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    „Überlebtes System“

    Josef Tschöll

    Josef Tschöll

    Die SVP-Wirtschaft unterstützt das Zukunftskonzept des Baukollegiums für ein neues Wohnbaumodell in Südtirol.

    Anlässlich der jüngsten Sitzung der SVP-Wirtschaft auf Landesebene hat Thomas Ausserhofer, ehemaliger Präsident des Baukollegiums, dem SVP-Wirtschaftsausschuss auf Landesebene den Vorschlag des Baukollegiums für ein neues Wohnbaumodell vorgestellt. Mit diesem neuen Modell soll leistbares Wohnen UND Kosteneinsparungen für das Land ermöglicht werden.

    „Die SVP-Wirtschaft begrüßt diese Initiative, welche eine sinnvolle Reform des gesamten Wohnbaus vorsieht, mit der sich mehrere Ziele wie leistbare Wohnungen, Entbürokratisierung und sorgsamen Umgang mit dem knappen Grund in Südtirol vereinbaren lassen“, betont der Vorsitzende Josef Tschöll.

    Da im Zuge der Raumordnungsreform auch das derzeitige Wohnbaumodell grundlegend überarbeitet werden soll, hat sich der SVP-Wirtschaftsausschuss auf Landesebene ausführlich mit dieser Thematik beschäftigt. Thomas Ausserhofer präsentierte dem Gremium den Vorschlag des Baukollegiums, welcher derzeit auch vom zuständigen Landesrat Richard Theiner geprüft wird.

    Thomas Außerhofer (Foto: Coser)

    Thomas Außerhofer (Foto: Coser)

    Das Hauptziel dieser Reform sei ein gerechter und preiswerter Wohnbau für alle.
    Der vorliegende Vorschlag geht von der aktuellen „60/40 Regelung“ ab, nach welcher 60 Prozent des ausgewiesenen Grundes für den geförderten Wohnbau reserviert sind und die restlichen 40 Prozent größtenteils oder zur Gänze konventioniert ist.

    Der Vorschlag sieht vor, dass ein Teil der Wohnungen mit einem gedeckelten Preis für Südtiroler reserviert ist. Die Höhe vom gedeckelten Preis wird von der Gemeinde festgelegt. „Mit dem neuen Modell könnten die Gemeinden den Wohnbau in den jeweiligen Zonen selbst einteilen und so auf die besonderen Bedürfnisse vor Ort eingehen,“ erklärte Ausserhofer. Zudem würden wertvolle Ressourcen in der öffentliche Verwaltung in Bezug auf Personal und Finanzen frei.

    Der Vorschlag sehe ein wesentlich günstigeres System vor: dabei seien Einsparungen bis zu 1 Mio. Euro pro Hektar und eine starke Reduzierung der Verwaltungsakte möglich. Die längst fällige Entkoppelung der Wohnbauförderung von der Urbanistik führe auch dazu, dass die Förderung gezielt die bedürftigen Personen erreiche und nicht die Immobilie.

    „Das derzeitige „planwirtschaftliche“ System mit Enteignungen und Zuweisungen hat sich überlebt und erfüllt längst nicht mehr die erhofften Ziele. Der Vorschlag des Baukollegiums sieht hingegen eine tiefgreifende Reform vor, welche leistbares Wohnen, einen gesunden Wohnungsmarkt und Einsparungen für das Land verspricht. Die SVP-Wirtschaft wird diesen Schritt in die richtige Richtung mit aller Kraft unterstützen“, betont der Vorsitzende der SVP-Wirtschaft Josef Tschöll.

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