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    „Spüre die Unterstützung“

    IBU world cup biathlon, training, Antholz (ITA)Gottlieb Taschler über seine Ablöse als Chef des Weltcups in Antholz, über die Folgen dieser Strafaktion und über sein Doping-Verfahren.

    TAGESZEITUNG Online: Herr Taschler, haben Sie viel zu tun?

    Gottlieb Taschler: Jetzt ist alles ein bisschen ruhiger geworden.

    Sie sind nicht mehr Präsident des Biathlon-Weltcups in Antholz. Schmerzt Sie das sehr?

    Nein. Das schmerzt mich eigentlich überhaupt nicht. Ich war 20 Jahre lang Präsident dieser Veranstaltung. Mittlerweile haben wir hier in Antholz ein sehr gutes Team, in dem jeder weiß, was er zu tun hat. Die Veranstaltung funktioniert nicht nur wegen mir. Natürlich braucht es jemanden, der den Weg vorgibt, das mag schon stimmen. Aber ich bin da ganz gelassen. Schließlich darf ich jederzeit auf Fragen antworten, die auftauchen.

    Ist die Abberufung nur eine Formalität?

    Die zweijährige Sperre beinhaltet auch, dass ich nicht Präsident des Biathlon-Komitees bleiben darf. Das nehmen wir zur Kenntnis und daran halten wir uns. Die Sperre betrifft nur den sportlichen Teil der Veranstaltung, aber darüber hinaus gibt es bei einer solchen Großveranstaltung noch sehr viel zu tun, etwa bei der Betreuung der Gäste, beim Catering, in Fragen des Transports und der Logistik.

    Wie verbringen Sie diese aufregende Woche in Antholz?

    Die Veranstaltung wird im Laufe des Jahres organisiert und nicht erst in der letzten Woche. Es ist alles vorbereitet. Die Mitarbeiter hier sind alle hoch motiviert und sie freuen sich darüber, wenn ich mich blicken lasse. Die Unterstützung für mich ist in Antholz spürbar. In den vergangenen 20 Jahren haben wir hier gemeinsam viel aufgebaut, das verbindet.

    In wenigen Tagen geht der Doping-Prozess bei Gericht weiter…

    Zum laufenden Verfahren möchte ich mich nicht äußern. Nur so viel: Ich bin sehr zuversichtlich. Ich hoffe nicht mehr allzu lange auf eine Entscheidung warten zu müssen.

    Kehren Sie wieder an die Spitze des Biathlon zurück, wenn alles gut ausgeht?

    Ich kann heute noch nicht sagen, wie es weitergehen wird. In den kommenden Jahren werden hier in Antholz viele Bereiche neu organisiert und ausgebaut werden. Wir werden einiges überdenken müssen, schließlich gibt es bis zur WM 2020 noch viel zu tun. Heute kann man noch nicht sagen, wer dann das Zepter in der Hand halten wird. Aber das ist auch nicht so wichtig. Mir liegt viel mehr der Zusammenhalt der Mannschaft hier am Herzen als die Frage, wer der neue Chef ist.

    Interview: Silke Hinterwaldner

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