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    Der Milch-Gipfel

    bildschirmfoto-2017-01-25-um-11-57-05Von Biomilch bis Zusammenarbeit: Der Milchsektor war Thema eines Treffens von Landesrat Arnold Schuler mit den Obmännern der Milchhöfe Südtirols.

    Schwerpunktthemen der Aussprache waren Produktion und Zusammenarbeit: „Nur durch ein gemeinsames und koordiniertes Vorgehen“, wandte sich Landesrat Arnold Schuler an die Vertreter der Milchhöfe, „kann es gelingen, den im europäischen Vergleich guten Milchpreis zu halten und zukunftsfähige innovative Konzepte zu entwickeln.“

    Der Milchpreis in Südtirol hat sich dank der hervorragenden Arbeit der Genossenschaften gut entwickelt. „Nun gilt es, die Chance zu ergreifen, das Regionale als Mehrwert zu sehen“, appellierte der Landesrat an die Verantwortlichen des Milchsektors und sprach sich für eine nachhaltige Bewirtschaftung und Produktion aus.

    Neben Sennereiverbandsobmann Joachim Reinalter und Sennereiverbandsdirektorin Annemarie Kaser nahmen die Obmänner der Milchhöfe zwischen Burgeis und Sexten an der Aussprache mit Agrarlandesrat Arnold Schuler teil. Zudem diskutierten Professor Matthias Gauly von der Fakultät für Agrarwissenschaften an der Freien Universität Bozen sowie der scheidende Direktor der Abteilung Landwirtschaft Martin Pazeller und der Direktor des Amtes für Viehzucht Norbert Zenleser sowie Laimburg-Direktor Michael Oberhuber und Angelo Zanella und Giovanni Peratoner vom Institut für Berglandwirtschaft und Lebensmitteltechnologie am Versuchszentrum Laimburg.

    „Wir müssen mit dem, was wir erzeugen, noch unabhängiger vom europäischen und vom Weltmarkt werden“, so Gauly. Biomilch und Heumilch, also silagefreie Milch, seien Konzepte, die Südtirol auszeichnen. Einsatz und Quantität von Kraftfutter seien zu überdenken.

    „Die Milchkrise kann und muss für Südtirol die Chance sein“, unterstrich auch Abteilungsdirektor Pazeller. Die Südtiroler Milchwirtschaft befinde sich an einem Wendepunkt, wies Sennereiverbandsobmann Reinalter hin. Gerade deshalb seien Treffen wie dieses von grundlegender Bedeutung für eine verstärkte Zusammenarbeit im Sinne von Qualität und Wert der Südtiroler Milch.

    Der Felsenkeller der Laimburg, wies Landesrat Schuler bei der abschließenden Besichtigung hin, soll im Zuge der Reorganisation zu einem Zentrum nicht nur der Weinproduktion, sondern der Lebensmittelproduktion allgemein werden.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (4)

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    • richard

      Die Milch ist das Produkt einer Mutter und für das Kind bestimmt. Dies gilt für alle Säuger dieser Welt. Nur der Mensch ist außerhalb der natürlichen Bereiche und konsumiert das Produkt der Tierkinder für sich. In den meisten Fällen nimmt man der Tiermutter das Tierkind unverzüglich nach der Geburt weg, damit der Schmerz für das Muttertier und das Tierkind, also das Entstehen von Empathie nicht so schwerwiegende psychische Belastungen für beide erwirkt.
      Die Milchwerbung hat sich jahrzehntelang darum bemüht, Milch als einzige ausreichende Kalziumquelle darzustellen. Gleichzeitig wurde der Zusammenhang von Osteoporose und Milchkonsum immer wieder systematisch thematisiert und völlig falsch dargestellt. Daher ist es nicht erstaunlich, dass in vielen Köpfen noch immer ein hoher Milchkonsum mit gesunden Knochen verbunden wird. Doch weit gefehlt: Die Kühe leben ja auch VEGAN und haben, sofern sie nicht eingepfercht im Stall angebunden hängen, keine Knochenprobleme und benötigen daher auch keine Milch als Lieferant für Kalzium; die pflanzlichen Produkte liefern diese in Hülle und Fülle.
      Erwiesen ist, dass Milchkonsum den Knochen eher schadet als zugutekommt. In der China Study von Prof. Campbell wird eindrücklich belegt, wie schädlich die Milchprodukte hinsichtlich auf Osteoporose sind. Milch nimmt dem Körper mehr Kalzium, als dadurch produziert wird.

    • einereiner

      Jede mittelmäßige Silage ist besser als ein schlechtes Heu, und umgekehrt.
      Aber Silage kann man auch bei kurzen Schönwetterperioden machen.
      Wenn wir wieder zu Heumilch zurückkehren, werden wir wieder
      Heumilch heißt weniger Auswahl für die Kühe. Warum gönnt man der Kuh keine Maissilage? Nur damit die Porsche-Cayenne fahrende Hausfrau beim Teekränzchen mit einem neuen Trend glänzen kann?

      @richard, sitzt du immer den Studien der Konkurrenz auf, die ein gesundes Lebensmittel schlecht machen wollen? Man muss nicht alles glauben, nur weil es in der Zeitung steht.

      • richard

        Man muss blind und gehörlos sein, um den Unfug der Pharmaindustrie, der Milch- und Fleischlobby immer noch Glauben zu schenken.
        Jeder Hausverstand reicht aus, um einzusehen, dass die Milch in der Natur für das Kind bestimmt ist und nicht für den Erwachsenen.
        Milchkühe sind zu Extremleistungen herangezüchtet, dies beeinflusst zudem die Zusammensetzung der Milch.
        Die Milch im Supermarkt ist eine Zusammensetzung von hunderten von Kühen, die alle eine unterschiedliche Laktations- und Trächtigkeitsphase haben. Somit mit vielen verschieden Hormonen.
        Die Milch wird homogenisiert, dabei werden die Fetttropfen so klein zerschleudert, dass sie unsere Darmwand direkt durchdringen können.
        Milch ist für die Knochen – wissenschaftlich erwiesen – ungesund aber auch unnatürlich.

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