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    Dauerthema Wartezeiten

    dsc_0236Bei einem Treffen zwischen den Vertretern des Dachverbandes für Soziales und Gesundheit und Generaldirektor Thomas Schael ging es um das leidige Thema Wartezeiten.

    Schon lange beklagen viele Patienten die langen Wartezeiten im Gesundheitswesen. Die Patientenorganisationen haben sich die eingehend mit der Problematik beschäftigt und eine Reihe von Verbesserungsvorschlägen ausgearbeitet. Diese wurden nun der Führungsspitze des Südtiroler Sanitätsbetriebs vorgestellt.

    „Wir begrüßen es, dass dieses Problem nun geplant und strukturiert angegangen wird“, sagte Dachverband-Präsident Martin Telser zu dem vom Sanitätsbetrieb im vergangenen Dezember vorgestellten „Operativen Plan zur Steuerung der Vormerkzeiten“.

    Generaldirektor Thomas Schael betonte gleichzeitig, dass es ein wenig Zeit brauche, um das Problem langfristig zu lösen: „Es ist uns allen klar, dass die Wartezeiten in einigen Fachbereichen zu lang sind und die Vormerkstelle nicht so funktioniert, wie sie sollte. Dafür habe ich mich auch mehrmals und öffentlich entschuldigt. Wir brauchen einfach noch ein wenig Zeit, um die notwendigen Maßnahmen umsetzen zu können.“

    Viele dieser Forderungen sind in dem „Operativen Plan zur Steuerung der Vormerkzeiten“ enthalten. Dazu gehört die Verpflichtung von zusätzlichem Fachpersonal, sowie der Zukauf von Leistungen in kritischen Bereichen.

    Die Berücksichtigung der Verschreibungsangemessenheit ist ein weiterer Baustein des Maßnahmenkatalogs. Dies soll auch unter Berücksichtigung der „Slow medicine“- Kriterien erfolgen, die da lauten: das Richtige im richtigen Moment für genau diesen Patienten zu tun und dabei eine Überversorgung zu vermeiden.

    Zur Sprache kam auch, dass es eine relativ hohe Ausfallquote bei den vorgemerkten Terminen gibt.

    In 10 bis 15 Prozent werden die vorgemerkten Termine ohne Absage von den Patienten nicht wahrgenommen. Dies ist mitverantwortlich für einen Teil der Wartezeiten. Eine Erinnerungsmeldung – etwa via SMS – sowie die in Rechnungstellung der nicht wahrgenommenen Leistung sollen in Zukunft helfen, diese Quote zu verringern.

    Dazu beitragen soll ab Sommer 2017 eine landesweite Vereinheitlichung der Telefonnummer der Vormerkzentrale für die Radiologie. Zudem sollen die Bürgerinnen und Bürger verstärkt dazu animiert werden, das landesweite Angebot an Leistungen zu berücksichtigen.

    Dazu beitragen soll eine umfassendere Veröffentlichung der Wartezeiten auf der Seite des Sanitätsbetriebes (www.sabes.it). Patientinnen und Patienten, die ein wenig Bereitschaft zur Mobilität mitbringen, könnten so schneller die benötigte Leistung erhalten, da sich die Wartezeiten in den verschiedenen Einrichtungen oft stark unterscheiden.

    Einig war man sich, dass die Kommunikation zwischen den Fachärzten im Krankenhaus und dem Territorium zu verbessern sei. Ebenso, dass Patienten besser einbezogen werden sollen. Zudem will man verstärkt gesundheitsfördernde Maßnahmen in gemeinsamer Absprache planen und durchführen.

    „Es freut mich, dass wir bei den Bemühungen, unsere Leistungen für die Bürgerinnen und Bürgern zu verbessern, den Dachverband für Soziales und Gesundheit an unserer Seite wissen“, sagte Generaldirektor Thomas Schael.

    Zur besseren Information der Patienten über die vorhandenen Hilfsangebote und die vielen bestehenden Selbsthilfegruppen und Patientenorganisationen, vereinbarten der Sanitätsbetrieb und der Dachverband, künftig ein Informationspaket in den Wartesälen und Stationen der Krankenhäusern aufliegen zu lassen.

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    Kommentare (5)

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    • hansi

      Blalblabla – unser Land ist mittlerweile würd ich sagen Weltmeister in „Zerreden“ und diskutieren ohne Ende und ohne Aussicht auf Bessereung. Erst heute (24 Jänner) fragte mien Mutter um einen Termin bzw ärztliche Visite mit Priorität von Seiten des Hausarztes bzw. B – frühester Termin 20 März; bis dahin wohl Antibiotika oder Schmerzmittel schlucken, ja Südtirol ist wie so oft betont nicht Italien, leider mitlerweile fast noch schlimmer – a Beamtenstaat mit geringer Wertschöpfung und Blablabla

      • snakeplisskien

        hab selber einen Termin in 10 Monaten bekommen.

        In Bozen ansässige Familienmitglieder und Verwandte pendeln hingegen je nach der benötigten Untersuchung oder Leistung zwischen Brixen, Sterzing und Neumarkt hin und her um die Wartezeiten zu verkürzen. Das scheint ja ganz den Schael’schen Vorstellungen zu entsprechen.

        Wenn ich dann auch noch an die angebliche Aussage von LR Mussner denke „wenn man nicht mit dem online-Dienst von Südtirol Mobil zufrieden ist, weil nicht unmittelbar die gefahrten Strecken und Ausgaben eruiert wenn können, solle man auf die (viel teureren) Wertkarten umsteigen“, dann fällt mir Wolfgang Ambros ein: Zwickt’s mi, i glab i spinn

    • yannis

      Damit erweisen sich diese „staatlichen“ Gesundheitssysteme als zunehmend ineffizient und viel zu teuer.

    • sepp

      hansi do isch wichtig viel direktoren und Präsidenten die leit intressiert die olla nix wichtig isch Krankenhäuser schliessen das ihr gehalt nett gekürtzt wird man konn lei sogen die Sanität isch eh in Afrika no besser

    • sepp

      yannis zi teuer war gor nix wen a mol a poor direktoren und die landesrätin in die wüste gschickt wern

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