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    „Keinen Tau vom Wolf“

    stockerDer Freiheitliche Sigmar Stocker möchte nicht, dass realitätsfremde Städter und Bürokraten über die Wölfe in Südtirol entscheiden.

    „Die ganze Thematik Wolf in den Alpen wird wieder einmal zu einer praxisfremden und bürokratischen Posse für den ländlichen Raum bzw. für die Landwirtschaft. Was ist das für ein Staat, der die Wölfe über alles schützt und die Bergbauern hingegen aufruft, sich den Wölfen bedingungslos anzupassen? Ich wäre damit einverstanden, wenn der Wolf als Tier vom Aussterben bedroht wäre. Aber das ist ganz und gar nicht der Fall. Und deshalb sehe ich nicht ein, dass nun Bergbauern sich auf den Wolf einstellen und zur Kenntnis nehmen müssen, dass Tiere in Zukunft halt eben gerissen werden“, so der freiheitliche Landtagsabgeordnete Sigmar Stocker in einer Aussendung.

    Ein Tier, welches in der Landwirtschaft gezüchtet wird, sei nicht eine bürokratische Kartei in einem Büro, sondern ein Lebewesen aus Fleisch und Blut, mit welchem sich ein Bauer identifiziert, mit dem und von dem er lebt. Ein Bauer sehe ein Tier heranwachsen, entwickle dazu eine emotionale Bindung und schätzt es. „Das gilt auch für alle anderen landwirtschaftlichen Produkte im Tal, wenn beispielwiese Apfel- oder Weinblüten dann zu Äpfeln und Trauben werden. Das erlebt auch ein Reihenhausbesitzer in seinem eigenen Garten! Landwirtschaft ist in Südtirol noch eine emotionale und keine industrielle Arbeit“, so Sigmar Stocker.

    Deshalb müsse man sehr wohl verstehen, dass Bergbauern nicht wollen, dass in Zukunft ihre Tiere von Wölfen gerissen werden. „Mir kommt sowieso vor, dass immer mehr realitätsfremde Städter und Bürokraten in der Landwirtschaft entscheiden, obwohl sie keinen praktischen Zugang zum Thema haben (keinen Tau!). Über die Entwicklung im ländlichen Raum müssen jene ein entscheidendes Mitspracherecht haben, die dort leben und ihren Lebensunterhalt bestreiten. Zurufe von weltfremden Schreibtischtätern sind jedenfalls entbehrlich“, so Stocker abschließend.

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    Kommentare (15)

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    • einereiner

      Bravo Stocker, gut geschrieben.
      Sollte trotzdem ein Wolf nach Südtirol kommen machen wir Knödel mit Wolfsgulasch. Du bist eingeladen!

    • richard

      Na! Baut eine Mauer um eure Höfe, nehmt die Märchenbücher in die Hand und erzählt euch gegenseitig die Geschichte vom bösen Wolf!

    • besserwisser

      wer ist dieser stocker? hat der was zu sagen?

    • george

      Sigmar Stocker fehlt anscheinend beides: Der Tau vom Wolf und der Tau vom Mensch.

      • franz

        Da Grüne auf Bäumen leben (aber bitte nur mit elektrisch Licht und Warmdusche ) . brauchen sie keine Angst vor Bären und Wölfen haben.
        Ob Grüne und WWF Bükraten schon einmal ein Schaf oder eine Alm gesehen haben, da habe ich meine Zweifel

    • franz

      Im Gegensatz zu den Grünen hat Stocker sehr wohl ein Ahnung von Mensch und Tier. Stocker hat vollkommen recht wenn er meint: ( “immer mehr realitätsfremde Städter und Bürokraten in der Landwirtschaft entscheiden, obwohl sie keinen praktischen Zugang zum Thema haben (keinen Tau!)
      Wolf und Bären gehören dort anzusiedeln wo es weder Bauern noch Haustiere gibt. Sibirien oder Kanada.-
      Natürlich sind die Grünen dagegen nach dem Motto wir haben uns alle liebund auch Frösche sind Lebewesen 🙂
      Osvaldo Negra, WWF Trentino-Südtirol, meint auf rai-südtirol “Pro & Contra“ Dienstag, 14. Februar 2017, 20.20 Uhr der Wolf in Italien ist nicht so gefährlich er gehört der Gattung “ Lupus Italicus “ an .( er meinte damit wohl er gehört der zur Gattung der links-grünen Postkommunisten ) 🙂
      Außerdem meint er die Bauern sollten alles einzäunen, alles einzäunen ? der Mann zeigt, dass Grüne & Herr Osvaldo Negra vom WWF fernab jeglicher Realität leben.
      Noch nie eine Alm einen Bauernhof bzw. ein Schaf gesehen.
      Obwohl ganz so unrecht hat de Mann nicht , mit der Errichtung von Zäunen nicht.
      Am besten wäre um ganz Südtirol ( nicht nur am Brenner wie heute der Österreichische Außenminister wieder fordert . )
      http://www.vienna.at/aussenminister-kurz-zu-trumps-mauerbau-visa-bann-und-rhetorik/5141669
      einen Zaun zu errichten und damit den “Lupus Italicus “ den Bären, illegale Immigranten und Faschisten auszusperren. !

      • bernharthans

        Franz, dein Kommentar ist perfekt.
        Es gibt zuviele Persone die sich einmoschen obwohl sie nichts verstehen,das schlimmste ist , dass uns die Landesregierung zuwenig unterstützt.
        Der Bauernbund hat auch seine Bedenken was den Wolf und Bär betrifft.
        Es ist die Aufgabe des Landes Leute und Vieh vor den wiedereingesetzten Tieren zu schützen.
        Oder müssem wir uns selbst schützen? gebt uns die Erlaubnis und wir werden sorgen, dass Mensch und Tier keinen Schaden nimmt.

        • franz

          @bernharthans
          “das schlimmste ist , dass uns die Landesregierung zu wenig unterstützt“
          Da hast Du wohl recht.
          Das mit der Landesregierung ist so eine Sache, da sie vorwiegend aus SVP-Schafen besteht , müsste es eigentlich ein großes Anliegen sein, ihre Schafe vor den bösen Wolf ( den Lupus Italicus – eine Art Untergruppe des Lupus Sibericus wie Osvaldo Negra, vom WWF Trentino-Südtirol, meint ) zu schützen
          Natürlich schützen sie auch ihre Schafe die aber einer anderen Untergruppe von Schafen angehören, es handelt sich dabei um den -SVP-Schafen welche wie geschehen bei den Referendum zur Verfassungsreform in Massen den bösen Wolf hinterhergelaufen sind und sich der Gefahr ausgesetzt haben, vom bösen Wolf- Lupus Italicus- aufgefressen zu werden.
          https://de.wikipedia.org/wiki/Hilf_dir_selbst,_so_hilft_dir_Gott

      • besserwisser

        zeit hat er ja der partytiger … aber daraus Kompetenz abzuleiten ist schon sehr zuvresichtlich franz

      • george

        Das Grüne verfolgt ihn so sehr, den ‚franz‘, dass er sich auch schon dort von Grünen überwuchert sieht, wo weit und breit keine Grüne sind. Alle, die er nicht mit sich selbst identifizieren kann, sind für ‚franz‘ „Grüne“. Auch der Wolf ist für ihn ein „Grüner“. Hoffentlich heißt der ‚franz‘ nicht in Wirklichkeit Heinrich. Sonst würde er womöglich noch mit dem ‚grünen Heinrich‘ von Gottfried Keller verwechselt werden.

    • Mit der „emotionalen Bindung“ hat er den Vogel abgeschossen.

      Mein Nachbar geht auch morgens durch die Baumreihen, streichelt jeden Apfel persönlich und den Bäumen Nordtirolerwitze, bevor er sich mit dem großen Panzenwagen durch die Baumreihen quetscht und alles – auch meinen Garten – mit chemischen Mitteln beglückt!

    • ist der stocker jetzt biologe??
      ich dachte der hat nur tau von penisringen?

    • martinsenoner

      Jetzt haben wir ein Wolfpaar im Grenzgebiet, wenn es Junge bekommt muss es seine Jagdgebiete ausdehnen, wenn im zweiten Jahr wieder Junge kommen werden deren große Geschwister mit ihren Eltern wahre Treibjagden veranstalten, da werden wir wohl öfter von dezimierten Schafsherden hören, das größere Problem für die Landwirtschaft stellen in meinen Augen aber die Wildschweine dar! Also Jäger macht euch an die Arbeit diese könnten zwischen 1. Oktober und 31. Dezember gejagt werden!

      Ein „praxisferner“ Städter

      • franz

        Besonders verbreitet sind Wildschweine in der Stadt wo sie großen Schaden anrichten und sich vermehren wie die Karnickel.
        Dabei handelt es sich um besonders aggressive Art.
        Das schlimme die PD/SVP Landesregierung unternimmt nichts.

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