Du befindest dich hier: Home » Politik » „Unverständlicher Schritt“

    „Unverständlicher Schritt“

    Die grünen Abgeordneten Hans Heiss, Brigitte Foppa und Riccardo Dello Sbarba

    Die grünen Abgeordneten Hans Heiss, Brigitte Foppa und Riccardo Dello Sbarba

    Die Grünen freuen sich über den Besucherrekord in den Landesmuseen, kritisieren aber den Umstand, dass wichtige Führungspositionen nicht nachbesetzt werden. 

    Das Südtiroler Museumsjahr 2016 wartet mit einem Besucherrekord auf, der mit rund 830.000 Besuchern bei den Landesmuseen das Ergebnis des Vorjahres um über 50.000 (rund 6% Zuwachs) übertroffen hat.

    „Das erfreuliche Ergebnis war nicht nur das Resultat der z. T. museumsfreundlichen Witterung“, schreiben die Grünen in einer Aussendung, „sondern verdankt sich vor allem dem Einsatz der MitarbeiterInnen in den Museen, von den Direktionen bis zu den Reinigungskräften.“

    Die Grünen stellen vor diesem Hintergrund die die Frage, warum trotz des Erfolges wichtige Führungspositionen nicht nachbesetzt wurden:

    In der Aussendung von Brigitte Foppa, Hans Heiss und Riccardo Dello Sbarba heißt es:

    „Seit Jahresbeginn 2017 ist trotz anfänglicher Beschwichtigungen von Landesrat Mussner die seit dem Rösch-Weggang im Mai 2015 vakante Direktionsstelle des Touriseums mit der von Schloss Tirol in der Person von Leo Andergassen vereint worden.

    Ein vollkommen unverständlicher Schritt, da das Touriseum seine Besucherzahlen von 2015 auf 2016 um über 6000 auf 203.445 gesteigert hat, ebenso Schloss Tirol von 73.220 auf knapp 76.000.

    Unter den Bedingungen druckvollen Wachstums sollte eine jeweils eigenständige Direktion eine Selbstverständlichkeit sein, wie sie auch bei anderen Landesmuseen gilt. Auch ist die Direktion des gut besuchten Bergbaumuseums seit langem immer noch unbesetzt, sodass man den Eindruck gewinnt, dass Erfolg nicht anerkannt, sondern nachgerade bestraft wird.

    Der gewünschte Ausbau der Forschung ist unter diesen Voraussetzungen ebenso erschwert wie eine qualitative Neuausrichtung der Südtiroler Landesmuseen wie der Museumslandschaft insgesamt.

    Wer die Südtiroler Situation mit den personell doppelt so stark aufgestellten 4 Landesmuseen in Trient vergleicht, kommt zum Schluss, dass der Erfolg zwar erfreulich ist, aber eine umsichtigere Personalpolitik verdienen würde.“

     

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
    Clip to Evernote

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Cookie Hinweis

    Nach oben scrollen