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    Elite in Rabenstein

    Maxim Tomilov

    Maxim Tomilov

    An diesem Wochenende wird die kleine Ortschaft Rabenstein im hinteren Passeiertal zum Mekka der internationalen Eiskletter-Szene.

    Von Freitag, 27. bis Sonntag, 29. Jänner wird am Eisturm Rabenstein eine Weltcupetappe ausgetragen, bei der die gesamte Eiskletter-Elite am Start ist. Insgesamt haben 100 Eiskletterer aus 20 Nationen und von drei verschiedenen Kontinenten gemeldet.

    Der Eiskletter-Weltcup 2016/17 neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Die Etappe in Rabenstein ist die vorletzte Station in diesem Winter.

    Gerade deshalb wird ein gutes Ergebnis immer wichtiger, denn schließlich geht es zum einen um den Gesamtsieg, zum anderen muss die Form so kurz vor der WM passen. Die Titelkämpfe in Frankreich finden schließlich nur eine Woche nach dem Weltcup in Rabenstein statt, die Südtiroler Etappe ist also eine Art WM-Generalprobe.

    Der Südkoreaner Hee Yong Park reist als Weltcupleader im Schwierigkeitsklettern (Lead) in Rabenstein an. Der Vizeweltmeister hat in der Gesamtwertung die Russen Nikolai Kuzovlev, Weltmeister Maxim Tomilov und Alexey Dengin im Nacken. Auf Platz fünf der Gesamtwertung folgt der Schweizer Yannick Glatthard, der im vergangenen Jahr in Rabenstein hinter dem slowenischen Überraschungssieger Janez Svoljsak den zweiten Platz belegt hat.

    Park hat in Rabenstein erst einmal gewonnen. Das war im Jahr 2012, als er die letzte Ausgabe des „Icefight“ für sich entschied. Seit im hinteren Passeiertal hingegen ein Weltcup ausgetragen wird, wurde er zwei Mal Zweiter (2013, 2015) und einmal Dritter (2016).

    Rainer wartet seit 2013 auf einen Heimerfolg

    Angelika Rainer

    Angelika Rainer

    Ganz anders bei den Frauen. Denn dort ging der Sieg bei den letzten beiden Rabensteiner Weltcupetappen jeweils nach Südkorea. Im vergangenen Jahr setzte sich Han Na Rai Song durch, 2015 kürte sich Woonseon Shin zur Weltmeisterin. Song kommt als Gesamtführende nach Südtirol, Zweite im Gesamtklassement ist die Meranerin Angelika Rainer.

    Die 30-Jährige wartet seit 2013 auf einen Heimsieg. 2015 bei der WM belegte Rainer den zweiten Platz, im Vorjahr rutschte die dreifache Eiskletter-Weltmeisterin im Finale weg und wurde am Ende Fünfte.

    Dass Angelika Rainer in Form ist bewies sie am vergangenen Wochenende in Saas Fee, als sie zum zweiten Mal in dieser Saison den zweiten Platz belegte. Nun peilt sie vor den heimischen Fans den ersten Weltcupsieg in diesem Winter an.

    Im Schnelligkeitsklettern (Speed) wird es mit großer Wahrscheinlichkeit einen russischen Sieger, bzw. eine Siegerin geben. Bei den Männern nehmen zehn Athleten aus dem flächenmäßig größten Land der Erde die ersten zehn Positionen in der Gesamtwertung ein, bei den Frauen besetzt Russland immerhin die ersten fünf Positionen.

    Eröffnungsfeier am Thermenplatz in Meran

    Das Clubbing mit DJ Patex am Thermenplatz Meran ist am Freitag ab 17 Uhr der erste Höhepunkt der dreitägigen Sportveranstaltung und eröffnet die Südtiroler Eiskletteretappe feierlich. Ganz ohne Eisklettern geht es im Rahmen der Eröffnungsfeier nicht:

    eisturm_rabensteinDie schnellsten Vertikalakrobaten der Welt ermitteln im Rahmen eines Showwettkampfs den Sieger. Geklettert wird auf dem 15 Meter hohen mobilen Eisturm, der ab 13 Uhr für das Publikum zugänglich ist.

    Am Samstag und Sonntag verlagert sich das Geschehen an den Eisturm Rabenstein. Das Wettkampfprogramm beginnt am Samstag um 9.15 Uhr mit der Qualifikation der Frauen und Männer im Schwierigkeitsklettern.

    Am frühen Nachmittag steigt das Halbfinale der Frauen (14 Uhr), während danach im Schnelligkeitsklettern zuerst die Qualifikation (ab 16.30), anschließend die Finals (ab 18.30) über die Bühne gehen werden. Der Sonntag beginnt um 8.15 Uhr mit dem Halbfinale im Schwierigkeitsklettern der Männer, für 13 Uhr ist der Startschuss der Finals geplant.

    Wettkämpfe werden per Livestream übertragen

    Die tollkühnen Paragleiter Acro-Showflüge des Lorit-Teams aus Nordtirol, eine spannende Meisterschaft im Bierkistenstapeln oder der spektakuläre Speedrekord-Versuch mit den acht schnellsten Eiskletterern der Welt (es gilt 16,16 Sekunden aus dem Vorjahr zu schlagen) sind die Höhepunkte des Rahmenprogramms am Sonntag. DJ Fill sorgt außerdem für den passenden Sound, das Moderatorenteam für die nötige Stimmung und für Speis und Trank ist ebenfalls gesorgt.

    Wer nicht nach Rabenstein kommen kann, der hat die Möglichkeit die Wettkämpfe per Livestream zu verfolgen, und zwar auf der Webseite des internationalen Kletterverbandes UIAA unter dem Link: https://www.youtube.com/user/uiaabern

    UIAA Weltcup im Eisklettern, Programm:

    Freitag 27. Jänner

    13 Uhr: Publikumsklettern am mobilen Eisturm

    17.00: offizielle Eröffnungsfeier mit spektakulärem Speed-Wettkampf am mobilen Eisturm

    Samstag, 28. Jänner

    9.15: Qualifikation Schwierigkeitsklettern

    14.00: Halbfinale Schwierigkeitsklettern Frauen

    16.30: Qualifikation Schnelligkeitsklettern

    18.30: Finale Schnelligkeitsklettern Frauen

    19.30: Finale Schnelligkeitsklettern Männer

    Sonntag, 29. Jänner

    8.15: Halbfinale Schwierigkeitsklettern Männer

    13.00: Finale Schwierigkeitsklettern

    15.00: Speed-Rekordversuch

    15.30: Siegerehrung

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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