Zum Mord soll es in der Wohnung Stuefers gekommen sein.

    Vermutlich wussten der oder die Täter, dass die Ehefrau von Reini Stuefer für einige Tage nach Niederösterreich verreist war.

    Einen Tag später alarmierte seine Ehefrau die Polizei und meldeten ihren Mann als vermisst.

    Rätselhaft ist auch eine SMS, die von Reini Stuefers Handy an dessen Ehefrau abgeschickt worden ist. Darin hieß es, er, Stuefer, wolle sich nach Spanien zu einer Geliebten absetzen.

    Die Ermittler gehen davon aus, dass der oder die Täter die Kurzmitteilung verfasst und verschickt haben.

    Am vorigen Freitag entdeckten Polizisten schließlich die Leiche des 47-Jährigen in einem Auto, das der Italiener auf einem Parkplatz in Baumkirchen (Bezirk Innsbruck-Land) abgestellt hatte.

    Es war die Betreiberin des Gasthofes, die misstrauisch geworden war.

    Fakt ist: Am Freitag, kurz bevor der Wagen mit einem Abschleppdienst nach Italien gebracht worden wäre, fand die Polizei im Kofferraum die Leiche von Reini Stuefer.

    Nach dem Mord waren zwei Autos des 47-jährigen Tirolers verschwunden. Auch nach diesen beiden Fahrzeugen, einem Subaru und einem Mitsubishi wurde europaweit gefahndet. Mit dem Subaru war der Italiener offenbar nach Frankreich gefahren. Der andere Pkw wurde von den Carrabinieri in der Lombardei entdeckt.

    Aus der Lombardei soll auch der mutmaßliche Täter stammen.

    Die Ermittler schließen nicht aus, dass es Mittäter gibt. Es wird nach einem Pärchen gefahndet.

    Am Freitag erschienen nämlich ein Mann und eine Frau in dem Gasthof, in dem der Italiener gewohnt hatte und wollten dort den Zimmerschlüssel des 41-Jährigen abgeben.

    Der Mann wurde kurz festgenommen, danach aber freigelassen, berichtet nachrichten.at.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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