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    Drei neue Professoren

    Marco Gobbetti, Raffaella Di Cagno und Emanuele Boselli (v.l.n.r.)

    Marco Gobbetti, Raffaella Di Cagno und Emanuele Boselli (v.l.n.r.)

    Die Fakultät für Naturwissenschaften und Technik hat drei neue Professoren berufen, die den Bereich der Lebensmitteltechnik in Lehre und Forschung verstärken: Marco Gobbetti, Raffaella Di Cagno und Emanuele Boselli.

    „Mit diesen Berufungen stärken wir unser Profil in Bereichen wie Önologie und Fermentierungsprozessen der Lebensmittelprodukte“, freut sich der Dekan der Fakultät, Prof. Stefano Cesco.

    Die Freie Universität Bozen hat mit Anfang des Jahres drei neue Professoren mit Schwerpunkt Mikrobiologie der Lebensmittel und der Lebensmitteltechnologie berufen. Von der Aldo-Moro-Universität Bari kommend werden Marco Gobbetti und Raffaella Di Cagno ein Forschungsteam mit dem Schwerpunkt Umwandlungsprozesse unter Einwirkung von Mikroorganismen aufbauen.

    Emanuele Boselli hingegen bringt seine langjährige Erfahrung als Professor der Önologie im Forschungsteam des Lebensmitteltechnikers Prof. Matteo Scampicchio ein.

    Prof. Marco Gobbetti, Ordinarius für Agrarmikrobiolgoie, ist einer der führenden Experten in Italien in der Lebensmittelmikrobiologie. Der aus Perugia stammende Gobbetti lehrte von 2000 bis 2016 an der Aldo-Moro-Universität Bari. Er ist Mitglied im vom Ministerrat eingerichteten Ausschuss für Biosicherheit, Biotechnologie und Biowissenschaften (Comitato per la Biosicurezza, Biotecnologie e Scienza della Vita) und Mitglied des Consiglio Universitario Nazionale. Prof. Gobbetti blickt auf über 400 wissenschaftliche Publikationen zurück und ist für mehr als 120 Projekte im Bereich des Wissenstransfers verantwortlich, die von italienischen wie internationalen Firmen aus dem Lebensmittel- und Arzneimittelsektor finanziert wurden.

    Er hat bisher acht Patente angemeldet, vier davon für Konsumprodukte. Er forscht zu Transformationsprozessen in Lebensmitteln durch den Einsatz von Mikroorganismen, und zu biotechnologischen Strategien für die glutenfreie Lebensmittelproduktion.

    Im Detail geht es um die Fermentierung bei der Produktion typischer Getränke und Lebensmittel wie Ofenbackprodukte, Käse und Milchgetränke, Wurstwaren und Bier mit dem Ziel, deren sensorische und ernährungstechnische Eigenschaften aufzuwerten, die Konservierung mit natürlichen Methoden zu verlängern und einen Mehrwert über Nebenprodukte zu schaffen.

    Auch Raffaella Di Cagno wurde von der Aldo-Moro-Universität Bari für einen Wechsel nach Bozen gewonnen. Die Mikrobiologin ist auf Umwandlungsprozesse bei Obst, Gemüse und Heilpflanzen spezialisert.

    Weitere Forschungsinteressen liegen im Einsatz von Mikroorganismen in der Produktion funktionaler Lebensmittel, der Fermentierung von Bienenprodukten für eine Stabilisierung und funktionale Aufwerkung von Lebensmitteln.

    Auch Prof. Di Cagno ist Inhaberin von acht Patenten sowie Autorin und Co-Autorin von 133 wissenschaftlichen Artikeln. Sie hat bei 25 Technologie-Transferprojekten im Bereich des Agro-Lebensmittelsektors mitgewirkt.

    Der gebürtige Meraner Emanuele Boselli ist Professor für Lebensmittelwissenschaften. Er hat ein Doktorat in Chemie und Lebensmittelwissenschaften mit einer Spezialisierung in Biotechnologie der Lebensmittel an der Universität Bologna abgelegt.

    Boselli ist Mitglied der italienischen Weinakademie (Accademia Italiana della Vite e del Vino) und Co-Autor von über 100 Publikationen im Bereich der Lebensmittelanalyse, der Lebensmitteltechnologie und der Önologie. Von 2001 bis 2016 hat er in den Bachelor- und Masterprogrammen der Università Politecnica delle Marche in Ancona gelehrt.

    Einer seiner Forschungschwepunkte liegt im Bereich der Auswirkungen der Qualität der Rohstoffe, der Produktionstechnik, der Voraussetzung für die Fermentierungs-Konservierung, Oxydierung und Reifung auf die Qualität von Lebensmittelprodukten, von Wein und anderen Getränken.

    An der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik wird er sich speziell der Lehre und Forschung im Fachbereich Önologie widmen.

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    Kommentare (3)

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    • pe

      Spricht an dieser Uni auch jemand Deutsch?

    • passant

      Langsam schleicht die Italianisierung voran. Wir deutschsprachigen Südtiroler schauen zu und akzeptieren. Politik wird in den Städten des Landes gemacht und dort ist nur cool, wer sich italienisch verhält. Was am Lande und in den Tälern passiert, ist peinlich und nicht mehr zeitgemäß. Schon bald gibt es kein Brauchtum mehr und Traditionen werden noch mehr belächelt werden. 10 Ureinwohner werden italienisch sprechen, weil ein einziger von ihnen kein deutsch spricht. Weil es cool und modern ist. Und weil wir ethisch und christlich sind. Hm. Unsere Kleidung wird wohl noch mehr dem eines Amerikaners ähneln und nur mehr die Afghanis und Inder im Lande werden mit Freude ihrer Identität treu bleiben. Schlafen wir? Ich denke schon. Dass wir uns so einlullen lassen, stimmt mich traurig. Bin gespannt was unsere Kinder erleben werden.

    • huber.pepi@gmail.com

      Südtiroler bitte aufwachen, die Italianisierung überrumpelt uns. Kompatscher & Co. sind die größten Förderer. Dann behauptet noch einer „der Magnago hätte Freude mit uns SVP“ (Zeller). Ich behaupte, der Magnago würde diese Verräter in die Wüste schicken

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