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    „Beleidigende Worte“

    img_9055Nach dem Mussolini-„Attentat“: Die Bozner Grünen drücken  Bürgermeister Renzo Caramaschi ihre volle Solidarität aus.

    Volle Solidarität mit Bürgermeister Camaraschi

    Die Bozner Grünen drücken dem Bürgermeistern Renzo Caramaschi ihre volle Solidarität aus.

    Die Grünen verurteilen „mit Nachdruck das unangemeldete Eindringen und die beleidigenden Worte einiger Exponenten der rechten südtiroler Politszene“. Die Aussagen, welche jeglicher Grundlage entbehrten, führten lediglich zu einer völlig unnötigen Verschärfung der politischen Debatte.

    Die Bozner Grünen fordern alle politischen AkteurInnen auf, sich in ihren Aussagen und Aktionen zu mäßigen und schädigende wie beleidigende Provokationen zu unterlassen.

    Sie verlangen, dass die wissenschaftliche Aufarbeitung der jüngeren Geschichte, welche bereits „beachtliche Ergebnisse erzielt“ habe wie etwa das Museum im Siegesdenkmal, zu dessen Realisierung auch die damalige Grünen Stadträtin Patrizia Trincanato wesentlich beigetragen hat, das bereits über 80.000 BesucherInnen verzeichnen konnte und 2016 einen internationalen Preis erhielt, konsequent und mutig weitergeführt wird. Dies scheine im Licht der genannten Vorfälle umso dringender.

    Die Grünen setzen sich für eine konsequente Politik des klaren und offenen Dialogs ein, für gegenseitigen Respekt und Weitsichtigkeit im Sinne des friedlichen Zusammenlebens aller StadtbewohnerInnen.

    „Nur sachlich fundiertes Wissen und das Bewusstsein der eigenen Vergangenheit führen zu einem angstfreien und daher friedlichen Blick auf den Alltag und in die Zukunft“, so die Bozner Grünen.

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    Kommentare (5)

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    • watschi

      ja was jetzt, liebe grüne? antifa oder nicht? wie einfach das geht, hat man ja gesehen. einen ordentlichen schubs und das fascistische relikt benito am boden zerbròselt.

    • andreas69

      Denkmäler, die Zeugen einer Unrechtszeit sind und zur Verherrlichung von z.T. menschenverachtenden Ideologien/Ideologen aufgebaut wurden, können meiner Meinung nach nicht „wissenschaftlich aufgearbeitet“ werden. Wann, von wem und wozu sie gebaut worden sind, das wissen wir schon. Braucht es dafür eine wissenschaftliche Aufarbeitung? Der Versuch die Geschichte anhand dieser Monumente ins richtige Licht zu rücken ist ein Irrweg. Denn was heißt „ins richtige Licht rücken“? Die dahinter stehenden menschenverachtenden Ideologien zu entlarven. Dies ist aber nicht möglich, denn ein Denkmal hat – wie schon das Wort sagt – an sich schon eine so starke Ausstrahlung, dass eine „Entlarvung“ desselben an Ort und Stelle fast unmöglich ist. Da helfen keine Täfelchen noch Begleitschriften, wenn das „große und furchteinflößende“ Denkmal, im öffentlichen Raum, wo es steht, so stark dominiert! Caramaschi und die anderen „Denkmalpfleger“ – auch Deutsche übrigens – haben das leider nicht verstanden.

      • mannik

        Hmm… wie erklären Sie es sich, dass selbst in Deutschland noch Dutzende solcher Zeitzeugen stehen? Es ist nämlich ein Irrglaube anzunehmen, dass da alles geschliffen wurde, was die Bomben nicht eh schon in Nichts aufgelöst haben. Und es ist auch gut, wenn Zeitzeugnisse bestehen bleiben.

        • andreas69

          Wo gibt es in Deutschland an freien öffentlichen Plätzen noch Denkmäler, wo Hitler oder NS-Symbole abgebildet sind?
          Mussolini ist nicht mit Hitler gleichzusetzen, klar, trotzdem bin ich auch bei italo-faschistischen Relikten für die selbe Lösung: Symbole, die eine menschenverachtende Ideologie verherrlichen, gehören ins Museum und nicht an freien öffentlichen Plätzen ausestellt. Das Museum ist der geeignete Ort, wo man sich dann mit diesen Objekten wissenschaftlich auseinandersetzen kann. Wenn man nicht den Mut aufbringt diesen Schritt zu tun, bezeugt man nur, dass man immer noch (zu) grossen Respekt vor diesen Symbolen bzw. Ihrer Kraft hat. Politiker sind eben Stimmenmaximierer!

          • mannik

            Machen Sie einfach einen Ausflug nach Nürnberg, das würde schon reichen. NS-Symbol ist nicht nur das Hakenkreuz, sondern die Architektur der Strukturen selbst.
            Die Orte selbst, an denen sich die Spuren dieser Zeit befinden sollen das Museum sein. Nur so sind sie allgegenwärtig und können ihre Funktion als Mahnmal erfüllen. In ein Museum verirren sich zu wenige Menschen,

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