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    Skifahren statt Schneeschöpfen

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    Bernhard Zimmerhofer kritisiert: Während die Südtiroler beim Wiederaufbau in Mittelitalien mitgeholfen hätten, habe das Militär einen billigen Skiurlaub am Speikboden verbracht. 

    Im Landtag wurde am Mittwoch ein Antrag von Elena Artioli behandelt.

    Südtirol sollte sich von seiner besten Seite zeigen, forderte die Abgeordnete des A-Teams. Der Landtag möge die Landesregierung beauftragen, als Solidaritätsakt und als Zeichen der Zugehörigkeit zum italienischen Staat eine symbolische Summe von 10.000.000 Euro zur Verfügung zu stellen. Dieses Geld sollte entweder direkt für Wiederaufbauprojekte bereitgestellt oder zur Errichtung von Tragstrukturen und Schalungen aus heimischem Holz für den Wiederaufbau von beschädigten Denkmälern bzw. für den Bau erdbebensicherer Gebäude verwendet werden.

    Und dies „angesichts der jüngsten Naturkatastrophen und der damit verbundenen dramatischen Ereignisse, insbesondere der Erdbeben, die verschiedene Regionen in Mittelitalien erschüttert und für die Bevölkerung verheerende Folgen nach sich gezogen haben, und angesichts der vergangenen Polemiken rund um unser Land, das als privilegierte und als gegen- über dem restlichen Italien feindselige Provinz dargestellt wurde”, wie Elena Artioli (Team Autonomie) ausführte.

    Pius Leitner (F) kritisierte den Bezug auf die Staatszugehörigkeit zu Italien. Die Solidarität mit den Betroffenen stehe dennoch außer Zweifel.

    Bernhard Zimmerhofer (STF) betonte, dass Südtirol dem Staat gegenüber bereits seinen Beitrag geleistet habe, und kritisierte daher ebenfalls die Bezugnahme auf die Staatszugehörigkeit. Zimmerhofer kritisierte auch, dass das Militär nach Südtirol zum Urlaub komme, während Südtirols Freiwillige unten ausgeholfen hätten. „Während die Südtiroler beim Wiederaufbau in Mittelitalien mitgeholfen haben, hat das Militär einen billigen Skiurlaub am Speikboden verbracht“, so Zimmerhofer.

    LH Arno Kompatscher stellte eine Einhelligkeit darüber fest, dass man in dieser Situation helfen müsse. Er erinnerte an den Südtiroler Beitrag zur Hilfe im Erdbebengebiet. Das Land sei bereit für weitere konkrete Hilfe. Region, Europaregion und die beiden Provinzen würden Mittel zur Verfügung stellen, um ein gemeinsames konkretes Projekt umzusetzen, in diesen Fall ein Studentenheim in Camerino. Diese Stadt, die fast vollständig zerstört sei, lebe auch von den Studenten an ihrer Universität. Die Gesamtkosten würden 7 Mio. Euro betragen, das Studentenheim würde in erdbebensicherer Holzbauweise errichtet. Es solle im Herbst bezugsfertig sein.

    Elena Artioli zog ihren Antrag zurück, das geschilderte Projekt entspreche dem, was sie im Auge hatte.

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    Kommentare (14)

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    • guyfawkes

      …“eine symbolische Summe von 10.000.000 Euro „…

      Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie verstehe ich nicht wie man das Wort „symbolische Summe“ in einem Satz mit „10Millionen Euro“ verwenden kann. Aber ich bin eben nicht die Frau Artioli.

    • einereiner

      Die 10 Millionen sollen sie von dem Geld nehmen, das Rom jedes Jahr uns Südtirolern stiehlt. Bravo Zimmerhofer!

      • bozner

        Also bist du der Meinung, dass uns ein anderer Staat (beispielsweise Österreich) viel weniger „stehlen“ würde?

        • yannis

          @Bozner,

          sehr gute und berechtige Frage !
          Also wenn man via Brenner nach DE fährt wird man beim durchqueren von AT vielleicht nicht gerade bestohlen , aber schon gründlich ausgenommen.
          Das Geile dabei, die Ösis regen sich dann auch noch am meisten über die Mautpläne in DE auf.

          • einereiner

            @yannis
            Wer jede Woche nach Mailand fährt, gibt 1600 Euro für die Maut aus.
            Wer jede Woche nach München fährt, ca. 150 Euro.
            Wer ist nun der Abzocker?

            In Österreich zahlt man ca. 10% der Mieteinnahmen Steuern, in Italien mehr als 50%. Wer hat die höheren Spritpreise?
            Wer ist nun der Abzocker?
            Seit ihr alle blind und taub?

            • yannis

              @einereiner,
              krieg ich wohl nicht hin, mit 150 Euro im Jahr die Euro-Brücke wöchentlich je einmal Richtung Brenner und zurück Richtung Innsbruck zu passieren.
              Ich mein das hätte zuletzt noch jedes mal 9 €uronen pro Richtung gekostet, ja und es Pickerl für den Rest der Autobahn war auch nicht geschenkt.
              Allerdings benutze ich für Reisen südlich von Bozen nie das Auto.

            • ft

              Wir sind weder blind noch taub und auch nicht dumm. Wir glauben nicht den Leuten die mit Daten um sich werfen, die sie erfinden um ihre pubertären Träume zu rechtfertigen. Bei 100.000 -Euro Nettoeinkommen beträgt der Steuersatz in Italien 36%. Wo sind die 50% ? Rein erlogen. Bei Mieteinnahmen können Sie die „cedolare secca anwenden“ das sind 21%. Also entweder haben sie einen Idiot als Steuerberater oder sie lügen wie gedruckt.

            • einereiner

              @yannis
              9 Euro pro Fahrt? Du bist blind und taub. Sonst wäre dir aufgefallen, dass es eine Jahreskarte für die Europabrücke gibt. Gegen Vorlage der Jahresvignette gibts einen Skonto und man kommt insgesamt auf ca. 150€ pro Jahr (egal ob München, Berlin oder Wien).
              @ft
              Vergiss bitte nicht die GIS und die Registergebühren bei den Mieteinnahmen abzuziehen!
              Vergiss bei den Einkommenssteuern nicht, dass es in Italien mehrere gibt, z. B. auch die IRAP. Manche Steuern zahlt man sogar auf den Umsatz und nicht auf den Gewinn.
              Laut Handwerkerverband zahlen italienische Kleinunternehmer 65 % Steuern auf den Gewinn!
              Noch Fragen?

            • mannik

              1.600 Euro? Wenn Sie sieben tage die Woche von BZ nach Mailand fahren und retour kostet das ca. 290 Euro.

          • fronz

            @yannis
            Wiso fahren viele Südtiroler auf Österreichs Strassen wie verrückt und ohne Benehmen? Weil die Strafen viel niedriger sind wie in deinem viel geliebten Italia!!
            Also wer zockt do wen ab.

    • besserwisser

      und wieviel hat der herr zimmerhofer schon geleistet? beiträge spenden von seinem versteuerten Geld?

    • fb

      wieder mal Auftragsbeschaffung für lokale Unternehmen.. Praktisch nicht.

    • unteruns

      @yannis bitte helfen Sie mir auf die Sprünge!! wenn ich 2,3,4, oder auch 5x pro Woche oder auch Täglich über die Europa Brücke fahre, zahle ich immer nur ca 87,00 € Noch nie von der Jahreskarte gehört 😀

    • yannis

      Hat sich geklärt,
      für max drei mal Jährlich, gezwungener Maßen Ösi-Land über Straße zu durchqueren ist es mit der Jahreskarte wohl auch nicht billiger als mit einzel-Tickets.
      Aus 36.000 fuß Höhe sieht Österreich meistens fantastischer aus, als beim mit schwimmen in der Blechlawine.

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