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    „Das hat uns wehgetan“

    Oswald Schiefer und Sepp Noggler

    Oswald Schiefer und Sepp Noggler

    Oswald Schiefer und Sepp Noggler kontern auf das Renzler-Interview: „Der ,Renten-Guru’ soll sich in Sachen Bürgermeisterpensionen nicht einmischen.“

    Tageszeitung: Helmuth Renzler hat mit seinem Interview zu den Bürgermeisterrenten mächtig Staub aufgewirbelt …

    Sepp Noggler: Wir waren vom Vorstoß des guten Kollegen Renzler überrascht. Dass er hergeht und sagt: „Alles Blödsinn. Die Rente ist nicht möglich, die Bürgermeister wollen sich nur bereichern“, und das alles, noch bevor er den Vorschlag des Gemeindenverbands kennt – das hat uns wehgetan. Wir werden die Bürgermeister weiter in ihrem Vorhaben unterstützen, eine Gerechtigkeit zwischen den Angestellten und den Freiberuflern herzustellen.

    Oswald Schiefer: Renzler hat ein Urteil zu einer Initiative abgegeben, die die Gemeinden schon seit 25 Jahren verfolgen. Das hätte er sich sparen können, denn seine Aussagen waren der Sache nicht dienlich. Er ist nicht der ,Renten-Guru’ par excellence. Die Gemeinden und Bürgermeister wissen schon selbst, was richtig ist und was nicht. Wir lassen die Bürgermeister nicht im Regen stehen.

    Renzler meint, eine Rente sei rechtlich nicht möglich …

    Noggler: Dass sie unter den gegebenen rechtlichen Voraussetzungen nicht möglich ist, das wissen wir schon selber. Deshalb arbeiten wir im Regionalrat ja an einem neuen Gesetz. Renzler soll sich nicht einmischen in eine Sache, für die er nicht zuständig ist, nur um damit alles von vorneherein abzuschießen.

    Schiefer: Mit seinen Aussagen macht er das Vorhaben von uns ehemaligen Bürgermeistern im Landtag kaputt. Wir wissen, dass es schwierig ist, eine Lösung zu finden – doch wir wollen diese Nuss knacken. Auch wenn klar sein muss, dass diese Neuregelung nicht rückwirkend, sondern erst ab 2020 greift.

    Wie fielen die Reaktionen der Bürgermeister aus?

    Schiefer: Die Bürgermeister haben sich furchtbar aufgeregt, und das zu recht.

    Noggler: So wird das Klima zwischen Landtag und Gemeinden vergiftet. Renzlers Botschaft lautet: „Wir Abgeordneten tun für euch nichts, weil wir eh schon abgesichert sind.“ Mit seinen unnötigen Aussagen hat er die Kluft zwischen Land und Gemeinden nur vergrößert.

    Renzler stellt auch die Renten der neuen Landtagsabgeordneten in Frage …

    Schiefer: Ja, weil das neue System für ihn nicht vorteilhaft ist. Dabei wurde die Rentenreform von 2014 von Renzler selbst initiiert.

    Noggler: Für eine Rente von 300 Euro im Monat, die wir erhalten werden, hätte es dieses ganze Theater nicht gebraucht. Ich will hier im Nachhinein aber keinen beschuldigen. Wir sind selber schuld, denn wir haben im Regionalrat die Hand aufgehalten. Unsere Botschaft lautet: Wir werden die Bürgermeister in ihrem Vorhaben, eine angemessene und gerechte Rentenabsicherung für alle zu ermöglichen, weiter tatkräftig unterstützen.

    Interview: Matthias Kofler

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    Kommentare (2)

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    • sepp

      setzt enk an heiligen schein auf es zwoa zu wege bring nix als gscheide reden

    • george

      Renzler liegt völlig richtig mit seinen Aussagen. Und wieso hätte er sich dazu nicht äußern sollen? Ist das Fraktionsdenken in der SVP so streng, dass da alles intern bleiben muss, was jemand denkt? Ganz besonders dann, wenn sich dies gegen die Geldgier bestimmter Dorf- und Landesherrscher richtet, deren Sitze ohnehin fast flächendeckend von der SVP besetzt sind.

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